Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach den jüngsten Kursverlusten konnten die größten Börsen in Asien am heutigen Dienstag technisch bedingt deutlich zulegen.
Ungeachtet der schwachen Vorgaben der New Yorker Leitbörse schoss der Hang Seng um mehr als 14 Prozent in die Höhe. Der KOSPI schloss in Seoul mit über 5 Prozent im Plus. Daneben gewann der japanische Leitindex Nikkei 6,41 Prozent auf 7.621,92 Punkte. Kurzzeitig notierte das Aktienbarometer knapp unter der 7.000er Marke. Der marktbreitere TOPIX gewann 5,03 Prozent auf 784,03 Zähler.
Die Aktie des Automobilherstellers Honda zog dabei um 14 Prozent an. Nach Börsenschluss meldete der Konzern dann einen drastischen Gewinneinbruch für das abgelaufene Quartal. Außerdem wurde der Ausblick deutlich zurückgenommen. Weitere Gewinner waren Toyota (+7,8 Prozent), Mazda (+6,7 Prozent), Nissan (+4,7 Prozent) und Mitsubishi (+15,7 Prozent).
Deutlich nach oben ging es auch für Werte aus dem Stahlsektor. Unter anderem schoben sich Nippon Steel um 20,5 Prozent, JFE um 15,5 Prozent und Sumitomo Metal um 11,8 Prozent nach oben.
Papiere des Konsumelektronik-Herstellers Panasonic kletterten im Vorfeld der nachbörslich veröffentlichten Ergebnisse um gut 12 Prozent. Verstärkt gesucht waren außerdem Sony (+9,6 Prozent), Nikon (+10,7 Prozent), Advantest (+11 Prozent) und Fujitsu (+10,6 Prozent). Gegen den positiven Trend brachen Elpida Memory um 18,6 Prozent ein. Der Titel hat damit im laufenden Jahr fast 90 Prozent an Wert verloren.
Deutlich rote Vorzeichen waren im Immobiliensektor auszumachen. Hier gaben unter anderem Mitsui Fudosan 15 Prozent und Mitsubishi Estate 12,2 Prozent ab. Titel der Großbank Mitsubishi UFJ Financial, die gestern eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 990 Mrd. Japanischen Yen angekündigt hat, schlossen mit 5,5 Prozent im Minus. Außerdem sackten Mizuho Financial um 6,6 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial um 13 Prozent ab.
An der Hongkonger Börse legten China Life als Umsatzspitzenreiter 13,9 Prozent zu. Im Bankensektor gewannen HSBC 20 Prozent, CCB 23,3 Prozent, ICBC 16,4 Prozent und die Bank of China 22,2 Prozent.
Nikkei 225: 7.621,92 (+6,41 Prozent)
TOPIX: 784,03 (+5,03 Prozent)
China:
Hang Seng: 12.596,29 (+14,35 Prozent)
Shanghai Composite: 1.771,82 (+2,81 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 398,04 (+2,74 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 999,16 (+5,57 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die japanische Panasonic Corp. (
ISIN JP3866800000 /
WKN 853666 ), der weltgrößte Hersteller von Konsumelektronik, meldete heute nach Börsenschluss, dass sie im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet hat, was mit der Stärke des Japanischen Yen zusammenhängt. Der Nettogewinn fiel demnach um 16 Prozent. Das operative Ergebnis sank um 19 Prozent. Der Umsatz fiel um 4 Prozent. Der Konzern führt das Umsatzminus unter anderem auf die Entkonsolidierung der Victor Co. of Japan Ltd. (JVC) zurück. Für das laufende Fiskaljahr wurde der Ausblick indes bestätigt.
Die Honda Motor Co. Ltd. (
ISIN JP3854600008 /
WKN 853226 ), der zweitgrößte Automobilhersteller in Japan, gab heute nach Börsenschluss bekannt, dass ihr Nettogewinn im zweiten Quartal um 40,9 Prozent eingebrochen ist, was auf die Stärke des Japanischen Yen und schwache Verkäufe in den USA und Europa zurückzuführen ist. Der operative Gewinn lag um 48 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 4,9 Prozent. Der Absatz nahm leicht um 0,2 Prozent ab auf 935.000 Fahrzeuge. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine Nettogewinnprognose und die operative Ergebnisschätzung gesenkt. Die Umsatzschätzung wurde ebenfalls zurückgenommen.
Die Nomura Holdings Inc. (
ISIN JP3762600009 /
WKN 857054 ), das größte Brokerage-Unternehmen in Japan, hat ihren Verlust im zweiten Quartal aufgrund der Krise an den Finanzmärkten unerwartet deutlich ausgeweitet. Wie der Konzern heute nach Börsenschluss erklärte, verringerte sich der Gesamtumsatz im Vorjahresvergleich dabei um fast 28 Prozent. (28.10.2008/ac/n/m)