Paris (aktiencheck.de AG) - Nach dem Kursrutsch der vergangenen Tage kann der Dow Jones
EURO STOXX 50 aktuell 1,11 Prozent zulegen auf 2.721,05 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt um 0,25 Prozent vor auf 2.366,20 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zieht um 1,28 Prozent an auf 606,91 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren überwiegend fester. Dabei waren die Vorgaben aus Übersee wenig hilfreich. So musste die Wall Street am Vorabend wieder einmal kräftig Federn lassen.
In Paris gewinnen Papiere von ArcelorMittal mehr als 8 Prozent, nachdem der Stahlkonzern seine EBITDA-Prognose für das dritte Quartal bekräftigt hat. Die Aktie des Mitbewerbers Vallourec zieht um gut 5 Prozent an. An der Spitze des CAC40 springen Bouygues um 9,7 Prozent. Knapp dahinter folgen Alstom mit +8,5 Prozent. Titel des angeschlagenen Staatsfinanzierers Dexia, der Staatsgarantien für seine Kredite erhalten hat, gewinnen rund 5 Prozent. Versorger stehen indes europaweit unter Druck. GDF SUEZ knicken um gut 6 Prozent ein, EDF geben fast 5 Prozent ab.
In London zählen Finanzwerte zu den Favoriten. Unter anderem gewinnen HBOS rund 32 Prozent, Lloyds fast 9 Prozent und RBS gut 13 Prozent. Mit -5,8 Prozent stechen Barclays negativ hervor. Im Ölsegment springen Cairn Energy um rund 18 Prozent. BP ziehen um 1,9 Prozent und Royal Dutch Shell um 1,4 Prozent an. Die Aktie des Minenkonzerns Anglo American liegt mit rund 10 Prozent im Plus. Ähnlich starke Gewinne fahren auch Antofagasta, BHP Billiton und Xstrata ein. Verlierer sind unter anderem National Grid (-4,7 Prozent) und Scottish and Southern Energy (-4,3 Prozent).
Für AEGON geht es in Amsterdam um fast 4 Prozent nach oben, obwohl der Versicherer weitere Wertabschreibungen angekündigt hat.
Indexstände (14:17 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.721,05 (+1,11 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.366,20 (+0,25 Prozent)
EURONEXT 100: 606,91 (+1,28 Prozent)
FTSE 100 (London): 4.417,37 (+1,16 Prozent)
CAC40 (Paris): 3.570,64 (+2,11 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 22.740,00 (+2,09 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 10.167,50 (-1,26 Prozent)
SMI (Zürich): 6.052,65 (-0,34 Prozent)
ATX (Wien): 2.279,53 (+1,14 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der französische Automobilkonzern Peugeot S.A. (PSA Peugeot Citroën) (
ISIN FR0000121501 /
WKN 852363 ) gab heute bekannt, dass er mit der Electricité de France (EDF) (
ISIN FR0010242511 /
WKN A0HG6A ) eine Partnerschaft geschlossen hat, um die Entwicklung und die künftige Vermarktung von Elektrofahrzeugen und Plug-in Hybrid-Fahrzeugen zu unterstützen. Das kooperative Abkommen zwischen Peugeot und dem französischen Energieversorger beinhaltet mehrere technologische Programme, darunter die Definition von Geschäftsmodellen, welche die kommerzielle Entwicklung von Elektrofahrzeugen forcieren können, neue Technologien zur Energiespeicherung (z.B. Lithium-Ionen-Batterien) sowie neue Fahrzeugaufladesysteme.
Die luxemburgische ArcelorMittal (
ISIN LU0323134006 /
WKN A0M6U2 ), der größte Stahlkonzern der Welt, gab heute bekannt, dass sie an ihrer EBITDA-Prognose für das dritte Quartal festhält. Demnach rechnet der Konzern für das dritte Quartal weiterhin mit einem EBITDA in Höhe von mehr als 8,5 Mrd. Dollar. Zudem geht ArcelorMittal davon aus, dass sowohl das EBITDA als auch der Cash-Flow from Operations im zweiten Halbjahr über den rekordhohen Werten des ersten Halbjahres liegen werden.
Der angeschlagene Staatsfinanzierer Dexia S.A. (
ISIN BE0003796134 /
WKN 903855 ) hat Staatsgarantien für seine Kredite erhalten. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, garantieren demnach die Regierungen von Frankreich, Belgien und Luxemburg für neue Kreditaufnahmen von Dexia. Ebenfalls durch dieses Engagement abgedeckt sei auch die Ausgabe von Anleihen durch das Kreditinstitut. Die staatlichen Garantien haben eine Laufzeit von einem Jahr und können danach erneuert werden.
Der niederländische Versicherer AEGON N.V. (
ISIN NL0000303709 /
WKN A0JL2Y ) gab heute bekannt, dass er im dritten Quartal weitere Wertabschreibungen vornehmen wird. Den Angaben zufolge wird der Konzern im dritten Quartal im Zuge der Finanzkrise voraussichtlich Belastungen (Gross Credit Impairments) in Höhe von insgesamt 420 Mio. Euro verbuchen müssen. Das Nettoergebnis wird durch die Abschreibungen um 275 Mio. Euro geschmälert.
Der schweizerische Luxusgüterkonzern Compagnie Financière Richemont AG (
ISIN CH0012731458 /
WKN 875863 ) gab heute bekannt, dass seine Aktionäre der geplanten Restrukturierung des Unternehmens mit großer Mehrheit zugestimmt haben. Richemont teilte am 8. August mit, dass man sich weiter auf sein Geschäft mit Luxusgütern konzentrieren und daher 90 Prozent seiner Beteiligung am Tabakkonzern British American Tobacco plc (BAT) (
ISIN GB0002875804 /
WKN 916018 ) an die eigenen Aktionäre verteilen wird. (09.10.2008/ac/n/m)