Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, Griechenland-Krise im .


18.03.10 18:04
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist am späten Nachmittag etwas unter Druck geraten. Der DAX gab am Ende 0,20 Prozent ab und schloss bei 6.012,31 Punkten. Für den MDAX ging es um 0,36 Prozent nach unten auf 7.987,22 Zähler.
Der SDAX fiel um 0,30 Prozent zurück auf 3.794,33 Stellen. Der TecDAX verlor gleichzeitig 0,87 Prozent auf 823,90 Punkte. Der Bund Future verlor zuletzt 0,11 Prozent auf 123,03 Zähler. Hintergrund waren Sorgen vor einem Aufflammen der Griechenland-Krise. Der Euro stand zuletzt deutlich unter Druck und kostete nur noch gut 1,36 Dollar.

Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss kaum verändert im Markt. Die Wall Street hat eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten zu verarbeiten. Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich die Arbeitsmarktsituation in den USA in der Vorwoche verbessert. Demnach verringerte sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 457.000, während Volkswirte im Vorfeld einen Rückgang auf 455.000 prognostiziert hatten. Ferner haben sich die US-Verbraucherpreise im Februar stabilisiert. Volkswirte hatten eine Preiserhöhung um 0,1 Prozent erwartet. Zudem hat sich der Geschäftsklimaindex der Fed-Regional-Notenbank von Philadelphia im Februar verbessert. Demnach ist der Index von 17,6 Punkten im Januar auf nun 18,9 Punkte angewachsen. Volkswirte waren im Vorfeld von einer Zunahme auf 18,0 Punkte ausgegangen. Des Weiteren sind die US-Frühindikatoren im Februar erneut gestiegen. Auf Monatssicht verbesserte sich die wirtschaftliche Aktivität wie erwartet um 0,1 Prozent. Das Realeinkommen in den USA ist im Februar preis- und saisonbereinigt geschrumpft. Das US-Leistungsbilanzdefizit wies im Schlussquartal 2009 einen Zuwachs aus. Demnach vergrößerte sich das Defizit um 12,9 Prozent auf 115,6 Mrd. Dollar, während Volkswirte sogar eine Zunahme auf 119,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten. Am Freitag dürfte das Handelsgeschehen durch den großen Verfall an der Terminbörse Eurex bestimmt werden. Zahlen kommen unter anderem von ABB, der Allianz, Bechtle und Pfleiderer.

Der amerikanische Sportartikelhersteller Nike (ISIN US6541061031 / WKN 866993 ) hat seine Erlöse im abgelaufenen Quartal um 7 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar steigern können. Der Nettogewinn wurde auf 496 Mio. Dollar mehr als verdoppelt. Die Markterwartungen wurden damit übertroffen. Gestützt auf die starken Ergebnisse des US-Konkurrenten zogen adidas an der DAX-Spitze um 3,3 Prozent an. Mit deutlichem Abstand folgten Linde mit +1 Prozent und Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) mit +0,8 Prozent. Der Automobilkonzern hat einen Großauftrag aus Brasilien erhalten, in dessen Rahmen er vom Einzelhandelskonzern Casas Bahia mit der Lieferung von 550 Lkw beauftragt wurde. Finanzielle Einzelheiten des Auftrags wurden nicht bekannt gegeben.

Merck KGaA (ISIN DE0006599905 / WKN 659990 ) gaben leicht ab. Der Pharmakonzern hat eine milliardenschwere Euro-Anleihe erfolgreich begeben. Der Emissionserlös diene der Finanzierung der jüngst angekündigten Akquisition des US-Konzerns Millipore. Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610 ) büßten 0,2 Prozent ein. Wie der Technologiekonzern erklärte, richtet er seine IT-Sparte auf zukunftsträchtige Lösungsfelder aus und plant daher bis 2012 zusätzliche Investitionen von mehr als 500 Mio. Euro. Wie der Konzern weiter mitteilte, sollen im Rahmen der Neuausrichtung bis 2011 etwa 4.200 der insgesamt rund 35.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. In Deutschland seien davon etwa 2.000 Stellen betroffen. Am Indexende fielen Bayer und die Deutsche Bank um jeweils 1,3 Prozent zurück.

