Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Belastet von schwachen Vorgaben aus Übersee ist der deutsche Aktienmarkt mit Verlusten in die Sitzung gestartet. Inzwischen hat sich die Stimmung allerdings deutlich aufgehellt.
Beim
DAX ist zur Stunde ein Plus von 0,24 Prozent auf 4.878,37 Punkte auszumachen. Der MDAX verliert 0,07 Prozent und notiert bei 5.680,72 Zählern. Der SDAX büßt 0,15 Prozent auf 2.815,36 Punkte ein. Für den TecDAX geht es um 0,17 Prozent nach oben auf 604,51 Zähler. Der Bund Future verliert 0,25 Prozent auf 120,70 Punkte.
Die Wall Street litt gestern unter den angekündigten Kapitalmaßnahmen mehrerer Finanzinstitute. Der Dow Jones gab am Ende 1,8 Prozent ab. In Tokio verlor der Nikkei heute 1,6 Prozent. In den USA steht am Nachmittag die Handelsbilanz auf dem Programm.
Wie die Deutsche Börse gestern Abend mitteilte, sanken ihre Erlöse im Auftaktquartal um 16 Prozent auf 539,8 Mio. Euro. Der Konzern-Periodenüberschuss verringerte sich dabei um 32 Prozent auf 205,9 Mio. Euro. Die Erwartungen konnten damit übertroffen werden. Die Aktie gewinnt an der DAX-Spitze 2,8 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Deutsche Telekom und adidas mit Zuwächsen von 2,6 bzw. 1,9 Prozent. Auf der anderen Seite gibt die Münchener Rück knapp 2 Prozent ab. Deutlich schwächer präsentieren sich außerdem die Deutsche Bank, K+S und RWE.
Die Krise hat auch EADS schwer zu schaffen gemacht. Der Luft- und Raumfahrtkonzern meldete heute, dass Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zurückgegangen sind. EADS verwies dabei unter anderem auf Wechselkurseffekte und Aufwendungen im A400M-Programm. Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 8,47 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis brach um 40 Prozent ein auf 170 Mio. Euro. Der Auftragseingang erreichte einen Wert von 9,33 Mrd. Euro, nach 39,27 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Aktie verliert im MDAX knapp 5 Prozent. Papiere des Flughafenbetreibers Fraport sacken daneben um 5,5 Prozent ab. Wie der Konzern heute erklärte, nahm der Konzernumsatz im Auftaktquartal um 14,4 Prozent ab auf 452 Mio. Euro. Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug der Umsatzrückgang 1,5 Prozent. Das Konzernergebnis sank um 25,4 Prozent auf 22,3 Mio. Euro.
Titel des Maschinenbaukonzerns KUKA, der angesichts der schwierigen Situation in der Automobilindustrie im ersten Quartal einen Verlust ausweisen musste, liegen leicht im Minus. Das Nachsteuerergebnis lag bei -1,8 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 9,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse sanken um 19 Prozent auf 227 Mio. Euro. Dagegen können Douglas leicht zulegen. Der Nettoumsatz des Handelskonzerns stieg im ersten Halbjahr um 1,9 Prozent auf fast 1,8 Mrd. Euro. Auf vergleichbarer Fläche blieben die Umsätze um 2,1 Prozent hinter dem Vorjahr zurück. Der Konzernüberschuss verringerte sich von 88,8 Mio. Euro auf 73,5 Mio. Euro.
Im TecDAX ziehen SOLON die Blicke auf sich. Der Hersteller von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen gab heute bekannt, dass er das erste Quartal mit einem Verlust beendet hat. Der lange, strenge Winter in Süddeutschland habe sich dabei negativ auf die Nachfrage nach Solaranlagen ausgewirkt, ebenso wie die nach wie vor deutlich eingeschränkte Verfügbarkeit von Mitteln zur Finanzierung größerer Photovoltaikprojekte. Die Aktie sackt am Indexende um fast 6 Prozent ab. Q-Cells liegen indes unverändert im Handel. Umsatz und Ergebnis des Solarkonzerns sind im ersten Quartal gesunken. Eine genaue Prognose für das Gesamtjahr erachtet das Unternehmen weiterhin als schwierig. SMARTRAC gewinnen gut 1 Prozent. Der Hersteller und Zulieferer von RFID-Komponenten hat in den ersten drei Monaten trotz gestiegener Erlöse weniger verdient. An der Indexspitze gewinnen Drägerwerk und Phoenix Solar jeweils mehr als 3 Prozent.
DAX: 4.878,37 (+0,24 Prozent) MDAX: 5.680,72 (-0,07 Prozent) SDAX: 2.815,36 (-0,15 Prozent) TecDAX: 604,51 (+0,17 Prozent) (12.05.2009/ac/n/m)