Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett ist ungebrochen positiv. Der
DAX kann aktuell um 0,71 Prozent vorrücken auf 5.945,75 Punkte. Der MDAX legt daneben 0,97 Prozent zu auf 7.927,40 Zähler.
Für den SDAX geht es um 0,07 Prozent nach oben auf 3.800,75 Stellen. Der TecDAX klettert um 0,41 Prozent auf 830,50 Punkte. Der Bund Future verliert aktuell 0,12 Prozent auf 122,56 Zähler.
Die Konjunkturerwartungen für Deutschland haben sich im März erneut verschlechtert. Wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland um 0,6 Punkte gefallen und liegen nun bei 44,5 Punkten. Damit erwarten die befragten Finanzmarktexperten, dass sich die deutsche Konjunktur auch in den kommenden sechs Monaten langsam von der Wirtschaftskrise erholen wird. Impulse für das Wirtschaftswachstum sehen die Finanzmarktexperten vor allem in den exportorientierten Branchen Maschinenbau, Chemie und Stahl.
Die US-Futures deuten auf einen leicht positiven Start der Wall Street hin. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,04 Prozent, der S&P 500 Future 0,11 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,15 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf werden in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, die Ein- und Ausfuhrpreise und am Abend die Zinsentscheidung der Fed erwartet.
DAX-Spitzenreiter ist Infineon mit einem Plus von 2,6 Prozent. Dahinter ziehen die Commerzbank um 2,4 Prozent und die Deutsche Lufthansa um 1,8 Prozent an. Anteile der Deutschen Bank (
ISIN DE0005140008 /
WKN 514000 ) legen 1,6 Prozent zu. Das Finanzinstitut konnte im Jahr 2009 einen hohen Überschuss erzielen. Die Erträge lagen mit 28,0 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 13,6 Mrd. Euro. Zudem ergab sich ein Gewinn nach Steuern von 5,0 Mrd. Euro im Vergleich zu einem Verlust nach Steuern von 3,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Aktie der Deutschen Post (
ISIN DE0005552004 /
WKN 555200 ) rückt um 1 Prozent vor. Die Bonner konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 die Gewinnzone erreichen. Wie der weltgrößte Logistikdienstleister mitteilte, gingen die Umsatzerlöse infolge stark gesunkener Transportmengen um gut 15 Prozent auf 46,20 Mrd. Euro zurück. Der Konzerngewinn erreichte 644 Mio. Euro (Vorjahr: -1,69 Mrd. Euro). Unter der Voraussetzung, dass sich die Handelsvolumina moderat erholen, erwartet der Konzern für das Jahr 2010 ein Konzern-EBIT vor Einmaleffekten in Höhe von 1,6 bis 1,9 Mrd. Euro.
Für Siemens (
ISIN DE0007236101 /
WKN 723610 ) geht es um 1,5 Prozent nach oben. Presseangaben zufolge ist der Industriekonzern offenbar mit dem Verkauf seiner Hörgerätesparte gescheitert. Den Angaben zufolge hätten die Offerten für Siemens Audiologische Technik (SAT) im Schnitt bei etwa 1,5 Mrd. Euro gelegen, wobei das höchste Angebot auf 1,8 Mrd. Euro beziffert wurde. Damit wurde der von Siemens ursprünglich erhoffte Kaufpreis von 2,5 Mrd. Euro deutlich verfehlt. Offiziell wurde die Entscheidung noch nicht verkündet, damit werde aber in den kommenden Tagen gerechnet.
Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) hat für Februar einen Zuwachs bei den Auto-Neuzulassungen in Europa (EU und EFTA) ermittelt. So erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent auf 974.346 Einheiten. Für Deutschland, den größten Automobilmarkt in Europa, wurde ein Rückgang um 29,8 Prozent auf 194.846 Neuzulassungen gemeldet. Volkswagen (
ISIN DE0007664039 /
WKN 766403 ) gewinnen 1,4 Prozent. Bei dem Autobauer droht einem Pressebericht zufolge erneut Streit im Aufsichtsrat. Demnach bekomme der neue Großaktionär Katar als Gegenleistung für seine Milliardenspritze bei der Rettung des hochverschuldeten Sportwagenbauers Porsche (
ISIN DE000PAH0038 /
WKN PAH003 ) nicht nur einen, sondern gleiche zwei Sitze im Kontrollgremium. Den Familien Porsche und Piëch drohe damit ein herber Rückschlag im Kontrollgremium des Wolfsburger Konzerns. Daimler (
ISIN DE0007100000 /
WKN 710000 ) legen 1,3 Prozent zu. Die Stuttgarter und ihr französischer Konkurrent Renault (
ISIN FR0000131906 /
WKN 893113 ) planen einem Medienbericht zufolge eine Überkreuzbeteiligung via Aktientausch. Dabei sei eine Überkreuzbeteiligung von weniger als 10 Prozent eher unwahrscheinlich. Bislang war bekannt, dass beide Autobauer über eine Kooperation bei Kleinwagen sprechen. BMW liegen nur leicht im Plus.
Im MDAX können HUGO BOSS und GILDEMEISTER jeweils mehr als 3 Prozent zulegen. Der im SDAX gelistete Maschinenbauer KUKA (
ISIN DE0006204407 /
WKN 620440 ) hat heute seine endgültigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 bekannt gegeben. Demnach ging der Konzernumsatz von 1,27 Mrd. Euro auf nun 902,1 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -75,8 Mio. Euro, gegenüber +30,6 Mio. Euro in 2008. Der Wert rückt um 0,7 Prozent vor.
freenet (
ISIN DE000A0Z2ZZ5 /
WKN A0Z2ZZ ) kommen im TecDAX um gut 3 Prozent zurück. Der Telekommunikationskonzern konnte Umsatz und Ergebnis im Geschäftsjahr 2009 deutlich steigern. Den Angaben zufolge erhöhten sich die Erlöse um 31,5 Prozent auf 3,65 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis kletterte von 111,6 Mio. Euro auf 256,5 Mio. Euro. SolarWorld (
ISIN DE0005108401 /
WKN 510840 ) geben ein knappes Prozent ab. Wie der Konzern bekannt gab, werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung aufgrund der nachhaltigen Umsatzsteigerung und der ordentlichen Geschäftsentwicklung 2009 eine erhöhte Dividende von 0,16 (Vorjahr: 0,15) Euro je Aktie vorschlagen. Stärkster Wert ist Wirecard mit einem Aufschlag von 3 Prozent.
DAX: 5.945,75 (+0,71 Prozent) MDAX: 7.927,40 (+0,97 Prozent) SDAX: 3.800,75 (+0,07 Prozent) TecDAX: 830,50 (+0,41 Prozent) (16.03.2010/ac/n/m)