Börse Frankfurt am Mittag: Schwach, Deutsche Bank nach.


04.02.10 13:33
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Rot ist nach wie vor die bestimmende Farbe auf dem Frankfurter Parkett. Belastet von negativen US-Futures verliert der DAX aktuell 0,56 Prozent auf 5.640,40 Punkte.
Beim MDAX ist ein Abschlag von 0,28 Prozent auf 7.653,88 Zähler auszumachen. Der SDAX büßt daneben 0,10 Prozent ein auf 3.679,46 Stellen. Für den TecDAX geht es um 0,28 Prozent nach unten auf 820,21 Zähler. Der Bund Future gewinnt 0,16 Prozent auf 123,37 Punkte.

Laut Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) sind die Auftragseingänge in der deutschen Industrie im Dezember zurückgegangen. Demnach sank der Auftragseingang nach vorläufigen Berechnungen preis- und saisonbereinigt um 2,3 Prozent. Im Vormonat waren sie abwärts revidiert um 2,7 Prozent gestiegen. In Kürze steht die Zinsentscheidung der EZB zur Bekanntgabe an.

Die US-Futures deuten auf eine etwas schwächere Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,32 Prozent, der S&P 500 Future 0,37 Prozent und NASDAQ 100 Future 0,29 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf werden in den USA Daten zur Arbeitsproduktivität, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieaufträge erwarte. Maßgeblichen Einfluss auf den Handel dürften auch die Ergebnisse von CIGNA, Cisco Systems und Visa haben.

Die Aktie der Deutschen Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000 ) rückt gegen den Trend um 0,6 Prozent vor. Der deutsche Branchenprimus konnte im Gesamtjahr 2009 in die Gewinnzone zurückkehren und einen hohen Milliardengewinn erwirtschaften. Der Nachsteuergewinn stieg demnach auf 5,0 Mrd. Euro, gegenüber einem Verlust von 3,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Im vierten Quartal 2009 erzielte die Großbank einen Gewinn nach Steuern von 1,3 Mrd. Euro. Dem steht ein Verlust nach Steuern von 4,8 Mrd. Euro im Vorjahresquartal gegenüber. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen für 2009 eine Dividende von 0,75 (2008: 0,50) Euro je Aktie vor. Papiere der Commerzbank geben indes aktuell 1,4 Prozent ab.

Gestützt auf eine positive Analystenstudie legen Titel der Deutschen Börse als DAX-Spitzenreiter 2,2 Prozent zu. Daneben greifen die Anleger verstärkt bei der Allianz (+1 Prozent), der Deutschen Telekom (+0,5 Prozent) und SAP (+0,4 Prozent) zu. BASF bröckeln als Schlusslicht um 2,7 Prozent ab. Daneben kommen unter anderem Siemens um 2,3 Prozent, ThyssenKrupp um 2,2 Prozent und die Deutsche Lufthansa um 1,9 Prozent zurück.

Der im MDAX gelistete Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (ISIN NL0000235190 / WKN 938914 ) kann im Streit um den Militärtransporter A400 offenbar auf mehr Geld hoffen. Presseangaben zufolge seien die Staaten offenbar doch bereit, unter dem Strich mehr als die zuletzt genannte Nachzahlung von 2 Mrd. Euro zu leisten. Der endgültige Abschluss der Verträge könnte sich aber noch bis Ende Februar verzögern. Wie EADS bekannt gab, hat Hong Kong Airlines mit Airbus eine Absichtserklärung zum Kauf von sechs A330-200 unterzeichnet. EADS gewinnen zur Stunde 0,4 Prozent. Spitzenreiter ist die Aktie des Hamburger Hafens mit +2,6 Prozent. TUI geben auf der Gegenseite gut 3 Prozent ab.

Die Aktie der Software AG (ISIN DE0003304002 / WKN 330400 ) verliert im TecDAX 3 Prozent. Der Konzern hat im abgelaufenen Fiskaljahr einen Umsatz- und Ergebnisanstieg verbuchen können. Der Gesamtumsatz stieg um 18 Prozent auf 847,4 Mio. Euro. Beim Nettogewinn wurde ein Anstieg auf 140,8 Mio. Euro verzeichnet (Vorjahr: 115,9 Mio. Euro). Für 2010 erwartet die Software AG unter anderem aufgrund der Integration von IDS Scheer weitere Zuwächse und geht von einem währungsbereinigten Umsatzwachstum zwischen 25 und 30 Prozent aus. Zusätzlich soll der Gewinn nach Steuern um 8 bis 12 Prozent erhöht werden. Am Vorabend hatte die Software AG erklärt, dass man eine Verschmelzung mit IDS Scheer anstrebt. SMA Solar (ISIN DE000A0DJ6J9 / WKN A0DJ6J ) kommen um 3,2 Prozent zurück. Wie der Solartechnikkonzern erklärte, wurde gegen seinen Finanzvorstand Pierre-Pascal Urbon ein Ermittlungsverfahren im privaten Bereich eingeleitet. Den Angaben zufolge bestreitet Urbon die gegen ihn erhobenen Vorwürfe. Um jede erdenkliche negative Auswirkung auf die SMA zu vermeiden, habe er darum gebeten, bis zum Abschluss der Ermittlungen beurlaubt zu werden. Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51 / WKN A0JCZ5 ) gewinnen 1,3 Prozent, nachdem der Konzern mit einem chinesischen Unternehmen ein Joint Venture-Abkommen über die Errichtung und den Betrieb von Anlagen zur Herstellung von CdTe-Solarmodulen in China geschlossen hat. An der Indexspitze legen Rofin-Sinar
2,9 Prozent zu.

DAX: 5.640,40 (-0,56 Prozent) MDAX: 7.653,88 (-0,28 Prozent) SDAX: 3.679,46 (-0,10 Prozent) TecDAX: 820,21 (-0,28 Prozent) (04.02.2010/ac/n/m)


 

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