Tokio (aktiencheck.de AG) - Die asiatischen Börsen mussten am Freitag kräftig Federn lassen.
Hintergrund waren Sorgen vor den Schuldenproblemen einiger EU-Mitgliedsstaaten, enttäuschende Daten vom US-Arbeitsmarkt und die damit verbundenen schwachen Vorgaben der Wall Street. In China verloren der Shanghai Composite 1,9 Prozent und der Hang Seng 3,3 Prozent. Daneben gaben mitunter der KOSPI 3,1 Prozent, der SENSEX 2,7 Prozent und der TAIEX 4,3 Prozent ab. Der Nikkei-Index kam in Tokio um 2,89 Prozent zurück auf 10.057,09 Punkte. Der marktbreitere TOPIX büßte 2,12 Prozent ein auf 891,78 Zähler. Der DAXglobal Asia, der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, fällt zur Stunde um 2,72 Prozent zurück auf 273,18 Punkte.
Die Aktie des Autobauers Toyota (
ISIN JP3633400001 /
WKN 853510 ) konnte gegen den Trend in Tokio 1,1 Prozent zulegen. Wie der Konzern am Donnerstag nachbörslich erklärte, hat er im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, nach einem Verlust im Vorjahresquartal. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 153,2 Mrd. Japanische Yen (JPY), gegenüber einem Verlust von 164,6 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 10 Prozent auf 5,29 Bio. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr wurde die Prognose für das Nettoergebnis von -200 Mrd. JPY auf +80 Mrd. JPY angehoben.
Für Suzuki (
ISIN JP3397200001 /
WKN 857310 ) ging es um gut 2 Prozent nach unten. Der Automobil- und Motorradhersteller gab nachbörslich bekannt, dass er seine Jahresergebnisprognosen angehoben hat, was mit wachsenden Verkaufszahlen in Indien zusammenhängt. Im dritten Quartal konnte Japans viertgrößte Autohersteller den operativen Gewinn auf rund 18 Mrd. JPY steigern, gegenüber 5,8 Mrd. JPY im Vorjahr. Auch der Mitbewerber Mazda (
ISIN JP3868400007 /
WKN 854131 ) hat seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr angehoben, was mit Kostensenkungen und steigenden Absatzzahlen in China zusammenhängt. Der Nettoverlust im laufenden Geschäftsjahr wird nun auf 9 Mrd. Japanische Yen (JPY) geschätzt, nach einem bisher erwarteten Minus von 17 Mrd. JPY. Mazda gaben 4,9 Prozent ab. Daneben kamen Honda um 3,7 Prozent und Nissan um 3,9 Prozent zurück.
Neben Toyota hat am Donnerstag nach Börsenschluss unter anderem auch Sony (
ISIN JP3435000009 /
WKN 853687 ) in seine Bücher blicken lassen. Die Erlöse des Unterhaltungselektronik-Konzerns stiegen im dritten Geschäftsquartal um 3,9 Prozent auf 2,24 Bio. JPY. Der Nettogewinn erhöhte sich von 10,4 Mrd. JPY auf 79,2 Mrd. JPY. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Sony nun mit einem Nettoverlust von 70 Mrd. JPY (zuvor: -95 Mrd. JPY). Die Aktie gewann in Reaktion auf die Zahlen 0,3 Prozent. Hitachi (
ISIN JP3788600009 /
WKN 853219 ) zogen um 3,3 Prozent an. Der Technologiekonzern konnte im dritten Quartal vor dem Hintergrund von Kostensenkungen und niedrigeren Restrukturierungsbelastungen einen Gewinn erzielen, nach einem Verlust im Vorjahr. Die Erwartungen wurden dabei geschlagen. Indes wurde der Jahresausblick verbessert. Nikon (
ISIN JP3657400002 /
WKN 853326 ) schlossen indes mit 2,8 Prozent im Minus. Wie gestern bekannt wurde, hat der weltweit zweitgrößte Hersteller von digitalen Spiegelreflexkameras in den ersten neun Monaten des laufenden Fiskaljahres einen Verlust erwirtschaftet. Der Ausblick wurde indes angehoben. Für Sanyo (
ISIN JP3340600000 /
WKN 856548 ) ging es um 5,3 Prozent in die Tiefe. Der Elektronikkonzern musste in den ersten neun Monaten einen Umsatzrückgang auf 1,21 Bio. JPY ausweisen, was einem Minus von 15,5 Prozent entspricht. Beim Nettoergebnis wurde ein Verlust von 44,7 Mrd. JPY ausgewiesen, nach einem Nettogewinn von 18,3 Mrd. JPY im Vorjahreszeitraum. Die Nettoergebnisprognose für das Gesamtjahr wurde von -30 Mrd. JPY auf -50 Mrd. JPY gesenkt.
Der Unterhaltungselektronik-Konzern Panasonic (
ISIN JP3866800000 /
WKN 853666 ) (-3,1 Prozent) meldete nach Börsenschluss, dass er im dritten Quartal einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielen konnte. Der Nettogewinn belief sich auf 32,3 Mrd. JPY, nach einem Verlust von 63,1 Mrd. JPY im Vorjahr.
Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn von 46,5 Mrd. JPY gerechnet. Zudem wurde der Ausblick angesichts erwarteter Kosteneinsparungen angehoben. NTT (
ISIN JP3735400008 /
WKN 873029 ) konnten im Vorfeld der Ergebnisse für das dritte Quartal um 3,6 Prozent vorrücken. Der Nettogewinn ging um 0,7 Prozent auf 136,7 Mrd. JPY zurück. Das operative Ergebnis konnte indes um 12 Prozent auf 301,3 Mrd. JPY gesteigert werden. Analysten hatten einen operativen Gewinn von 302 Mrd. JPY erwartet. Die Erlöse sanken um 1,6 Prozent auf 2,53 Bio. JPY.
Die Aktie des Aluminium- und Kupferkonzerns Hindalco verlor als Schlusslicht im SENSEX 5,5 Prozent. Daneben stachen insbesondere Tata Steel (-4,7 Prozent), der Baukonzern Jaiprakash (-4,5 Prozent) und der Autobauer Mahindra & Mahindra (-3,9 Prozent) ins Auge. In Hongkong gaben unter anderem ICBC 3,2 Prozent und Bank of China 4,2 Prozent ab. Im Rohstoffsegment büßten mitunter Aluminum Corp. 6 Prozent und Jiangxi Copper 5,4 Prozent ein.
Nikkei 225 (Japan): 10.057,09 (-2,89 Prozent) TOPIX (Japan): 891,78 (-2,12 Prozent) Hang Seng (China): 19.665,08 (-3,33 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.939,40 (-1,87 Prozent) SET-Index (Thailand): 691,41 (-1,58 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.567,12 (-3,05 Prozent) SENSEX (Indien): 15.790,93 (-2,68 Prozent) TAIEX (Taiwan): 7.217,83 (-4,30 Prozent) JSX (Indonesien): 2.518,98 (-2,86 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 8.405,53 (-1,38 Prozent) STI (Singapur): 2.683,56 (-2,24 Prozent) PSEi (Philippinen): 2.855,64 (-2,03 Prozent) (05.02.2010/ac/n/m)