Börse Frankfurt am Mittag: Gewinnmitnahmen, EADS tief .


09.03.10 12:13
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Am Dienstagmittag bestimmen Gewinnmitnahmen das Geschehen auf dem Parkett. Aktuell muss der DAX 0,37 Prozent auf 5.854,39 Punkte abgeben, während der MDAX 1,06 Prozent auf 7.761,49 Zähler abgibt.
Beim SDAX sind derzeit Abschläge von 0,05 Prozent auf 3.768,32 Punkte auszumachen, während der TecDAX 0,57 Prozent auf 823,44 Punkte abgeben muss. Beim Bund-Future ist derzeit ein Plus von 0,02 Prozent auf 124,03 Punkten auszumachen.

Nach dem verhaltenen Wochenauftakt an der Wall Street signalisieren die US-Futures am heutigen Handelstag einen schwächeren Handelsauftakt: Aktuell notiert der Dow Jones-Future mit einem Minus von 25 Punkten, während der S&P500-Future um 3,4 Punkte abgibt. Der NASDAQ 100-Future verliert aktuell 4 Zähler. Am Vorabend hatte der Dow Jones ein Minus von 0,13 Prozent ausgewiesen, während der NASDAQ Composite 0,25 Prozent anziehen konnte. An den asiatischen Leitbörsen waren im Anschluss größtenteils Gewinnmitnahmen auszumachen. So verzeichnete der japanische Nikkei-Index nach den deutlichen Zugewinnen am Montag ein Minus von 0,17 Prozent. Im weiteren Verlauf ist heute mit einem überwiegend ruhigen Handelstag an der Wall Street zu rechnen, da keine relevanten US-Konjunkturdaten zur Veröffentlichung anstehen.

Auf der Unternehmensseite stehen weiterhin die Anteilsscheine der Deutschen Post (ISIN DE0005552004 / WKN 555200 ) im Rampenlicht, nachdem der Logistikkonzern seine Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr vorgelegt hatte. Dabei konnte man mit einem EBIT vor Einmaleffekten von 1,47 Mrd. Euro die im November 2009 erhöhte Prognose von 1,35 Mrd. Euro übertreffen. Zusätzlich zu den operativen Verbesserungen hätten positive Auswirkungen aus dem Postbank-Verkauf sowie geringere Steuern zu einem Anstieg des Konzerngewinns auf 644 Mio. Euro (Vorjahr: -1,7 Mrd. Euro) beigetragen. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine moderate Erholung der weltweiten Transportmengen. Das bereinigte EBIT solle zwischen 1,6 und 1,9 Mrd. Euro liegen, während der Konzerngewinn gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zulegen soll. Bei den Anlegern stößt das Zahlenwerk auf wenig Begeisterung. Aktuell rangiert der Wert mit einem Minus von 1,2 Prozent mit am unteren Ende des DAX. Deutlich schwächer tendieren aktuell außerdem Anteilsscheine der Commerzbank mit einem Abschlag von 1,5 Prozent. Daneben sind bei Salzgitter, der Münchener Rück sowie der Deutschen Bank Abschläge von mehr als 1 Prozent auszumachen.

Wenig besser ist es aktuell um Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) bestellt, wobei die Aktie aktuell 0,9 Prozent abgeben muss. Zuvor hatte der Autobauer angekündigt, dass man sich von der Beteiligung an dem indischen Fahrzeughersteller Tata Motors Ltd. (ISIN US8765685024 / WKN A0DJ9M ) getrennt habe. Dabei habe man durch den Verkauf der Anteile einen erheblichen Kapitalzufluss von ungefähr 300 Mio. Euro erzielt, wobei sich dies im ersten Quartal 2010 beim EBIT mit ungefähr 265 Mio. Euro niederschlagen werde.

An der Spitze präsentieren sich aktuell Anteilsscheine von RWE, die 1,2 Prozent fester tendieren. Auch bei der Fresenius-Familie sind aktuell Zugewinne von 0,4 Prozent auszumachen.

Behauptet präsentiert sich aktuell auch die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508 / WKN 555750 ). Einem Medienbericht zufolge will sich der Telekommunikationsanbieter den Internet-Bezahldienstleister Clickandbuy vollständig einverleiben. Derzeit gewinnt die T-Aktie 0,2 Prozent und rangiert damit im oberen Drittel des DAX. Auch Bayer und Linde können aktuell marginale Zugewinne verbuchen.

