Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte können am Freitagmorgen mehrheitlich zulegen. Für den
DAX geht es aktuell um 0,35 Prozent nach oben auf 6.033,58 Punkte. Der MDAX rückt daneben um 0,45 Prozent vor auf 8.022,94 Stellen.
Beim SDAX ist ein Plus von 0,10 Prozent auf 3.798,00 Zähler auszumachen. Der TecDAX klettert gleichzeitig um 0,44 Prozent und steht bei 827,54 Punkten. Der Bund Future verliert aktuell 0,10 Prozent auf 122,96 Zähler. Der Euro befindet sich weiter auf Talfahrt und kostet aktuell weniger als 1,36 Dollar.
Der Rückgang der Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte hat sich im Februar mit vermindertem Tempo fortgesetzt. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vorjahresmonat fiel der Index um 2,9 Prozent. Im Januar 2010 hatte die Jahresveränderungsrate bei -3,4 Prozent und im Februar 2009 bei +0,9 Prozent gelegen.
Die US-Börsen konnten gestern nach Handelsschluss in Deutschland noch Boden gutmachen. Der Standardwerteindex Dow Jones schloss am Ende mit 0,4 Prozent im Plus. Der Nikkei-Index zog heute in Tokio um 0,8 Prozent an. Das weitere Handelsgeschehen dürfte insbesondere durch den großen Verfall an der Terminbörse Eurex bestimmt werden.
An der Spitze des deutschen Leitindex rangieren Papiere der Commerzbank mit einem Plus von 1,1 Prozent. Nur knapp dahinter folgen Volkswagen und die Deutsche Börse. Die Aktie der Allianz gewinnt nach der Vorlage des Geschäftberichts für 2009, der jedoch bereits weitgehend bekannt war, ein halbes Prozent. Am Indexende geben Siemens leicht ab.
Im MDAX stechen Pfleiderer (
ISIN DE0006764749 /
WKN 676474 ) mit einem Minus von über 8 Prozent ins Auge. Wie der Hersteller von Holzwerkstoffen, Oberflächenveredelungen und Laminatfußböden mitteilte, sank der Umsatz im Jahr 2009 um 20,4 Prozent auf 1,38 Mrd. Euro. Nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter und der Hybridkapitalgeber entfällt auf die Aktionäre der Pfleiderer AG ein Ergebnis von -69,8 Mio. Euro, verglichen mit 5,8 Mio. Euro im Vorjahr. Das Unternehmen rechnet frühestens ab dem zweiten Halbjahr 2010 mit einer Ergebnisverbesserung. Man geht deshalb auch für das laufende Geschäftsjahr von einem Verlust auf Ebene des Nachsteuer-Ergebnisses aus. Daneben knüpfen SGL CARBON an die schwache Vortagesentwicklung an. Aktuell geht es hier um über 2 Prozent nach unten. STADA gewinnen auf der Gegenseite knapp 2 Prozent.
Biotest (
ISIN DE0005227235 /
WKN 522723 ) gewinnen im SDAX 0,6 Prozent. Der Anbieter von Plasmaproteinen und diagnostischen Erzeugnissen in der Mikrobiologie konnte nach endgültigen Zahlen im Geschäftsjahr 2009 ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen. Die Erlöse stiegen um gut 14 Prozent auf 440,2 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) kletterte um 4,2 Prozent auf 61,5 Mio. Euro und das Vorsteuerergebnis (EBT) um 7,7 Prozent auf 49,0 Mio. Euro. Damit übertraf Biotest bei Umsatz und Ergebnis die eigenen Zielmarken. Für 2010 rechnet der Vorstand mit einem Umsatzzuwachs im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das EBIT sollte dem Niveau des Jahres 2009 entsprechen.
Der Technologiekonzern AIXTRON (
ISIN DE000A0WMPJ6 /
WKN A0WMPJ ) meldete heute, dass die taiwanische Tekcore mehrere neue AIX G5 HT MOCVD-Anlagen bestellt hat, um die Produktionskapazitäten für sehr helle LEDs (HB-LEDs) weiter auszubauen. Der Wert gewinnt im TecDAX 1,2 Prozent. Stärkster Wert ist centrotherm mit einem Aufschlag von 4 Prozent. Rofin-Sinar geben am Indexende rund 1 Prozent ab.
DAX: 6.033,58 (+0,35 Prozent) MDAX: 8.022,94 (+0,45 Prozent) SDAX: 3.798,00 (+0,10 Prozent) TecDAX: 827,54 (+0,44 Prozent) (19.03.2010/ac/n/m)