Tokio (aktiencheck.de AG) - Die größten Börsen in Asien sind mit teils deutlichen Gewinnen in die neue Woche gestartet. In China kletterten der Hang Seng um 5,3 Prozent und der Shanghai Composite um 2,3 Prozent.
Der KOSPI in Seoul konnte ebenfalls spürbar zulegen. Der Nikkei-Index verfestigte sich in Tokio um 3,59 Prozent auf 9.005,59 Punkte. Der marktbreitere TOPIX legte 3,70 Prozent zu auf 927,37 Zähler.
Im Stahlsektor standen Nippon Steel (+4,4 Prozent) und JFE (+9,2 Prozent) im Blick. Einem Pressebericht zufolge werden beide Konzerne voraussichtlich ihre Gesamtjahresprognose für den Vorsteuergewinn angesichts gesunkener Rohstoff- und Energiekosten sowie höherer Absatzpreise nach oben schrauben. Im Sog dieser Meldung gewannen außerdem Sumitomo Metal und Kobe Steel jeweils mehr als 3 Prozent.
Nach einem positiven
Analystenkommentar zogen Nissan um 8,9 Prozent an. Daneben gewannen Toyota 5,6 Prozent und Honda sowie Mitsubishi jeweils 2,5 Prozent.
Im Technologiesektor legten Panasonic 8,9 Prozent zu. Der Konzern dürfte im ersten Halbjahr operativ deutlich mehr verdient haben als bislang erwartet, so ein Pressebericht. Weitere Gewinner waren unter anderem Sony mit +7,6 Prozent, Nikon mit +4,2 Prozent, Nintendo mit +3 Prozent und Tokyo Electron mit +8,7 Prozent. Gegen den Trend sackten Elpida Memory um 11,3 Prozent ab.
China Mobile schlossen in Hongkong 7,6 Prozent fester. Wie der Konzern nachbörslich bekannt gegeben hat, konnte er seinen Gewinn in den ersten neun Monaten deutlich steigern.
Japan:
Nikkei 225: 9.005,59 (+3,59 Prozent)
TOPIX: 927,37 (+3,70 Prozent)
China:
Hang Seng: 15.323,01 (+5,28 Prozent)
Shanghai Composite: 1.974,01 (+2,25 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 476,95 (+1,20 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.207,63 (+2,28 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Angesichts gesunkener Rohstoff- und Energiekosten sowie höherer Absatzpreise werden die beiden Stahlkonzerne Nippon Steel Corp. (
ISIN JP3381000003 /
WKN 859164 ) und JFE Holdings Inc. (
ISIN JP3386030005 /
WKN 724564 ) ihre Prognosen für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich anheben. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" heute berichtet, hat Nippon Steel für das Gesamtjahr zuletzt einen Vorsteuergewinnrückgang um 20 Prozent auf 450 Mrd. Japanische Yen (JPY) in Aussicht gestellt. Voraussichtlich werde der Konzern die Schätzung aber auf 520 Mrd. JPY anheben, was im Vorjahresvergleich einem Rückgang um 8 Prozent entspräche. JFE hatte zuletzt ein Minus beim Vorsteuerergebnis um 11 Prozent auf etwa 450 Mrd. JPY erwartet. Die Prognose dürfte nun aber auf 510 Mrd. JPY angehoben werden, so der "Nikkei".
Die Luxusmarke Lexus des japanischen Automobilkonzerns Toyota Motor Corp. (
ISIN JP3633400001 /
WKN 853510 ) plant Presseangaben zufolge eine zusätzliche Baureihe und will damit dem BMW 1er und dem Audi A3 Konkurrenz machen. "Wir werden einen Lexus in der Kompaktklasse anbieten", so Toyota-Europa-Chef Tadashi Arashima gegenüber der "WirtschaftsWoche". "Wir brauchen kleinere und noch effizientere Fahrzeuge, auch um die CO2-Emissionsziele zu erfüllen." Einen Starttermin wollte Arashima noch nicht nennen, so das Magazin in einer Vorabausgabe am Samstag.
Der amerikanische Speicherchip-Hersteller SanDisk Corp. (
ISIN US80004C1018 /
WKN 897826 ) hat mit dem japanischen Technologiekonzern Toshiba Corp. (
ISIN JP3592200004 /
WKN 853676 ) eine Vereinbarung in Zusammenhang mit dem bestehenden Joint Venture der beiden Unternehmen im Bereich NAND-Flash-Speicherchips getroffen. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, werde SanDisk rund 30 Prozent der vorhandenen Produktionskapazitäten der bestehenden Gemeinschaftsunternehmen an Toshiba veräußern. Im Zuge der Transaktion geht man von Einnahmen sowie einer Reduzierung der Leasingverpflichtungen im Gesamtwert von rund 1 Mrd. Dollar aus.
Die südkoreanische LG Electronics Inc. (
ISIN US50186Q2021 /
WKN 576798 ), der weltweit viertgrößte Mobiltelefonhersteller und die Nummer zwei in Asien, gab heute bekannt, dass sie im dritten Quartal einen Gewinnrückgang um 93 Prozent verbuchen musste, was auf die Schwäche des Koreanischen Won (KRW) und damit verbundene Belastungen durch Auslandsschulden zurückzuführen ist. Der Umsatz erhöhte sich im Berichtszeitraum indes um 21 Prozent. Das operative Ergebnis hat sich gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres um 265 Prozent erhöht.
Die China Mobile Ltd. (
ISIN HK0941009539 /
WKN 909622 ), der nach Kundenzahlen weltgrößte Mobilfunkanbieter, meldete heute, dass sich ihr Gewinn in den ersten neun Monaten um 37,9 Prozent erhöht hat, was auf einen deutlichen Kundenzuwachs sowie auf steuerliche Aspekte zurückzuführen ist. Der operative Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 16,6 Prozent. Per Ende September zählte China Mobile insgesamt 436,1 Millionen Kunden. Damit verzeichnete der Konzern im Berichtszeitraum einen Neukundenzuwachs um 66,8 Millionen. (20.10.2008/ac/n/m)