Im MDAX richten sich die Blicke auf den Luft- und Raumfahrtkonzern European Aeronautic Defence and Space Co. EADS N.V. (ISIN NL0000235190 / WKN 938914 ). Nach hohen Rückstellungen für den Militärtransporter A400M sowie das Langstreckenflugzeug A380 musste der Konzern einen deutlichen Verlust in Höhe von -763 Mio. (2008: 1,57 Mrd.) Euro für das abgelaufene Fiskaljahr ausweisen. Außerdem wird der Wert durch den ebenfalls bekanntgegebenen Rückzug aus dem Bieterrennen um den milliardenschweren Tankflugzeugauftrag der US-Luftstreitkräfte belastet. Derzeit rangiert die Aktie mit einem Minus von 5 Prozent abgeschlagen am unteren Ende des MDAX. Daneben sind bei der Aareal Bank sowie TUI und Celesio deutliche Kursrückgänge auszumachen.

Tiefrote Zahlen standen auch beim Stahl- und Metalldistributeur Klöckner & Co SE (ISIN DE000KC01000 / WKN KC0100 ) zu Buche. So wurde für das abgelaufene Fiskaljahr unter Berücksichtigung eines positiven Steuereffekts ein Konzernverlust von -186 Mio. Euro (Vorjahr: Konzerngewinn +384 Mio. Euro) ausgewiesen Beim Umsatz wurde ein Rückgang von 42,8 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro verzeichnet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet man zwar eine Nachfrageverbesserung sowie ein deutlich positives operatives Ergebnis (EBITDA). Den Ansprüchen des Unternehmens, eine operative Marge von mindestens 6 Prozent zu erzielen, wird das Ergebnis aber noch nicht genügen, so der Konzern. Bei den Anlegern löste das Zahlenwerk auf eher negative Reaktionen aus. Derzeit verliert die Aktie rund 2,9 Prozent.

Am oberen Ende des MDAX kann sich Bilfinger Berger von den Abschlägen der vergangenen Wochen erholen und legt derzeit 1,6 Prozent zu. Fester präsentieren sich daneben auch Sky Deutschland, BAUER und Wacker Chemie.

Im TecDAX steht die Aktie von Phoenix Solar AG (ISIN DE000A0BVU93 / WKN A0BVU9 ) im Mittelpunkt: Dabei konnte der Solartechnikkonzern im abgelaufenen Fiskaljahr nach vorläufigen Berechnungen einen Gewinn von 8,6 Mio. Euro, nach 23,7 Mio. Euro im Vorjahr ausweisen. Beim Umsatz wurde hingegen ein Plus von 17,5 Prozent 473,0 Mio. Euro verbucht. Vor dem Hintergrund des deutlichen Ergebnisrückgangs werde man eine Dividende von 20 Cent (Vorjahr: 30 Cent) je Aktie vorschlagen. Der Ausblick für das Gesamtjahr fiel hingegen recht überzeugend aus: So erwartet der Vorstand ein stark wachsendes Absatzvolumen, steigende Umsätze sowie eine verbesserte Ertragslage mit deutlich höherem Auslandsanteil. Derzeit kann der Wert 5,4 Prozent zulegen und befindet sich damit an zweiter Stelle. Ebenfalls deutlich fester präsentiert sich SMARTRAC N.V. (ISIN NL0000186633 / WKN A0JEHN ), mit einem Plus von mehr als 5,6 Prozent, nachdem der Konzern am Vorabend mit De La Rue Identity Systems ein Rahmenabkommen für die Bereitstellung von eCover Produkten, einem wesentlichen Bestandteil von biometrischen Pässen, für bestimmte laufende Projekte geschlossen hat. Leichte Aufschläge sind daneben auch bei Drägerwerk sowie Dialog Semi und Wirecard auszumachen.

Am unteren Ende verlieren aktuell Manz 3,3 Prozent, während bei Drillisch und centrotherm Abschläge von jeweils mehr als 2 Prozent auszumachen sind.

DAX: 5.854,39 (-0,37 Prozent) MDAX: 7.761,49 (-1,06 Prozent) SDAX: 3.768,32 (-0,05 Prozent) TecDAX: 823,44 (-0,57 Prozent) (09.03.2010/ac/n/m)


 

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