Börse Frankfurt Schluss: Schwacher Wochenausklang, Pfle.


19.03.10 18:05
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben aus den USA ist der deutsche Aktienmarkt am späten Nachmittag in die Verlustzone gerutscht. Der DAX gab am Ende 0,50 Prozent ab auf 5.982,43 Punkte.
Im Wochenvergleich bedeutet dies aber dennoch ein Plus von 0,6 Prozent. Der MDAX verlor daneben 0,32 Prozent auf 7.961,46 Stellen. Der SDAX fiel um 0,23 Prozent zurück auf 3.785,76 Zähler. Für den TecDAX ging es um 0,60 Prozent nach unten auf 818,94 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,13 Prozent auf 123,24 Zähler. Der Euro stand zuletzt weiter unter Druck und kostete nur noch gut 1,35 Dollar. Der Verfall der Futures und Optionen an der Eurex hat sich nur bei einigen Einzelwerten bemerkbar gemacht.

Der Rückgang der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte hat sich im Februar mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, fiel der Index gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,9 Prozent. Im Januar 2010 hatte die Jahresveränderungsrate bei -3,4 Prozent und im Februar 2009 bei +0,9 Prozent gelegen.

Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss mit bis zu 0,9 Prozent im Minus. Hintergrund ist die anhaltende Stärke des Greenback und die damit verbundenen Verluste beim Ölpreis, die auf dem Energiesektor lasten. Ferner lasten erneut Sorgen um das angeschlagene EU-Mitglied Griechenland auf dem Markt. Darüber hinaus hat der Handheld-Hersteller Palm (-23 Prozent) mit schwachen Zahlen regelrecht geschockt. Am Montag wird in den USA die Veröffentlichung des Chicago Fed Index erwartet. Zahlen kommen unter anderem von AWD, BÖWE SYSTEC, China Telecom, comdirect Bank, Dyckerhoff, IDS Scheer, PetroChina, Phillips-Van Heusen, Rite Aid, Scholastic, Tiffany & Co., Williams-Sonoma und Wolseley.

ThyssenKrupp kamen als DAX-Schlusslicht um 1,7 Prozent zurück. Daneben bröckelten unter anderem K+S um 1,6 Prozent, METRO um 1,2 Prozent und Bayer um 1,1 Prozent ab. Die Aktie der Allianz schloss nach der Vorlage des Geschäftberichts für 2009, der jedoch bereits weitgehend bekannt war, mit 0,8 Prozent im Minus. Auf der Gegenseite rückten Titel der Deutschen Lufthansa um 1,2 Prozent vor. Außerdem verteuerten sich adidas um 1,1 Prozent und VW um 1 Prozent.

In der zweiten Reihe stachen Pfleiderer (ISIN DE0006764749 / WKN 676474 ) mit einem Minus von 5,8 Prozent ins Auge. Die Erlöse des Holzverarbeiters sanken 2009 um 20,4 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro. Nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter und der Hybridkapitalgeber entfällt auf die Aktionäre der Pfleiderer AG ein Ergebnis von -69,8 Mio. Euro, verglichen mit 5,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das Unternehmen rechnet frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2010 mit einer Ergebnisverbesserung. Man geht deshalb auch für das laufende Geschäftsjahr von einem Verlust auf Ebene des Nachsteuer-Ergebnisses aus. Einen weiten Bogen machten die Anleger daneben unter anderem auch um Symrise (-3,9 Prozent), PETROLUB (-3,4 Prozent) und Heidelberger Druck (-2,3 Prozent). Auf der Gegenseite gewannen MLP 3,5 Prozent.

Biotest (ISIN DE0005227235 / WKN 522723 ) konnten im SDAX leicht zulegen. Der Anbieter von Plasmaproteinen und diagnostischen Erzeugnissen in der Mikrobiologie konnte nach endgültigen Zahlen im Geschäftsjahr 2009 ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Die Erlöse erhöhten sich um gut 14 Prozent auf 440,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte um 4,2 Prozent auf 61,5 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis (EBT) um 7,7 Prozent auf 49,0 Mio. Euro. Damit übertraf Biotest bei Umsatz und Ergebnis die eigenen Zielmarken. Für 2010 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzzuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT sollte dem Niveau des Jahres 2009 entsprechen.

Im TecDAX ging es für AIXTRON (ISIN DE000A0WMPJ6 / WKN A0WMPJ ) um 1,8 Prozent nach unten. Dabei hat die taiwanische Tekcore mehrere neue AIX G5 HT MOCVD-Anlagen bei dem Technologiekonzern bestellt, um die Produktionskapazitäten für sehr helle LEDs (HB-LEDs) weiter auszubauen. Bechtle (ISIN DE0005158703 / WKN 515870 ) kamen um 2,5 Prozent zurück. Der Konzern hat sich im abgelaufenen Fiskaljahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut behauptet. Der Gesamtumsatz lag mit 1,38 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau von 1,43 Mrd. Euro. Das Nachsteuerergebnis verringerte sich auf 34,3 Mio. Euro, nach 45,4 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt habe man sich im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund des starken Schlussquartals besser als erwartet behaupten können. Für das laufende Fiskaljahr blickt man optimistisch in die Zukunft und geht von einem Wachstum in beiden Geschäftssegmenten IT-E-Commerce und IT-Systemhaus & Managed Services aus. Am Indexende verloren Rofin-Sinar 5 Prozent. Spitzenreiter waren Carl-Zeiss mit einem Plus von 6,7 Prozent.

DAX: 5.982,43 (-0,50 Prozent) MDAX: 7.961,46 (-0,32 Prozent) SDAX: 3.785,76 (-0,23 Prozent) TecDAX: 818,94 (-0,60 Prozent) (19.03.2010/ac/n/m)


 

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