Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung der deutsche Marktteilnehmer hat sich zum Mittag hin etwas eingetrübt. Nach einem freundlichen Auftakt ist der
DAX kurzzeitig in die Verlustzone gerutscht.
Inzwischen kann der deutsche Leitindex aber wieder um 0,26 Prozent vorrücken auf 5.551,03 Punkte. Der MDAX liegt mit 0,57 Prozent im Plus und steht bei 7.395,45 Zählern. Der SDAX steigt um 0,33 Prozent auf 3.578,34 Stellen. Außerdem gewinnt der TecDAX 0,73 Prozent auf 786,52 Zähler. Der Bund Future verliert zur Stunde 0,30 Prozent auf 123,10 Punkte.
Die Wirtschaft der Eurozone wird im laufenden Jahr voraussichtlich eine moderate Erholung ausweisen. Dies geht aus dem Monatsbericht der Europäischen Zentralbank (EZB) hervor. Zwar sei das Bruttoinlandsprodukt zum Jahreswechsel weiter gewachsen, jedoch dürfte die Erholung unstet verlaufen und der Ausblick sei mit Unsicherheit behaftet. Den weiteren Angaben zufolge bleibe der Inflationsdruck niedrig, deshalb halten die Währungshüter das Leitzinsniveau für angemessen.
Die US-Futures deuten auf eine positive Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,14 Prozent, der S&P 500 Future 0,08 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,16 Prozent. Für Aufsehen dürften heute unter anderem die Zahlen von PepsiCo, Philip Morris und Viacom sorgen. Konjunkturseitig stehen in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, der Einzelhandelsumsatz sowie die Lagerbestände auf dem Programm. Gespannt erwarten die Anleger außerdem den Ausgang des EU-Sondergipfels, von dem man sich ein Rettungspaket für das krisengeschüttelte Griechenland erhofft. Mit einem Ergebnis ist aber wohl erst am Abend zu rechnen.
Fresenius gewinnen nach einem positiven
Analystenkommentar an der DAX-Spitze gut 2 Prozent. Die Aktien der beiden Stahlkocher ThyssenKrupp und Salzgitter legen nach den doch recht deutlichen Vortagesverlusten 1,2 bzw. 1,4 Prozent zu. Daneben rücken unter anderem Bayer um 1,6 Prozent, K+S um 1,3 Prozent und FMC um 1,1 Prozent vor.
Titel der drei Autobauer Daimler (-1,7 Prozent), Volkswagen (-1,4 Prozent) und BMW (-0,6 Prozent) geben recht deutlich ab. Hier belastet eine Meldung aus Frankreich. Wie der Kontrahent Renault (
ISIN FR0000131906 /
WKN 893113 ) mitteilte, hat er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen hohen Verlust erwirtschaftet, was mit einem Einbruch in der weltweiten Automobilindustrie zusammenhängt. Zudem wurde für 2010 ein schwacher Marktausblick gegeben. Am Indexende sackt die Aktie der Deutschen Lufthansa nach enttäuschenden Ergebnissen des französischen Mitbewerbers Air France-KLM um fast 3 Prozent ab.
Die Aktie des Kupferherstellers Aurubis (
ISIN DE0006766504 /
WKN 676650 ) kann im MDAX mehr als 5 Prozent zulegen. Der Konzern ist mit einem unerwartet deutlichen Gewinnplus in das neue Fiskaljahr gestartet. Beim Konzernergebnis wurde ein Überschuss von 90 Mio. Euro verzeichnet, nachdem man im Vorjahreszeitraum einen Fehlbetrag von 98 Mio. Euro verzeichnet hatte. Der Umsatz verbesserte sich auf 2,08 Mrd. Euro, nach 1,49 Mrd. Euro im Vorjahr. Für GILDEMEISTER (
ISIN DE0005878003 /
WKN 587800 ) geht es knapp dahinter um annähernd 5 Prozent nach oben. Der Werkzeugmaschinenhersteller konnte im abgelaufenen Fiskaljahr trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen Gewinn einfahren, sieht für das laufende Geschäftsjahr allerdings noch keine nachhaltige Erholung.
Nach vorläufigen Zahlen hat der Klinikkonzern RHÖN-KLINIKUM (
ISIN DE0007042301 /
WKN 704230 ) im Geschäftsjahr 2009 die Umsatz- und Ergebnisziele erreicht. Die Erlöse stiegen um 8,9 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich wie prognostiziert um 7,4 Prozent auf 131,7 Mio. Euro. Der Wert gewinnt gut 2 Prozent. Bilfinger Berger (
ISIN DE0005909006 /
WKN 590900 ) sind inzwischen deutlich zurückgekommen und gewinnen noch 0,3 Prozent. Der Baukonzern hat im abgelaufenen Fiskaljahr trotz Wirtschaftskrise ein Ergebnis auf Vorjahresniveau erzielt und will seine Aktionäre mit einer Dividendenerhöhung an dem unerwartet stark ausgefallenen Unternehmensergebnis beteiligen. Bereits am Vortag hatte der Konzern die vorläufigen Geschäftszahlen veröffentlicht.
An der TecDAX-Spitze stechen Dialog Semiconductor (
ISIN GB0059822006 /
WKN 927200 ) mit einem Plus von fast 11 Prozent ins Auge. Der Anbieter von Powermanagement-Halbleiterlösungen konnte seine Erlöse im Schlussquartal um 49,5 Prozent auf 77,6 Mio. Dollar steigern. Der Nettogewinn betrug 19,9 Mio. Dollar, nach 4,6 Mio. Dollar im Vorjahr. Dahinter schieben sich centrotherm um 3 Prozent und Bechtle um 2,7 Prozent vor. Weit abgeschlagen folgen QSC mit +1,9 Prozent und Bechtle mit +1,8 Prozent. Der Biotech-Konzern QIAGEN (
ISIN NL0000240000 /
WKN 901626 ) hat mit der amerikanischen Celera (
ISIN US15100E1064 /
WKN A0Q5B0 ) eine Vereinbarung über den Vertrieb eines molekularen Multiplex-Tests von Celera durch QIAGEN geschlossen. Wie weiter bekannt gegeben wurde, erhält QIAGEN durch die Vereinbarung die weltweit exklusiven Vertriebsrechte für den Multiplex-Test, der künftig von Celera produziert werden wird. QIAGEN legen daraufhin 1 Prozent zu. SolarWorld verlieren am Indexende mehr als 3 Prozent.
DAX: 5.551,03 (+0,26 Prozent) MDAX: 7.395,45 (+0,57 Prozent) SDAX: 3.578,34 (+0,33 Prozent) TecDAX: 786,52 (+0,73 Prozent) (11.02.2010/ac/n/m)