Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist inzwischen in die Verlustzone gerutscht.
Der
DAX (
ISIN DE0008469008 /
WKN 846900 ) gibt aktuell 0,51 Prozent ab auf 6.175,94 Punkte. Für den MDAX (
ISIN DE0008467416 /
WKN 846741 ) geht es um 0,57 Prozent nach unten auf 8.506,72 Stellen. Der SDAX (
ISIN DE0009653386 /
WKN 965338 ) büßt 0,27 Prozent ein auf 4.143,66 Zähler. Der TecDAX (
ISIN DE0007203275 /
WKN 720327 ) verliert 0,82 Prozent auf 780,59 Punkte. Der Bund Future legt 0,07 Prozent zu auf 127,78 Zähler. Der Euro gewinnt 0,07 Prozent auf 1,2997 Dollar.
Die konjunkturelle Dynamik wird im zweiten Quartal ihren vorläufigen Höchststand erreichen. Dies geht aus dem veröffentlichten DIW-Konjunkturbarometer hervor. Demnach werde die Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal um 1,1 Prozent zulegen - das ist ein Spitzenwert im Euroraum. Für das dritte Quartal signalisiert das DIW-Konjunkturbarometer eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums auf 0,5 Prozent.
Die Wall Street dürfte etwas fester starten. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,10 Prozent, der S&P 500 Future 0,10 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,14 Prozent. In den USA stehen heute die Aufträge langlebiger Güter, die Öllagerbestände und am Abend das Beige Book auf dem Programm. Daneben dürften insbesondere die Zahlen von Boeing, Eastman Kodak und General Dynamics für Aufsehen sorgen.
Die Aktie der Deutschen Börse (
ISIN DE0005810055 /
WKN 581005 ) kann an der DAX-Spitze gut 3 Prozent zulegen. Wie der Börsenbetreiber am Vorabend bekannt gab, hat er seine Erlöse im zweiten Quartal um 9 Prozent auf 564,4 Mio. Euro gesteigert. Der Periodenüberschuss belief sich auf 160,8 Mio. Euro, gegenüber 164,9 Mio. Euro im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen stieg der Periodenüberschuss um 33 Prozent auf 219,9 Mio. Euro. Anteile des Technologiekonzerns Infineon (
ISIN DE0006231004 /
WKN 623100 ) gewinnen daneben 2 Prozent. Infineon hat seine Erlöse im dritten Quartal um 59 Prozent auf 1,21 Mrd. Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss belief sich auf 126 Mio. Euro, gegenüber einem Vorjahresverlust von 23 Mio. Euro. Infineon geht nun davon aus, dass das Umsatzwachstum für das gesamte Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Geschäftsjahr 2009 im mittleren bis hohen 40-Prozent-Bereich liegen wird. Zudem erwartet Infineon nun eine Segmentergebnis-Marge im niedrigen 10-Prozent-Bereich.
Fresenius (
ISIN DE0005785638 /
WKN 578563 ) können leicht zulegen. Der Gesundheitskonzern gab am Vorabend die vorläufigen Zahlen zum ersten Halbjahr bekannt. Zudem erhöhte der Gesundheitskonzern den Ergebnisausblick. Das Konzernergebnis stieg währungsbereinigt um 23 Prozent auf 302 Mio. Euro. Angesichts des ausgezeichneten Ergebnisses im ersten Halbjahr und unter Berücksichtigung der geplanten Einmalaufwendungen hat Fresenius die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr erhöht. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Zulassungsantrag der Merck KGaA (
ISIN DE0006599905 /
WKN 659990 ) für Cladribin-Tabletten als Therapie der schubförmigen Multiplen Sklerose (MS) angenommen und wird ihn im Rahmen eines beschleunigten Verfahrens (Priority Review) prüfen. Merck geben marginal ab. Am Indexende finden sich Papiere der beiden Autobaer Volskwagen (-2,4 Prozent) und BMW (-2,1 Prozent).
