Tokio (aktiencheck.de AG) - Tiefrote Vorzeichen haben das Geschehen zum Wochenauftakt an den asiatischen Börsen geprägt. Schwache Vorgaben der Wall Street und Sorgen vor einer globalen Rezession haben den Hang Seng um fast 13 Prozent abstürzen lassen.
Beim Shanghai Composite war ein Minus von gut 6 Prozent auszumachen. Eine positive Ausnahme war der KOSPI mit einem Plus von 0,8 Prozent. Dagegen hat der japanische Leitindex Nikkei 6,36 Prozent verloren auf 7.162,90 Punkte und damit ein 26-Jahres-Tief markiert. Der marktbreitere TOPIX fiel um 7,40 Prozent zurück auf 746,46 Zähler.
Die Aktie der Großbank Mitsubishi UFJ Financial brach um 14,6 Prozent ein. Am Wochenende war in der Presse zu lesen, dass der Konzern eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 1 Bio. Japanischen Yen erwäge. Heute nach Börsenschluss wurde dann auch ein entsprechender Schritt angekündigt. Für die Branchenkollegen Mizuho Financial und Sumitomo Mitsui Financial, die einem Medienbericht zufolge Ähnliches planen, ging es um 14,8 bzw. um 11,5 Prozent nach unten.
Anteilsscheine von Honda schlossen mit 8,9 Prozent im Minus. Hier stand ein Pressebericht im Blick, demzufolge der operative Gewinn des zweitgrößten japanischen Automobilherstellers im laufenden Geschäftsjahr stärker als erwartet einbrechen dürfte. Toyota gaben 8,1 Prozent, Mazda 17,5 Prozent, Nissan 8,4 Prozent und Mitsubishi 9,7 Prozent ab. Bei Titeln des Lkw-Herstellers Isuzu war ein Minus von 21,5 Prozent auszumachen.
Im Technologiesektor brachen mitunter Nintendo um 10,9 Prozent, Canon im Vorfeld der nachbörslich veröffentlichten Ergebnisse ebenfalls um 10,9 Prozent, Sony um 7,8 Prozent und NEC um 10,1 Prozent ein. Ferner trennten sich die Anleger verstärkt von Tokyo Electron (-12 Prozent), Advantest (-9,4 Prozent) und Elpida Memory (-15,7 Prozent). Papiere des Technologiekonzerns Hitachi, der am Freitag seinen operativen Ergebnisausblick für das abgelaufene erste Halbjahr deutlich angehoben hat, gaben lediglich gut 2 Prozent ab.
An der Hongkonger Börse knickten HSBC als Umsatzspitzenreiter um 14,8 Prozent ein. Außerdem fielen China Life um 13,9 Prozent, ICBC um 11,1 Prozent, PetroChina um 15 Prozent und Sinopec um 16,4 Prozent zurück.
Japan:
Nikkei 225: 7.162,90 (-6,36 Prozent)
TOPIX: 746,46 (-7,40 Prozent)
China:
Hang Seng: 11.015,84 (-12,70 Prozent)
Shanghai Composite: 1.723,35 (-6,32 Prozent)
Thailand:
SET-Index: 387,43 (-10,50 Prozent)
Südkorea:
Seoul Composite KOSPI: 946,45 (+0,82 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die japanische Canon Inc. (
ISIN JP3242800005 /
WKN 853055 ), der weltgrößte Hersteller von Kopierern, Digitalkameras und Laserdruckern, erklärte heute nach Börsenschluss, dass ihr Nettogewinn im dritten Quartal angesichts der Stärke des Japanischen Yen (JPY) und der schwelenden Finanzkrise um 21,1 Prozent gefallen ist. Der operative Gewinn fiel daneben um 25,8 Prozent. Der Umsatz verringerte sich um 6,2 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr hat der Konzern seine Nettogewinnausblick, die operative Gewinnschätzung und die Umsatzprognose gesenkt.
Zur Stärkung der Kapitalbasis hat die japanische Großbank Mitsubishi UFJ Financial Group Inc. (MUFG) (
ISIN JP3902900004 /
WKN 657892 ) heute nach Börsenschluss eine milliardenschwere Kapitalerhöhung angekündigt. Insgesamt beläuft sich die geplante Kapitalerhöhung auf bis zu 990 Mrd. Japanische Yen. Am Sonntag hatte die japanische Wirtschafszeitung "Nikkei" berichtet, dass MUFG eine Kapitalerhöhung im Volumen von bis zu 1 Bio. JPY erwäge.
Der operative Gewinn des zweitgrößten japanischen Automobilherstellers Honda Motor Co. Ltd. (
ISIN JP3854600008 /
WKN 853226 ) dürfte einem Pressebericht zufolge im laufenden Geschäftsjahr angesichts der Stärke des Japanischen Yen (JPY) und der Auswirkungen der Finanzkrise um rund 40 Prozent und damit stärker als erwartet einbrechen. Dies berichtete die japanische Wirtschafszeitung "Nikkei" am Samstag. (27.10.2008/ac/n/m)