IVG (ISIN DE0006205701 / WKN 620570 ) sprangen in Reihe zwei um 8,1 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, wird die Mann Immobilien-Verwaltung AG neuer Großaktionär des Immobilienkonzerns. Mann habe 18,4 Prozent der IVG-Aktien von Solidas 3, den ehemaligen Gesellschaftern des Bankhauses Sal. Oppenheim, erworben. Der Vollzug des Kaufvertrages stehe noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Das globale Geschäft des Baustoffkonzerns HeidelbergCement (ISIN DE0006047004 / WKN 604700 ) war im Jahr 2009 durch die Wirtschaftskrise geprägt, weshalb sich Umsatz und Gewinn rückläufig entwickelten. Wie der Konzern erklärte, sank der Umsatz um 21,6 Prozent auf 11,12 Mrd. Euro. Das Jahresergebnis wurde durch einmalige Sondereffekte von insgesamt etwa 790 Mio. Euro erheblich belastet. Dennoch ergab sich ein Jahresüberschuss von 168 Mio. Euro, nach einem Vorjahresgewinn von 1,92 Mrd. Euro. Die Dividende soll mit 0,12 Euro pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben. HeidelbergCement konnten um 1,1 Prozent vorrücken. SGL CARBON (ISIN DE0007235301 / WKN 723530 ) brachen dagegen um 8,2 Prozent ein. Umsatz und Ergebnis des Herstellers von Produkten aus Carbon lagen 2009 unter dem Vorjahresniveau. Die Erlöse sanken aufgrund der Wirtschaftskrise und des damit verbundenen Nachfrageeinbruchs in vielen Kundenindustrien um 24 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro. Dennoch wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) von 110,4 Mio. Euro vor Sonderabschreibung (74 Mio. Euro) erzielt (Vorjahr: 305,9 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis sank durch die Sonderabschreibung sowie aufgrund von Wertberichtigungen bei aktiven latenten Steuern auf -60,3 Mio. Euro (Vorjahr: 190,5 Mio. Euro).

DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500 ) kamen im SDAX um 1,7 Prozent zurück. Wie der Motorenhersteller erklärte, musste er im vergangenen Geschäftsjahr konjunkturbedingt einen starken Einbruch verkraften. Der Motorenabsatz hat sich mit 117.961 Stück etwas mehr als halbiert. Durch eine positive Mixverschiebung hin zu größeren Motoren fiel der Umsatzrückgang mit 42,2 Prozent deutlich moderater aus und lag zum Jahresende bei 863,4 Mio. Euro. Das Konzernergebnis fiel von -4,2 Mio. Euro auf -119,8 Mio. Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit Absatz- und Umsatzzahlen deutlich über dem Vorjahresniveau und einem positiven operativen Ergebnis. Air Berlin (ISIN GB00B128C026 / WKN AB1000 ) schlossen mit 1,2 Prozent im Plus, nachdem die Billigfluglinie die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgestellt hat. Der Umsatz fiel um 4,4 Prozent auf 3,24 Mrd. Euro. Nach einem Steuerertrag in Höhe von 12,2 Mio. Euro beläuft sich das Nettoergebnis auf -9,5 Mio. Euro nach -83,5 Mio. Euro im Vorjahr.

AIXTRON gaben als Schlusslicht im TecDAX 3,2 Prozent ab. Daneben büßten mitunter Dialog Semiconductor 2,8 Prozent und Drillisch 2,4 Prozent ein. Bechtle zogen auf der Gegenseite um 3 Prozent an.

DAX: 6.012,31 (-0,20 Prozent) MDAX: 7.987,22 (-0,36 Prozent) SDAX: 3.794,33 (-0,30 Prozent) TecDAX: 823,90 (-0,87 Prozent) (18.03.2010/ac/n/m)


 

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