Tokio (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf positive Vorgaben aus den USA und Hoffnungen auf Finanzhilfen für das schwer angeschlagene Griechenland konnten die wichtigsten asiatischen Börsen am Mittwoch teils deutlich zulegen.
In China gewannen der Shanghai Composite 1,1 Prozent und der Hang Seng 0,7 Prozent. Laut den chinesischen Zollbehörden ist der chinesische Handelsbilanzüberschuss im Januar geschrumpft. Demnach verringerte sich der Aktivsaldo auf 14,2 Mrd. Dollar, nach 18,4 Mrd. Dollar im Vormonat. Hierbei stiegen die Ausfuhren im Vorjahresvergleich um 21 Prozent, während die Importe ins Reich der Mitte mit einem Rekordplus von 85,5 Prozent zulegten.
Der japanische Nikkei-Index stieg in Tokio um 0,31 Prozent auf 9.963,99 Punkte. Der marktbreitere TOPIX zog daneben um 0,22 Prozent an auf 883,50 Zähler. Die japanischen Auftragseingänge im Maschinenbau wiesen im Dezember einen Zuwachs aus. In der Kernberechnung wuchsen die Auftragseingänge im Vormonatsvergleich saisonbereinigt um 20,1 Prozent. Der DAXglobal Asia, der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, gewinnt aktuell 0,18 Prozent auf 275,70 Punkte.
Der Automobilhersteller Nissan (
ISIN JP3672400003 /
WKN 853686 ) gab am Dienstag nach Börsenschluss bekannt, dass er im dritten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet hat, was mit Kostensenkungen und einer starken Nachfrage nach seinen Fahrzeugen in China und Japan als Folge der staatlichen Konjunkturprogramme zusammenhängt. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Nissan gewannen in Tokio 1,6 Prozent. Der Mitbewerber Honda (
ISIN JP3854600008 /
WKN 853226 ) gab heute bekannt, dass er weltweit weitere 440.000 Fahrzeuge wegen fehlerhafter Airbags zurückrufen wird, wobei sich der größte Teil der Autos in den USA befindet. Aufgrund eines Defekts kann der Airbag-Auslöser bei einem Aufprall einen so hohen Druck aufbauen, dass sein Gehäuse zerbricht und Insassen durch herumfliegende Teile verletzt oder getötet werden, hieß es. Honda gaben 1,6 Prozent ab. Papiere des Kontrahenten Toyota, der erst am Dienstag rund 400.000 Hybrid-Fahrzeuge wegen eines Bremsproblems zurückgerufen hat, schlossen mit 0,4 Prozent im Plus.
Der Chip-Ausrüster Tokyo Electron (
ISIN JP3571400005 /
WKN 865510 ) konnte seinen Verlust im dritten Quartal zurückfahren, was auf eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen ist. Die Erlöse stiegen um 13,1 Prozent auf 114,2 Mrd. Japanische Yen (JPY). Der Nettoverlust wurde auf 58 Mio. JPY beziffert, gegenüber einem Verlust von 7,6 Mrd. JPY im Vorjahr. Der Wert gewann in Reaktion auf die Zahlen 3,9 Prozent. Wie der weltweit viertgrößte Hersteller von Digitalkameras Olympus (
ISIN JP3201200007 /
WKN 856840 ) nach Börsenschluss bekannt gab, konnte er sein Ergebnis in den ersten neun Monaten massiv steigern. Hintergrund waren Kostensenkungsmaßnahmen und Einnahmen aus dem Verkauf der Diagnostik-Sparte. Die Aktie zog im Vorfeld der Zahlen um 0,8 Prozent an.
Papiere der Großbank ICBC kletterten in Hongkong als Umsatzspitzenreiter um 0,2 Prozent. Daneben zogen HSBC um 1 Prozent, Bank of China um 1,4 Prozent und CCB um 0,7 Prozent an. Titel des Autobauers Mahindra & Mahindra gaben als Schlusslicht im SENSEX 3,4 Prozent ab. Daneben kamen unter anderem die State Bank of India um 2,1 Prozent, Tata Steel um 2 Prozent und Sun Pharma ebenfalls um 2 Prozent zurück. Die Aktie des Aluminium- und Kupferkonzerns Hindalco gewann an der Spitze 1,7 Prozent.
Nikkei 225 (Japan): 9.963,99 (+0,31 Prozent) TOPIX (Japan): 883,50 (+0,22 Prozent) Hang Seng (China): 19.922,22 (+0,67 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.982,50 (+1,14 Prozent) SET-Index (Thailand): 688,41 (+0,37 Prozent) Seoul Composite KOSPI (Südkorea): 1.570,12 (-0,02 Prozent) SENSEX (Indien): 15.922,17 (-0,75 Prozent) TAIEX (Taiwan): 7.441,84 (+1,10 Prozent) JSX (Indonesien): 2.483,44 (-0,24 Prozent) FBM EMAS (Malaysia): 8.377,61 (+0,89 Prozent) STI (Singapur): 2.73439 (-0,39 Prozent) PSEi (Philippinen): 2.857,24 (+2,13 Prozent) (10.02.2010/ac/n/m)