Der Bahntechnikkonzern Vossloh (
ISIN DE0007667107 /
WKN 766710 ) hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 14 Prozent auf 683,1 Mio. Euro gesteigert. Der Konzernüberschuss kletterte um 13,1 Prozent auf 50,7 Mio. Euro. Das Unternehmen geht für 2010 nun von einem Umsatz von gut 1,35 Mrd. Euro aus (vorherige Planung: Steigerung auf über 1,3 Mrd. Euro). Vossloh legen im MDAX 0,4 Prozent zu. Der Abfüllanlagenhersteller Krones (
ISIN DE0006335003 /
WKN 633500 ) konnte im ersten Halbjahr von der Erholung der Weltwirtschaft profitieren. Der Umsatz kletterte um 16,4 Prozent auf 1,08 Mrd. Euro. Ferner wuchs das Ergebnis nach Steuern von -16,0 Mio. auf 22,1 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2010 rechnet Krones mit einem Umsatzwachstum von 10 bis 15 Prozent auf 2,10 bis 2,15 Mrd. Euro. Zudem gehe man davon aus, wieder ein nennenswert positives Ergebnis erwirtschaften zu können. Krones geben leicht ab. Wincor Nixdorf (
ISIN DE000A0CAYB2 /
WKN A0CAYB ) verlieren 1,6 Prozent. Der Geldautomatenhersteller musste im dritten Quartal einen Ergebnisrückgang ausweisen, bestätigte jedoch im Anschluss die Prognosen für das Gesamtjahr. Der Umsatz lag mit 520,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 495,6 Mio. Euro. Der Nettogewinn nach Anteilen Dritter verringerte sich auf 19,9 Mio. Euro, nach 22,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Im SDAX stechen KUKA (
ISIN DE0006204407 /
WKN 620440 ) mit einem Plus von fast 4 Prozent ins Auge. Nach der starken Entwicklung im ersten Halbjahr hat der Konzern seine Jahresprognose angehoben. Während der Umsatz auf 480 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 437,7 Mio. Euro) zulegen konnte, wurde beim EBIT nach vorläufigen Berechnungen ein Gewinn von 5 Mio. Euro ausgewiesen, nachdem in der Vorjahresperiode noch ein Minus von 22,8 Mio. Euro zu Buche gestanden hatte. Für Teleplan (
ISIN NL0000229458 /
WKN 916980 ) geht es indes um über 8 Prozent in die Tiefe. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, lag der Umsatz im ersten Halbjahr mit 141,0 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 144,9 Mio. Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich hingegen auf 8,9 Mio. Euro, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Nettogewinn von 7,1 Mio. Euro ausgewiesen hatte. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde indes etwas zurückgenommen.
Der Biotechnologiekonzern MorphoSys (
ISIN DE0006632003 /
WKN 663200 ) verbuchte im ersten Halbjahr einen Ergebnisanstieg. Der Umsatz lag mit 43,5 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 37,9 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Nettogewinn von 5,9 Mio. Euro verbucht, nach 5,0 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. MorphoSys gewinnen im TecDAX 1,7 Prozent. Wirecard (
ISIN DE0007472060 /
WKN 747206 ) geben 1,2 Prozent ab. Der Spezialist für elektronische Zahlungs- und Risikomanagementlösungen meldete am Vorabend, dass er sein zweistelliges Wachstum im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern konnte. Den Angaben zufolge wuchs der Konzernumsatz um rund 20 Prozent auf 124,4 Mio. Euro. Das vorläufige operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um über 21 Prozent auf 33,3 Mio. Euro.
DAX: 6.175,94 (-0,51 Prozent) MDAX: 8.506,72 (-0,57 Prozent) SDAX: 4.143,66 (-0,27 Prozent) TecDAX: 780,59 (-0,82 Prozent) (28.07.2010/ac/n/m)