Tokio (aktiencheck.de AG) - Nach der Abstufung einiger europäischer Länder durch Moody's war am Dienstag an den wichtigsten asiatischen Aktienmärkten keine einheitliche Tendenz auszumachen.
Der DAXglobal Asia (
ISIN DE000A0LLPW4 /
WKN A0LLPW ), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gibt aktuell um 0,13 Prozent nach auf 335,91 Punkte.
Aus Japan wurden heute Zugewinne gemeldet. Dabei wurde die Stimmung durch die überraschende Ausweitung der expansiven Geldpolitik der Bank of Japan verbessert. Der neunköpfige Geldpolitische Ausschuss der Bank of Japan (BoJ) hat zwar einstimmig entschieden, seine Geldpolitik unverändert fortzuführen. Dieser Beschluss bedeutet, dass der Satz für Tagesgeld in der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft bei 0,00 bis 0,10 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau innerhalb der G7-Staaten verharrt. Volkswirte hatten diesen Ausgang der Ratssitzung bereits im Vorfeld erwartet. Allerdings wurde das Ankaufsprogramm für Wertpapiere um 10 Bio. auf nun 30 Bio. Japanischen Yen ausgeweitet. Ferner hat sich die Notenbank vorübergehend ein Inflationsziel von 1,0 Prozent gesetzt. Des Weiteren ist die japanische Industrieproduktion nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie im Dezember 2011 gesunken. So verringerte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,3 Prozent. Im November hatte der Output der weltweit drittgrößten Volkswirtschaft um 4,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen. Binnen Monatsfrist zog die Industrieproduktion um revidiert 3,8 (vorläufig: 4,0) Prozent an, gegenüber einem Minus von 2,6 Prozent im November. In diesem Nachrichtenumfeld konnte sich der japanische Leitindex Nikkei (
ISIN XC0009692440 /
WKN 969244 ) um 0,59 Prozent auf 9.052,07 Zähler verbessern und eroberte damit die Marke von 9.000 Stellen zurück. Sogar noch ein wenig besser lief es für den breiter gefassten Topix, der um 0,66 Prozent auf 786,80 Punkte nach oben ging.
Aus China wurde unterdessen auch heute keine einheitliche Tendenz gemeldet. Der Shanghai Composite verlor 0,30 Prozent auf 2.344,77 Stellen. Gleichzeitig verbesserte sich in Hongkong der Hang Seng (
ISIN HK0000004322 /
WKN 145733 ) um 0,15 Prozent auf 20.917,83 Punkte. Die Aktien des nach Kundenzahlen weltgrößten Mobilfunkanbieters China Mobile gingen auf Vortagesniveau aus dem Handel, während sich die Papiere des Mischkonzerns Hutchinson um 0,2 Prozent verbilligten. Bei dem Versicherungswert China Life war im Vergleich zum Vortag ebenfalls keine Veränderung auszumachen, während Ping An 0,3 Prozent an Wert hinzugewannen.
In Indien geht es heute weiter nach oben. Der Leitindex SENSEX (
ISIN XC0009698199 /
WKN 969819 ) steigt derzeit um 0,43 Prozent auf 17.848,57 Punkte. Der Anstieg der indischen Verbraucherpreise hat sich im Januar 2012 nach Regierungsangaben deutlich verlangsamt. So sank die Inflationsrate auf 6,55 Prozent, während Volkswirte mit einer Jahresteuerung von 6,7 Prozent gerechnet hatten. Davor hatte die Teuerungsrate im Dezember 2011 bei 7,47 Prozent gelegen. Damit hat sich die Inflation nun vier Monate in Folge abgebremst. Die Gewinnerliste im SENSEX wird aktuell von den Titeln des Bau- und Maschinenbauunternehmens Larsen & Tourbo angeführt, die sich um 3,9 Prozent verteuern. Ganz oben auf dem Verkaufszettel der Investoren finden sich unterdessen die Aktien des Pharmazieunternehmens Cipla mit einem Wertverlust von 6,3 Prozent wieder.
Nikkei 225 (Japan): 9.052,07 (+0,59 Prozent) TOPIX (Japan): 786,80 (+0,66 Prozent) Hang Seng (China): 20.917,83 (+0,15 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.344,77 (-0,30 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 2.002,64 (-0,15 Prozent) SENSEX (Indien): 17.848,57 (+0,43 Prozent) JSX (Indonesien): 3.952,82 (-0,23 Prozent) STI (Singapur): 2.987,41 (+0,37 Prozent) (14.02.2012/ac/n/m)