Tokio (aktiencheck.de AG) - Mit starken US-Vorgaben im Rücken haben die größten Börsen in Asien am Montag teils deutliche Gewinne verzeichnet. Ein weiterer Plusfaktor war ferner der wieder deutlich rückläufige Ölpreis.
Die höchsten Zuwächse wurden aus Hongkong gemeldet, wo es für den Hang Seng um 3,5 Prozent nach oben ging. Der japanische Aktienmarkt entwickelte sich ebenfalls stark. Der Nikkei-Index gewann in Tokio 1,68 Prozent auf 12.878,66 Zähler. Der TOPIX stieg daneben um 1,88 Prozent auf 1.239,25 Punkte.
Die Gewinne zogen sich dabei quer durch alle Branchen. Im Automobilsektor stiegen unter anderem Toyota um 2,9 Prozent, Mazda um 2,2 Prozent und Honda um 4,4 Prozent. Bridgestone schlossen mit 4 Prozent im Plus. Im Stahlsegment rückten Nippon Steel um 1,4 Prozent, JFE um 2 Prozent und Sumitomo Metal um 1,5 Prozent vor.
Technologiewerte waren ebenfalls gesucht. Mit die größten Zuwächse verzeichneten Sony (+4,4 Prozent), Olympus (+4,1 Prozent), Nikon (+4,1 Prozent) und Canon (+2,8 Prozent). Darüber hinaus standen Finanzwerte hoch in der Anlegergunst. Unter anderem gewannen Mitsubishi UFJ Financial 4,8 Prozent, Mizuho Financial ebenfalls 4,8 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial 4,2 Prozent.
Papiere der Fluggesellschaft All Nippon Airways gewannen angesichts der Entspannung an der Ölfront 1,3 Prozent. Japan Airlines zogen um 1,8 Prozent an. Papiere des Energiekonzerns INPEX zählten dagegen mit -4,5 Prozent zu den wenigen Verlierern. Titel der Handelsgesellschaft Mitsubishi Corp. gaben 0,7 Prozent ab.
In Hongkong kletterten mitunter HSBC um 3,1 Prozent, China Life um 3,2 Prozent, ICBC um 4,3 Prozent und CCB um 3,7 Prozent. Letztere meldeten am Freitag nach Börsenschluss für das erste Halbjahr einen deutlichen Gewinnanstieg. Titel des Raffineriebetreibers Sinopec legten nach den am Wochenende vorgestellten Zahlen 3 Prozent zu.
Japan:
Nikkei 225: 12.878,66 (+1,68 Prozent)
TOPIX: 1.239,25 (+1,88 Prozent)
China:
Hang Seng: 21.104,79 (+3,50 Prozent)
Shanghai Composite: 2.413,37 (+0,34 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 678,20 (-0,55 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 1.502,11 (+0,35 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die Kirin Holdings Co. Ltd. (
ISIN JP3258000003 /
WKN 853682 ), der größte Brauereikonzern in Japan, meldete heute, dass sie den australischen Molkereikonzern Dairy Farmers über ihre australische Tochter National Foods Ltd. übernimmt. Den Angaben zufolge beläuft sich der Kaufpreis inklusive der Übernahme von Verbindlichkeiten auf 910 Mio. Australische Dollar (AUD). Damit bauen die Japaner ihre Marktstellung in Australien weiter aus. Erst im November vergangenen Jahres hatte Kirin National Foods den größten Milch-, Yoghurt- und Saftproduzent in Australien, für 2,8 Mrd. AUD übernommen.
Der chinesische Telefon-Festnetzbetreiber China Netcom Group Corp. (
ISIN HK0906028292 /
WKN A0DKXZ ) meldete heute, dass er seinen Gewinn im ersten Halbjahr um 12 Prozent steigern konnte, was mit der starken Entwicklung der Internet-Sparte zusammenhängt. Der Umsatz sank dagegen leicht um 0,2 Prozent. Im Mai dieses Jahres wurde eine Neuordnung des chinesischen Telekommunikationssektors beschlossen. Im Zuge der Neuordnung wurde die Übernahme der CDMA Mobilfunknetzwerk-Assets des zweitgrößten chinesischen Mobilfunkbetreibers China Unicom Ltd. (
ISIN HK0762009410 /
WKN 615613 ) durch die China Telecom Corp. Ltd. (
ISIN CN0007867483 /
WKN 786748 ) vereinbart. Gleichzeitig wurde bekannt gegeben, dass China Unicom den zweitgrößten chinesischen Festnetzbetreiber China Netcom übernimmt.
Die China Petroleum & Chemical Corp. (Sinopec) (
ISIN CN0005789556 /
WKN 578955 ), der größte Betreiber von Raffinerieanlagen in Asien, meldete am Sonntag, dass sie im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen musste, was auf gestiegene Kosten für Rohstoffe und chemische Grundstoffe zurückzuführen ist. Der Nettogewinn sank demnach um 77 Prozent. Der Umsatz nahm indes um 36 Prozent zu.
Die China Life Insurance Co. Ltd. (
ISIN CN0003580601 /
WKN 358060 ) musste im ersten Halbjahr aufgrund der Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten einen Gewinnrückgang ausweisen. Bei den Umsatzerlösen wurde ein leichter Rückgang verbucht. Die Nettoprämieneinnahmen verbesserten sich hingegen deutlich. Wie der Versicherungskonzern weiter ausführte, hatte man vor allem unter der sehr schwachen Performance der Aktienmärkte zu leiden, was zu einem deutlichen Rückgang beim Ergebnis aus Finanzanlagen geführt habe. (25.08.2008/ac/n/m)