Börsen in Europa: Fester, Metso deutlich im Plus


22.08.08 14:12
Meldung
 
Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen entwickeln sich zur Tagemitte hin durchaus freundlich. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 1,22 Prozent auf 3.288,70 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt daneben 1,04 Prozent zu auf 2.848,20 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 verzeichnet ein Plus von 1,29 Prozent auf 761,66 Indexpunkte. Auch die europäischen Länderbörsen melden Gewinne. Dabei deuten die US-Futures auf einen positiven Auftakt der Wall Street hin.

In London gewinnen WPP 2 Prozent. Der britische Werbe- und Marketingkonzern hat heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Demnach konnten Ergebnis und Umsatz deutlich gesteigert werden. Gestützt auf die Erholung des Finanzsektors im späten US-Handel legen mitunter Barclays 4,1 Prozent, HBOS 5,5 Prozent und RBS 5 Prozent zu.

In Paris gewinnen BNP Paribas 2 Prozent, Société Générale 2,3 Prozent und Crédit Agricole 1,9 Prozent. UBS und Credit Suisse ziehen in Zürich um 2,9 bzw. leicht an. Sulzer rücken hier um 1,1 Prozent vor. Trotz erheblicher negativer Währungseffekte konnte der Industriekonzern im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis steigern.

Metso springen in Helsinki um fast 10 Prozent, nachdem der Maschinenbaukonzern seine mittelfristigen Planziele nach oben revidiert hat.

Indexstände (14:03 Uhr):

Dow Jones EURO STOXX 50: 3.288,70 (+1,22 Prozent)

Dow Jones STOXX 50: 2.848,20 (+1,04 Prozent)

EURONEXT 100: 761,66 (+1,29 Prozent)

FTSE 100 (London): 5.465,40 (+1,77 Prozent)

CAC40 (Paris): 4.359,23 (+1,27 Prozent)

MIB 30 (Mailand): 27.937,00 (+0,64 Prozent)

IBEX 35 (Madrid): 11.386,60 (+1,51 Prozent)

SMI (Zürich): 7.051,22 (+0,72 Prozent)

ATX (Wien): 3.510,98 (+0,86 Prozent)

Unternehmensmeldungen:

Der britische Werbe- und Marketingkonzern WPP Group plc (ISIN GB00B0J6N107 / WKN A0F64D ) legte heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vor. Demnach stieg der operative Gewinn im Berichtszeitraum um 18,4 Prozent. Beim Gesamtumsatz wurde im Berichtszeitraum ein Anstieg um 14,3 Prozent ausgewiesen. Bei konstanten Wechselkurseffekten wurde ein Plus von 8,1 Prozent erzielt. Wie der Konzern weiter ausführte, konnte die konjunkturell bedingte Schwäche der Märkte in Europa und den USA durch das starke Wachstum in den Emerging Markets mehr als kompensiert werden.

Der schweizerische Technologiekonzern Sulzer AG (ISIN CH0002376454 / WKN 854367 ) legte heute die Geschäftszahlen für das erste Halbjahr vor. Demnach verbesserte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Berichtszeitraum um 28,2 Prozent. Beim Nettoergebnis wurde ein Anstieg von 20 Prozent erzielt. Der Konzernumsatz verbesserte sich um 6,3 Prozent. Auf um Wechselkurse und Akquisitionen bereinigter Basis wurde ein Umsatzplus von 14,5 Prozent ausgewiesen. Für das Gesamtjahr werden ein Umsatz und ein Betriebsgewinn über dem Niveau von 2007 erwartet. Außerdem erhöht der Konzern die Mittelfristziele der Umsatzrendite für Sulzer Pumps von über 11 auf über 12 Prozent und für Sulzer Chemtech von 15 Prozent auf über 16 Prozent. Damit wird auch das Ziel für die Umsatzrendite aller Divisionen von über 11 auf über 12 Prozent erhöht.

Der österreichische Kunststoffhersteller Semperit AG Holding (ISIN AT0000785555 / WKN 870378 ) bleibt weiterhin auf Rekordkurs. Wie der Konzern heute erklärte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 12,3 Prozent. Beim Gesamtumsatz wurde ebenfalls ein deutlicher Anstieg ausgewiesen. Die steigenden Rohmaterial-, Energie- und Personalkosten konnten teilweise durch Effizienzsteigerungen und Einsparungen kompensiert werden, wobei die Weitergabe der Produktionskosten an die Kunden in vielen Bereichen ebenfalls notwendig war, so der Konzern. Unter dem Strich verzeichnete Semperit beim Konzernergebnis einen leichten Anstieg. Insgesamt bleibt das Unternehmen zuversichtlich, auch im schwierigen Geschäftsjahr 2008 zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaften zu können.

Der Maschinenbaukonzern Metso Corp. (ISIN FI0009007835 / WKN 923876 ) hat seine mittelfristigen Planziele nach oben revidiert. Wie der finnische Konzern heute erklärte, geht man im Zeitraum von 2009 bis 2012 nunmehr von einem Umsatzwachstum oberhalb der Marke von 10 Prozent aus. Dabei will man neben organischem Wachstum auch auf Akquisitionen setzen. Sollte es zu größeren Zukäufen kommen, könnte das neue Umsatzziel übertroffen werden. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITA) geht man von einem Übertreffen der ursprünglich angepeilten Zielmarke einer 12-prozentigen Marge aus. In Zusammenhang mit den nach oben revidierten Planzielen kündigte der Konzern eine Umstrukturierung der Geschäftsaktivitäten ab dem 1. Januar 2009 an. Dabei will sich der Konzern verstärkt auf Energie- und Umwelttechnologien spezialisieren. Des Weiteren sind Restrukturierungen und Effizienzsteigerungen geplant.

Der niederländische Brauereikonzern Heineken N.V. (ISIN NL0000009165 / WKN A0CA0G ) sieht in Zusammenhang mit den von der britischen Scottish & Newcastle übernommenen Geschäftsaktivitäten deutlich höhere Synergien. Wie der Konzern heute erklärte, geht man in Zusammenhang mit der Akquisition in den kommenden vier Jahren von Synergien in Höhe von insgesamt 145 Mio. Britischen Pfund (GBP) vor Steuern aus, nachdem man zuvor Synergien in Höhe von 120 Mio. GBP in Aussicht gestellt hatte. Bis zum Jahr 2012 erwartet Heineken durch die Übernahme der Aktivitäten von Scottish & Newcastle einen positiven Beitrag zum Unternehmenswert.

Der dänische Biotech-Konzern Genmab A/S (ISIN DK0010272202 / WKN 565131 ) hat im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline plc (GSK) (ISIN GB0009252882 / WKN 940561 ) den fünften Meilenstein für die Entwicklung von Ofatumumab erreicht. Dies gab der dänische Konzern heute bekannt. In Zusammenhang mit positiven Ergebnisse der Phase-III-Studie von Ofatumumab bei Patienten mit refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) erhält Genmab von GlaxoSmithKline eine Meilensteinzahlung in Höhe von ca. 232,7 Mio. Dänischen Kronen (DKK) (ungefähr 48,5 Mio. Dollar). Genmab hat im Rahmen dieser Zusammenarbeit bisher Zahlungen in Höhe von ca. 552 Mio. DKK (ca. 110 Mio. Dollar) erhalten. (22.08.2008/ac/n/m)


 

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