Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt hat seine Gewinne zum Mittag hin noch deutlich ausbauen können. Der
DAX liegt aktuell mit 1,36 Prozent im Plus bei 5.573,17 Punkten.
Für den MDAX geht es um 1,78 Prozent nach oben auf 7.418,88 Zähler. Der SDAX klettert um 0,53 Prozent und steht bei 3.575,96 Stellen. Gleichzeitig rückt der TecDAX um 0,52 Prozent vor auf 788,29 Zähler. Der Bund Future verliert aktuell 0,51 Prozent auf 123,35 Punkte.
Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2010 kräftig angezogen. So erhöhte sich der Geschäftsklimaindex auf 101,3 Punkte. Im Vorquartal hatte der Index nur bei 91,0 Zählern und im Vorjahresquartal bei 55,8 Punkten gelegen. Laut Angeben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im November angewachsen. So belief sich die Gesamtzahl auf 13.804 Insolvenzen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Gesamtzahl der gestellten Insolvenzanträge um 10,9 Prozent.
Die Wall Street dürfte etwas fester eröffnen. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,05 Prozent, der S&P 500 Future 0,07 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,25 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf steht in den USA die Handelsbilanz auf der Agenda.
Die Aktie der Deutschen Bank gewinnt an der DAX-Spitze 3,5 Prozent. Papiere der Commerzbank legen 2,2 Prozent zu. Ferner greifen die Anleger verstärkt bei BASF (+2,1 Prozent), der Deutschen Lufthansa (+1,9 Prozent) und Bayer (+1,9 Prozent) zu. Siemens (
ISIN DE0007236101 /
WKN 723610 ) liegen mit gut 1 Prozent vorne. Finanzvorstand Joel Kaeser hat in einem Zeitungsinterview vor allzu großer Aufschwungs-Euphorie gewarnt. Dennoch zeigte er sich "im Großen und Ganzen" zufrieden mit den vorläufigen Indikationen für den Januar, nachdem Siemens im Dezember sehr gute Geschäftsergebnisse erzielt hatte. Die Bewältigung der Krise werde Siemens im Geschäftsjahr viel Geld kosten, ließ Kaeser erkennen. ThyssenKrupp tendieren inzwischen etwas fester. Salzgitter geben dagegen am Indexende 1,2 Prozent ab. Der luxemburgische Mitbewerber ArcelorMittal (
ISIN LU0323134006 /
WKN A0M6U2 ) hat im vierten Quartal wieder einen Gewinn erzielt. Die Erwartungen wurden indes verfehlt.
Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 (
ISIN DE0007771172 /
WKN 777117 ) hat auf Basis vorläufiger Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 sein operatives Jahresergebnis gesteigert und die Konsensusschätzungen übertroffen. Den Angaben zufolge stieg das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA um 3,3 Prozent auf 696,5 Mio. Euro. Die Aktie schießt in der Folge um über 10 Prozent in die Höhe. Bilfinger Berger (
ISIN DE0005909006 /
WKN 590900 ) legen 5,5 Prozent zu. Der Baukonzern hat im abgelaufenen Fiskaljahr besser als erwartet abgeschnitten. Das EBIT erreichte nach vorläufigen Berechnungen 250 Mio. Euro, während das Konzernergebnis 140 Mio. Euro erreichte. Ursprünglich hatte Bilfinger Berger ein EBIT von 210 bis 230 Mio. Euro sowie ein Konzernergebnis im Bereich von 110 bis 120 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Bei Fraport (
ISIN DE0005773303 /
WKN 577330 ) schlägt ein Plus von fast 5 Prozent zu Buche. Der Flughafenbetreiber konnte im Januar einen Anstieg beim Passagieraufkommen in Frankfurt erzielen. Demnach wurden hier insgesamt 3,67 Millionen Passagiere abgefertigt, was einem Plus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Die Konzernflughäfen einschließlich Frankfurt verzeichneten einen Passagierzuwachs von 6,6 Prozent auf 5,03 Millionen Passagiere. Die Aktie des Baustoffkonzerns HeidelbergCement (
ISIN DE0006047004 /
WKN 604700 ) gibt dagegen ein knappes Prozent ab. Wie zuvor bekannt wurde, musste das Unternehmen im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen.
MEDION (
ISIN DE0006605009 /
WKN 660500 ) fallen im SDAX nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 um 1,4 Prozent zurück. Wie der Elektronikhändler mitteilte, wurde ein EBIT von 18,8 Mio. Euro erzielt. Damit bewegte sich das EBIT unter dem Vorjahresniveau von 34,4 Mio. Euro. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr von 1,6 Mrd. Euro auf 1,41 Mrd. Euro.
Roth & Rau (
ISIN DE000A0JCZ51 /
WKN A0JCZ5 ) sacken am TecDAX-Ende um fast 6 Prozent ab. Der Solaranlagenbauer will im Rahmen einer Privatplatzierung knapp 1,4 Millionen Aktien ausgeben. Der Emissionserlös solle zur Stärkung der Bilanzstruktur sowie zur Teilfinanzierung der kürzlich angekündigten Akquisition der OTB Solar verwendet werden. SMARTRAC (
ISIN NL0000186633 /
WKN A0JEHN ) gewinnen ein halbes Prozent. Wie der Hersteller und Zulieferer von RFID-Komponenten bekannt gab, werden am Standort in Manaus (Brasilien) Vorbereitungen für kommende Projekte in den Bereichen elektronische Pässe und Ausweise getroffen. Spitzenreiter sind Rofin-Sinar mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent.
DAX: 5.573,17 (+1,36 Prozent) MDAX: 7.418,88 (+1,78 Prozent) SDAX: 3.575,96 (+0,53 Prozent) TecDAX: 788,29 (+0,52 Prozent) (10.02.2010/ac/n/m)