Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach der fulminanten Vortagesentwicklung ist der deutsche Aktienmarkt mit leichten Abschlägen in den Tag gestartet.
Der
DAX (
ISIN DE0008469008 /
WKN 846900 ) verliert aktuell 0,40 Prozent auf 6.059,37 Punkte. Der MDAX (
ISIN DE0008467416 /
WKN 846741 ) kommt um 0,03 Prozent zurück auf 8.389,57 Stellen. Für den SDAX (
ISIN DE0009653386 /
WKN 965338 ) geht es um 0,19 Prozent nach unten auf 4.168,35 Zähler. Der TecDAX (
ISIN DE0007203275 /
WKN 720327 ) büßt marginal ein auf 759,17 Punkte. Der Bund Future gewinnt 0,11 Prozent auf 133,37 Zähler. Der Euro verliert 0,01 Prozent auf 1,2794 Dollar.
Die Wall Street konnte gestern nach unerwartet positiven Konjunkturdaten mit kräftigen Aufschlägen in den Feierabend gehen. Schon zum Auftakt sorgten starke Konjunkturdaten aus China und Australien für gute Stimmung. Nach der Bekanntgabe des ISM-Einkaufsmanagerindex konnten die US-Börsen ihre anfänglichen Gewinne nochmals deutlich ausbauen. Der Nikkei-Index schloss heute mit 1,5 Prozent im Plus. Konjunkturseitig werden heute aus der EU Daten zum BIP und das EZB-Sitzungsergebnis sowie aus den USA die Arbeitsproduktivität, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die Industrieaufträge und die anstehenden Hausverkäufe erwartet.
Der Autobauer Daimler (
ISIN DE0007100000 /
WKN 710000 ) konnte seinen Absatz in den USA im August um 7,4 Prozent auf 20.122 Fahrzeuge steigern. Die Daimler-Aktie gewinnt an der DAX-Spitze 0,8 Prozent. Dagegen hat der Konkurrent BMW (
ISIN DE0005190003 /
WKN 519000 ) in den USA im August einen leichten Absatzrückgang verbucht. Unternehmensangaben zufolge sank der Absatz um 1,6 Prozent auf 23.965 Fahrzeuge. Der Wert legt aktuell 0,4 Prozent zu. Wie Volkswagen (
ISIN DE0007664039 /
WKN 766403 ) bekannt gab, ging der Absatz in den USA im letzten Monat um 7,9 Prozent auf 22.855 Fahrzeuge zurück. Allerdings hatte im Vorjahreszeitraum das staatliche Konjunkturprogramm "Cash for Clunkers" für einen kräftigen Absatzschub am Automarkt gesorgt. VW geben aktuell leicht ab.
Der Vorstandschef des Energieversorgers RWE (
ISIN DE0007037129 /
WKN 703712 ), Jürgen Großmann, plant einem Medienbericht zufolge einen Umbau des Konzerns. Demnach wolle Großmann die deutschen Vertriebs- und Netzaktivitäten in einer Deutschland AG bündeln. Die Gründung der Deutschland AG sei aber erst der erste Schritt in einem größeren Plan. Großmann wolle RWE mittelfristig in eine Societas Europaea (SE) umwandeln. Dabei will er den kommunalen Aktionären anbieten, ihren Anteil am Konzern in eine größere Beteiligung an der Deutschland AG zu tauschen. Noch sträuben diese sich aber, hieß es weiter. RWE verlieren 0,6 Prozent. Ähnliche Abschläge sind bei der Deutschen Börse (
ISIN DE0005810055 /
WKN 581005 ) auszumachen. Wie der Börsenbetreiber bekannt gab, wurden im August auf Xetra und dem Parkett der Börse Frankfurt 89,7 Mrd. Euro umgesetzt - ein Anstieg von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Papiere der Deutschen Bank verlieren am DAX-Ende 1,6 Prozent.
Schwächster Wert im MDAX ist Fielmann mit einem Abschlag von 1,9 Prozent. Wincor Nixdorf rücken auf der Gegenseite um 2,5 Prozent vor. Im TecDAX verteuern sich Manz an erster Stelle um 1,6 Prozent. JENOPTIK sacken dagegen um 1,7 Prozent ab.
DAX: 6.059,37 (-0,40 Prozent) MDAX: 8.389,57 (-0,03 Prozent) SDAX: 4.168,35 (-0,19 Prozent) TecDAX: 759,17 (-0,00 Prozent) (02.09.2010/ac/n/m)