Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne noch ausgebaut. Der
DAX liegt aktuell mit 0,75 Prozent im Plus bei 6.015,53 Punkten. Der MDAX klettert daneben um 0,51 Prozent auf 7.970,98 Zähler.
Beim SDAX ist ein Zuwachs von 0,09 Prozent auf 3.813,57 Stellen auszumachen. Der TecDAX rückt gleichzeitig um 0,21 Prozent vor auf 831,84 Punkte. Der Bund Future gewinnt aktuell 0,21 Prozent auf 123,12 Zähler.
Die US-Futures deuten auf eine leicht positive Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,13 Prozent, der S&P 500 Future 0,22 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,09 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf dürfte insbesondere der US-Erzeugerpreisindex für Aufsehen sorgen.
Siemens (
ISIN DE0007236101 /
WKN 723610 ) gewinnen an der DAX-Spitze mehr als 3 Prozent. Der Industriekonzern will offenbar die IT-Sparte SIS mit harten Einschnitten auf einen möglichen Verkauf vorbereiten. Wie in der Presse zu lesen war, sieht die geplante Restrukturierung einen Stellenabbau im vierstelligen Bereich vor. Alleine in Deutschland werde in Arbeitnehmerkreisen der Abbau von mehr als 1.000 Arbeitsplätzen für möglich gehalten. Die Sparte wurde ausgegliedert und wieder reintegriert, nun soll sie im Juli erneut eine eigenständige Gesellschaft werden. Danach halte sich Siemens alle Optionen offen - ein Verkauf gilt als ebenso möglich wie ein Börsengang. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Commerzbank mit +2,9 Prozent und MAN mit +2,4 Prozent.
Linde (
ISIN DE0006483001 /
WKN 648300 ) rücken um ein knappes Prozent vor. Wie der Technologiekonzern bekannt gab, konnte er den Umsatz- und Ergebnisrückgang im Geschäftsjahr 2009 begrenzen und die Produktivität trotz der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich verbessern. Der Konzernumsatz belief sich auf 11,21 Mrd. Euro und lag damit um 11,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 653 Mio. Euro (Vorjahr: 776 Mio. Euro). Der auf die Aktionäre der Linde AG entfallende Anteil belief sich auf 591 Mio. Euro (Vorjahr: 717 Mio. Euro). Mit Blick auf die aktuellen Konjunkturprognosen erwartet der Konzern aus heutiger Sicht, im Geschäftsjahr 2010 den Konzernumsatz und das Konzernergebnis im Vergleich zum Vorjahr zu steigern. Der Energieversorger RWE (
ISIN DE0007037129 /
WKN 703712 ) gab bekannt, dass deutlich niedrigere Notierungen für Rohöl und Erdgas bei der RWE Dea AG im Geschäftsjahr 2009 zu einem gesunkenen Umsatz und betrieblichen Ergebnis geführt haben. Indes hält man im internationalen Gas- und Ölgeschäft am Wachstumskurs fest. RWE gewinnen 0,4 Prozent.
METRO (
ISIN DE0007257503 /
WKN 725750 ) kommen dagegen um 0,7 Prozent zurück. Der Handelskonzern konnte im Geschäftsjahr 2009 sein Ergebnis vor Sonderfaktoren verbessern. Der Umsatz ging um 3,6 Prozent auf 65,5 Mrd. Euro zurück. Währungsbereinigt stieg der Umsatz jedoch um 0,2 Prozent. Das Periodenergebnis vor Sonderfaktoren stieg um 14,1 Prozent auf 824 Mio. Euro. Nach Minderheiten kletterte das Ergebnis vor Sonderfaktoren um 21,4 Prozent auf 686 Mio. Euro. Volkswagen (
ISIN DE0007664039 /
WKN 766403 ) verlieren am Indexende 1,4 Prozent. Der Sportwagenhersteller Porsche (
ISIN DE000PAH0038 /
WKN PAH003 ) geht aufgrund hoher Einmalaufwendungen im Zuge der gescheiterten Übernahme von Volkswagen für das Fiskaljahr 2009/10 von einem deutlichen Verlust aus. Wie die Zuffenhausener erklärten, lag der Umsatz in den ersten sechs Monaten mit 3,16 Mrd. Euro um 3,7 Prozent über dem Vorjahreswert. Aufgrund struktureller Veränderungen verzeichnete man einen Nachsteuergewinn von 871 Mio. Euro. Unter dem Strich dürfte der Konzernverlust im Gesamtjahr voraussichtlich im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich liegen.
LANXESS (
ISIN DE0005470405 /
WKN 547040 ) verlieren im MDAX 1,4 Prozent. Der Spezialchemie-Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 bei Umsatz und Ergebnis das Vorjahresniveau verfehlt. Der Konzernumsatz ging gegenüber dem Vorjahr um 23,1 Prozent auf 5,06 Mrd. Euro zurück. Das Konzernergebnis fiel von 183 Mio. Euro auf 40 Mio. Euro. Nach einem starken Schlussquartal 2009 blickt LANXESS zuversichtlich ins Geschäftsjahr 2010. Der Baukonzern HOCHTIEF (
ISIN DE0006070006 /
WKN 607000 ) hat in den USA weitere Großaufträge erhalten. Demnach wurde die HOCHTIEF-Tochter Turner in den USA mit drei Neuaufträgen im Gesamtwert von knapp 213 Mio. Euro bedacht. Der Wert legt 1,4 Prozent zu.
Die Deutsche Beteiligungs AG (
ISIN DE0005508105 /
WKN 550810 ) gab bekannt, dass sie im ersten Quartal einen Konzernüberschuss in Höhe von 9,3 Mio. Euro erzielt hat, gegenüber einem Konzernfehlbetrag von 9,0 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr gab der Vorstand keine konkrete Ergebnisprognose. Der Wert verliert im SDAX knapp 2 Prozent.
Drägerwerk (
ISIN DE0005550636 /
WKN 555063 ) rücken im TecDAX um ein knappes Prozent vor. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 mit seinem Turnaround-Programm entscheidende Fortschritte auf dem Weg zu Effizienzsteigerung, Kostensenkung und Erlösverbesserung erzielt. Beim Umsatz erreichte Drägerwerk mit 1,9 Mrd. Euro nahezu den Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss belief sich auf 32,5 Mio. Euro (2008: 49,4 Mio. Euro). Spitzenreiter ist centrotherm mit einem Plus von fast 3 Prozent. Drillisch geben auf der Gegenseite annähernd 3 Prozent ab.
DAX: 6.015,53 (+0,75 Prozent) MDAX: 7.970,98 (+0,51 Prozent) SDAX: 3.813,57 (+0,09 Prozent) TecDAX: 831,84 (+0,21 Prozent) (17.03.2010/ac/n/m)