Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes zeigen sich im Donnerstaghandel auch kurz vor der Zinsentscheidung der EZB mehrheitlich von ihrer freundlichen Seite.
Neben den leicht positiven Vorgaben von der Wall Street stützt dabei auch die sich abzeichnende Lösung der griechischen Schuldenkrise. Der
DAX (
ISIN DE0008469008 /
WKN 846900 ) gewinnt aktuell 0,52 Prozent auf 6.783,95 Punkte, während der MDAX (
ISIN DE0008467416 /
WKN 846741 ) um 0,26 Prozent auf 10.343,22 Stellen steigt. Für den SDAX (
ISIN DE0009653386 /
WKN 965338 ) geht es derweil um 0,33 Prozent auf 4.981,78 Zähler nach oben. Der TecDAX (
ISIN DE0007203275 /
WKN 720327 ) verschlechtert sich um 0,16 Prozent auf 772,39 Punkte. Der Bund-Future notiert unverändert zum Vortag bei 137,84 Punkten, während sich der Euro um 0,02 Prozent auf 1,3250 US-Dollar verteuert.
Die Zahl der Insolvenzen in Deutschland ist im November 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gesunken. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.185 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat schrumpfte die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge damit um 9,5 Prozent. Hierbei entfielen 2.389 auf Unternehmen (-4,4 Prozent) und 10.796 auf andere Schuldner (-10,5 Prozent). Die Verbraucher verbuchten ein Minus von 10,4 Prozent auf 8.673 Insolvenzanträge.
Die Wall Street dürfte heute mit negativen Vorzeichen in den Handel starten. So verschlechtert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,15 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,16 Prozent nach, während der S&P-Future 0,37 Prozent verliert. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Lagerbestände und Umsätze im Großhandel gemeldet.
Im DAX fahren Daimler (
ISIN DE0007100000 /
WKN 710000 ) an der Indexspitze um 3,6 Prozent vor. Der Automobilhersteller konnte im vergangenen Jahr nach vorläufigen und ungeprüften Zahlen Rekordergebnisse erzielen. Dabei wurden 2,1 Millionen Fahrzeuge abgesetzt und damit das Vorjahresniveau um 11 Prozent übertroffen. Der Konzernumsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 106,5 Mrd. Euro. Bereinigt um Wechselkurseffekte war ein Zuwachs von 10 Prozent zu verzeichnen. Das Konzernergebnis erreichte mit 6,03 (Vorjahr: 4,67) Mrd. Euro ebenfalls einen Rekordwert. Das Ergebnis je Aktie betrug 5,32 (Vorjahr: 4,28) Euro. Der Konzern rechnet damit, dass der Absatz im Jahr 2012 insgesamt weiter deutlich steigen und der Umsatz ebenfalls weiter zunehmen wird. Indes wird ein EBIT aus dem laufenden Geschäft in der Größenordnung des Vorjahres angestrebt. Daneben verteuern sich Volkswagen (
ISIN DE0007664039 /
WKN 766403 ) um 1,9 Prozent. Die Konzerntochter AUDI (
ISIN DE0006757008 /
WKN 675700 ) hat im Januar 2012 ein Absatzplus eingefahren. So wurden im Berichtszeitraum weltweit rund 96.100 Automobile abgesetzt, was einem Plus von 0,8 Prozent entspricht.
HeidelbergCement (
ISIN DE0006047004 /
WKN 604700 ) verschlechtern sich indes nach vorläufigen Zahlen zum vierten Quartal um 1 Prozent. Der Umsatz des Baustoffkonzerns verbesserte sich im Schlussquartal um 13,8 Prozent auf 3,28 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Basis wurde ein Umsatzplus von 14,3 Prozent ausgewiesen. Auch beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen verbuchte man einen Anstieg auf 639 Mio. Euro, nach 598 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die entsprechende Marge verringerte sich jedoch auf 19,5 Prozent (Vorjahreswert: 20,7 Prozent). Das operative Ergebnis verbesserte sich im Schlussquartal des Fiskaljahres 2011 auf 410 Mio. Euro, nach 384 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2011 verzeichnete der Baustoffkonzern beim Umsatz einen Anstieg um 9,7 Prozent auf rund 12,9 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen verbesserte sich um 3,6 Prozent auf 2,32 Mrd. Euro, während der operative Gewinn um 3,0 Prozent auf 1,47 Mrd. Euro zulegen konnte. Auf dem letzten Platz verlieren E.ON 2,3 Prozent an Wert.
Im MDAX stehen HUGO BOSS (
ISIN DE0005245534 /
WKN 524553 ) mit einem Zugewinn von 1,6 Prozent im Blickfeld der Anleger. Der Modekonzern veröffentlichte die Kennzahlen des vorläufigen, noch nicht testierten Konzernabschlusses des Jahres 2011. Dabei konnte man Rekordergebnisse erzielen. So stieg der Konzernumsatz im auf vorläufiger Basis auf 2,06 Mrd. Euro, was einer Steigerung von 19 Prozent auf währungsbereinigter Basis und in Berichtswährung entspricht. Das auf die Anteilseigner entfallende Konzernergebnis lag mit 284 Mio. Euro um 53 Prozent über dem Vorjahreswert. Daneben geht es für RHÖN-KLINIKUM (
ISIN DE0007042301 /
WKN 704230 ) um 2,4 Prozent nach oben. Der Klinikbetreiber hat im abgelaufenen Fiskaljahr die konzerneigenen Ziele erreicht. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhten sich die Umsatzerlöse im Gesamtjahr um 3,0 Prozent auf 2,63 Mrd. Euro. Dabei stieg die Zahl der behandelten Patienten um 11,5 Prozent auf 2.277.000. Der Konzerngewinn lag im Berichtszeitraum bei 161 Mio. Euro und übertraf damit den Wert der Vergleichsperiode 2010 um 11,0 Prozent.
AIXTRON (
ISIN DE000A0WMPJ6 /
WKN A0WMPJ ) verbessern sich um 0,4 Prozent. Der Technologiekonzern hat ein strategisches Bündnis mit dem chinesischen Finanzinstitut Minsheng Financial Leasing Co., Ltd. (MSFL) zur gemeinsamen Vermarktung von Leasingprodukten in China geschlossen. Ziel der strategischen Allianz ist es, chinesischen Kunden den Zugang zu AIXTRONs renommierter MOCVD-Technologie zu erleichtern, die dafür die Finanzierungsangebote von Minsheng in Anspruch nehmen können.
Im SDAX legen Dürr (
ISIN DE0005565204 /
WKN 556520 ) um 2,5 Prozent zu, nachdem der Konzern bekannt gab, dass man eine Beteiligung von 15 Prozent an dem holländischen Start-up-Unternehmen HeatMatrix Group BV übernommen hat.
DAX: 6.783,95 (+0,52 Prozent) MDAX: 10.343,22 (+0,26 Prozent) SDAX: 4.981,78 (+0,33 Prozent) TecDAX: 772,39 (-0,16 Prozent) (09.02.2012/ac/n/m)