Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung auf dem Frankfurter Parkett ist auch zum Mittag hin frostig. Der
DAX muss aktuell 0,40 Prozent abgeben und notiert bei 5.608,74 Punkten. Der MDAX büßt daneben 0,55 Prozent ein auf 7.507,83 Zähler.
Der SDAX verliert 0,59 Prozent auf 3.605,65 Stellen. Gleichzeitig bröckelt der TecDAX um 0,38 Prozent ab auf 805,25 Zähler. Der Bund Future gewinnt aktuell 0,13 Prozent auf 123,39 Stellen.
Wie das Münchner ifo Institut für Wirtschaftsforschung bekannt gab, ist der an den Finanzmärkten viel beachtete ifo Geschäftsklima-Index für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Januar erneut angestiegen. Demnach erhöhte sich der Index auf 95,8 Punkte, nach 94,6 Punkten im Vormonat. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis haben sich die Importe im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent verbilligt. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Erdöl- und Mineralölerzeugnisse reduzierte sich der Einfuhrpreis-Index im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent. Die Exportpreise gaben im Vorjahresvergleich 0,4 Prozent ab.
Ungeachtet der überzeugenden Zahlen von Apple (
ISIN US0378331005 /
WKN 865985 ), Texas Instruments (
ISIN US8825081040 /
WKN 852654 ) und DuPont (
ISIN US2635341090 /
WKN 852046 ) dürfte die Wall Street schwächer eröffnen. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,38 Prozent, der S&P 500 Future 0,55 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,24 Prozent. Auf der Konjunkturseite steht im weiteren Handelsverlauf das US-Verbrauchervertrauen auf dem Programm.
Die Aktie des Industriekonzerns Siemens (
ISIN DE0007236101 /
WKN 723610 ) gewinnt gegen den Trend annähernd 3 Prozent. Siemens hat im ersten Quartal in fast allen Geschäften trotz sinkender Umsätze die vorgegebenen Renditeziele erreicht. Unternehmensangaben zufolge beliefen sie die Erlöse auf 17,4 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte ist dies im Vergleich zum Vorjahreswert ein Minus von 8 Prozent. Der Auftragseingang sank organisch um 11 Prozent auf 19,0 Mrd. Euro. Dagegen kletterte das Ergebnis der Sektoren um 11 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis verbesserte sich um fast ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro. Siemens erwartet, dass das Ergebnis der Sektoren im Geschäftsjahr 2010 zwischen 6,0 Mrd. Euro und 6,5 Mrd. Euro liegt.
Infineon (
ISIN DE0006231004 /
WKN 623100 ) können nach den Zahlen von Apple und Texas Instruments ein knappes Prozent zulegen. Einem Pressebericht zufolge spitzt sich der Kampf um den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Halbleiterhersteller offenbar zu. Demnach spreche sich die US-Stimmrechtsberatung Riskmetrics gegen den vom Konzern nominierten Aufsichtsratschef Klaus Wucherer aus und favorisiere stattdessen Willi Berchtold, den von den Aktionären vorgeschlagenen Gegenkandidaten. Dem Rat des US-Dienstleisters folgen laut dem Bericht die meisten angelsächsischen Anleger, die einen großen Teil der Infineon-Aktien halten. Papiere der Münchener Rück (
ISIN DE0008430026 /
WKN 843002 ) gewinnen daneben 0,7 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass der US-Milliardär Warren Buffett mit 3,045 Prozent der Anteilsscheine neuer Großaktionär des Rückversicherers ist.
Auf der Gegenseite verlieren Papiere der Deutschen Börse 3,4 Prozent. Einen weiten Bogen machen die Anleger unter anderem auch um MAN (-2,8 Prozent). Laut Angaben der ACEA lagen die Nutzfahrzeug-Neuzulassungen in Europa im Dezember mit 146.516 Einheiten um 10,6 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Gesamtjahr gingen die Nfz-Neuzulassungen um insgesamt 32,4 Prozent auf 1.706.996 Einheiten zurück.
Einem Pressebericht zufolge will die Bundesregierung offenbar für den umstrittenen Militärtransporter A400M des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) bürgen, um die Finanzierung des Projekts doch noch möglich zu machen. Demnach werde derzeit anstelle zusätzlicher Geldzahlungen die Bereitstellung einer staatlichen Bürgschaft geprüft. Damit könnte der EADS-Konzern mit seiner Airbus-Tochter kostengünstig Kredite aufnehmen, und die Bundesregierung würde eine direkte Belastung des Bundeshaushalts verhindern. EADS legen im MDAX leicht zu. An der Spitze thronen Wacker Chemie mit +1,9 Prozent.
Stärkster Wert im TecDAX sind Wirecard mit einem Zuwachs von 1,7 Prozent. Dahinter gewinnen SMARTRAC 1,4 Prozent und Q-Cells 0,9 Prozent. Evotec geben als Schlusslicht 3,6 Prozent ab. Conergy verlieren nach den kräftigen Vortagesgewinnen 2,7 Prozent.
DAX: 5.608,74 (-0,40 Prozent) MDAX: 7.507,83 (-0,55 Prozent) SDAX: 3.605,65 (-0,59 Prozent) TecDAX: 805,25 (-0,38 Prozent) (26.01.2010/ac/n/m)