Börse Frankfurt am Morgen: Gewinnmitnahmen, IVG im H.


18.03.10 10:20
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach den Gewinnen der vergangenen Tage halten sich die deutschen Marktteilnehmer am Donnerstagmorgen mit Engagements zurück. Der DAX gibt aktuell 0,15 Prozent ab auf 6.015,54 Punkte.
Der MDAX liegt mit 0,06 Prozent im Minus bei 8.011,04 Zählern. Für den SDAX geht es um 0,26 Prozent nach unten auf 3.795,89 Stellen. Der TecDAX büßt daneben 0,42 Prozent ein auf 827,71 Punkte. Der Bund Future gewinnt aktuell 0,04 Prozent auf 123,21 Zähler.

Die Wall Street konnte am Vorabend mäßige Gewinne für sich verbuchen. Der Dow Jones schloss am Ende mit einem halben Prozent im Plus. Die Tageshöchststände hatten damit allerdings keinen Bestand. Der Sportartikelhersteller Nike (ISIN US6541061031 / WKN 866993 ) gab nachbörslich die Zahlen zum dritten Fiskalquartal bekannt. Die Erlöse konnten um 7 Prozent auf 4,7 Mrd. Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn wurde auf 496 Mio. Dollar mehr als verdoppelt. Die Markterwartungen wurden damit übertroffen. Für den Nikkei-Index ging es heute in Tokio um rund 1 Prozent nach unten. Am Nachmittag stehen in den USA die Verbraucherpreise, die Leistungsbilanz, die Frühindikatoren und der Philly Fed Index auf der Agenda.

Gestützt auf die starken Zahlen des US-Konkurrenten Nike legen adidas als DAX-Spitzenreiter knapp 2 Prozent zu. Auf den Plätzen zwei und drei gewinnen die Deutsche Lufthansa 1,3 Prozent und Linde 1 Prozent. Der Pharmakonzern Merck KGaA (ISIN DE0006599905 / WKN 659990 ) hat eine milliardenschwere Euro-Anleihe erfolgreich begeben. Der Emissionserlös diene der Finanzierung der jüngst angekündigten Akquisition des US-Konzerns Millipore. Die Aktie gewinnt 0,4 Prozent. Schwächster Wert ist Bayer mit einem Abschlag von 1,2 Prozent. Daneben büßen unter anderem SAP 0,7 Prozent, Siemens 0,6 Prozent und Volkswagen ebenfalls 0,6 Prozent ein.

IVG (ISIN DE0006205701 / WKN 620570 ) schießen im MDAX um rund 9 Prozent in die Höhe. Wie zuvor bekannt wurde, wird die Mann Immobilien-Verwaltung AG neuer Großaktionär des Immobilienkonzerns. Mann habe 18,4 Prozent der IVG-Aktien von Solidas 3, den ehemaligen Gesellschaftern des Bankhauses Sal. Oppenheim, erworben. Der Vollzug des Kaufvertrages stehe noch unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. Das globale Geschäft des Baustoffkonzerns HeidelbergCement (ISIN DE0006047004 / WKN 604700 ) war im Jahr 2009 durch die Wirtschaftskrise geprägt, weshalb sich Umsatz und Gewinn rückläufig entwickelten. Wie der Konzern erklärte, sank der Konzernumsatz um 21,6 Prozent auf 11,12 Mrd. Euro. Das Jahresergebnis wurde durch einmalige Sondereffekte von insgesamt etwa 790 Mio. Euro erheblich belastet. Dennoch ergab sich ein Jahresüberschuss von 168 Mio. Euro, nach einem Vorjahresgewinn von 1,92 Mrd. Euro. Die Dividende soll mit 0,12 Euro pro Aktie im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben. Die Aktie gewinnt 0,6 Prozent. Am Indexende kommen SGL CARBON (ISIN DE0007235301 / WKN 723530 ) um über 3 Prozent zurück. Umsatz und Ergebnis des Herstellers von Produkten aus Carbon lagen 2009 unter dem Vorjahresniveau. Die Erlöse sanken aufgrund der Wirtschaftskrise und des damit verbundenen Nachfrageeinbruchs in vielen Kundenindustrien um 24 Prozent auf 1,23 Mrd. Euro. Dennoch wurde ein operatives Ergebnis (EBIT) von 110,4 Mio. Euro vor Sonderabschreibung (74 Mio. Euro) erzielt (Vorjahr: 305,9 Mio. Euro). Das Nachsteuerergebnis sank durch die Sonderabschreibung sowie aufgrund von Wertberichtigungen bei aktiven latenten Steuern auf -60,3 Mio. Euro (Vorjahr: 190,5 Mio. Euro).

Der im SDAX gelistete Motorenhersteller DEUTZ (ISIN DE0006305006 / WKN 630500 ) teilte mit, dass er im vergangenen Geschäftsjahr konjunkturbedingt einen starken Einbruch verkraften musste. Der Motorenabsatz hat sich mit 117.961 Stück etwas mehr als halbiert. Durch eine positive Mixverschiebung hin zu größeren Motoren fiel der Umsatzrückgang mit 42,2 Prozent deutlich moderater aus und lag zum Jahresende bei 863,4 Mio. Euro. Das Konzernergebnis fiel von -4,2 Mio. Euro auf -119,8 Mio. Euro. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit Absatz- und Umsatzzahlen deutlich über dem Vorjahresniveau und einem positiven operativen Ergebnis. Der Wert gibt aktuell 1,3 Prozent ab.

Drillisch verlieren als Schlusslicht im TecDAX 2,5 Prozent. Daneben büßen unter anderem die Software AG 1,5 Prozent, Manz 0,7 Prozent und AIXTRON ebenfalls 0,7 Prozent ein. An der Spitze legen Bechtle 1,4 Prozent zu.

DAX: 6.015,54 (-0,15 Prozent) MDAX: 8.011,04 (-0,06 Prozent) SDAX: 3.795,89 (-0,26 Prozent) TecDAX: 827,71 (-0,42 Prozent) (18.03.2010/ac/n/m)


 

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