Börsen in Asien: Auf Talfahrt, KDDI brechen ein


26.01.10 12:39
Meldung
 
Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen sind am Dienstag deutlich unter die Räder gekommen. Hintergrund waren erneut Sorgen vor einer restriktiveren Geldpolitik der chinesischen Notenbank. Der Shanghai Composite verlor 2,4 Prozent.
Für den Hang Seng ging es ebenfalls um 2,4 Prozent in die Tiefe. Der KOSPI bröckelte in Seoul um 2 Prozent ab. Laut Angaben der Bank of Korea (BoK) hat die südkoreanische Wirtschaft im vierten Quartal 2009 ein deutlich schwächeres Wachstum erzielt. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Land der Morgenstille um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal erhöht, während Volkswirte mit einem Plus von 0,5 Prozent gerechnet hatten. Davor war die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal um 3,2 Prozent angewachsen.

Der japanische Nikkei-Index brach heute in Tokio um 1,78 Prozent ein auf 10.325,28 Punkte. Der marktbreitere TOPIX verlor daneben sogar 1,95 Prozent auf 916,40 Zähler. Der Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) hat einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft bei 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Wie nach Börsenschluss bekannt wurde, hat sich die US-Ratingagentur Standard & Poors (S&P) negativ bezüglich der Bonitätseinschätzung Japans geäußert. Damit ist neben Griechenland, Spanien und Irland eine weitere westliche Industrienation von einer möglichen Abstufung der Bonitätseinstufung bedroht. In diesem Falle müsste Japan dann deutlich höhere Zinsen bei der Ausgabe von Staatsanleihen bezahlen.

Der DAXglobal Asia, der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, sackt aktuell um 1,60 Prozent ab auf 276,36 Punkte.

Exportabhängige Werte litten in Tokio unter der anhaltenden Yen-Stärke. Einem Pressebericht zufolge dürfte der Chip- und Elektronikkonzern Toshiba (ISIN JP3592200004 / WKN 853676 ) im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal voraussichtlich einen operativen Gewinn von rund 10 Mrd. Japanischen Yen (JPY) verbucht haben, nach einem Verlust in Höhe von 158,8 Mrd. JPY im Vorjahr. Die Erlöse dürften sich um 7 Prozent auf etwa 1,6 Bio. JPY verbessert haben. Zurückzuführen sei die positive Entwicklung mitunter auf eine Erholung im Bereich Flash-Speicherchips. Die Aktie von Toshiba verlor dennoch 4,3 Prozent.

Daneben kamen unter anderem Sony um 4,8 Prozent und Panasonic um 5,3 Prozent zurück. Canon verloren 1,6 Prozent, Nikon 1,9 Prozent und Olympus ebenfalls 1,9 Prozent. Trotz besser als erwarteter Ergebnisse von Apple und Texas Instruments büßten außerdem Elpida Memory 2,2 Prozent, Tokyo Electron 2,1 Prozent und Advantest 1,8 Prozent ein.

Um fast 9 Prozent in die Tiefe ging es für Papiere des Mobilfunkbetreibers KDDI (ISIN JP3496400007 / WKN 887603 ). Wie der Konzern am Montag bekannt gab, hat er im dritten Geschäftsquartal einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen müssen. Zudem wurde die Nettogewinnprognose gesenkt. Softbank verloren daneben 3,2 Prozent und NTT DoCoMo 0,7 Prozent.

Die Aktie des größten chinesischen Stahlkonzerns Baoshan Iron & Steel schloss in Shanghai mit 3 Prozent im Minus. Daneben fielen mitunter PetroChina um 1,8 Prozent und Jiangxi Copper um 2,6 Prozent zurück. Umsatzspitzenreiter in Hongkong war China Life mit einem Abschlag von 4 Prozent. Ping An gaben sogar mehr als 5 Prozent ab. Daneben verbilligten sich CCB um 2,9 Prozent, ICBC um 3,4 Prozent und Bank of China ebenfalls um 3,4 Prozent.

Nikkei 225 (Japan): 10.325,28 (-1,78 Prozent) TOPIX (Japan): 916,40 (-1,95 Prozent) Hang Seng (China): 20.109,33 (-2,38 Prozent) Shanghai Composite (China): 3.019,39 (-2,42 Prozent) SET-Index (Thailand): 701,66 (-1,23 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.637,34 (-1,97 Prozent) SENSEX (Indien): 16.780,46 TAIEX (Taiwan): 7.598,81 (-3,48 Prozent) JSX (Indonesien): 2.578,42 (-0,75 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 8.610,54 (-1,35 Prozent) STI (Singapur): 2.740,33 (-2,54 Prozent) PSEi (Philippinen): 2.955,70 (-0,41 Prozent) (26.01.2010/ac/n/m)


 

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