Paris (aktiencheck.de AG) - Belastet von negativen Vorgaben aus Übersee liegen die europäischen Börsen zur Tagesmitte hin im Minus. Der Dow Jones
EURO STOXX 50 verliert zur Stunde 0,39 Prozent auf 3.267,65 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,58 Prozent ein auf 2.836,70 Zähler. Bei dem in Paris berechneten EURONEXT 100 ist ein Abschlag von 0,52 Prozent auf 756,90 Indexpunkte auszumachen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls schwächer. Die Londoner Börse ist mit deutlichen Verlusten aus dem verlängerten Wochenende gestartet.
In der britischen Hauptstadt stehen Anteilsscheine von Rio Tinto im Blick. Der Bergbaukonzern hat in der ersten Jahreshälfte dank der weiterhin hohen Rohstoffpreise bei Industrie- und Edelmetallen einen deutlichen Ergebnisanstieg verbucht. Der Wert gibt aber dennoch mehr als 3 Prozent ab. Angesichts rückläufiger Rohstoffpreisnotierungen schlagen Kursverluste in ähnlicher Größenordnung auch bei BHP Billiton, Antofagasta, Anglo American und Xstrata zu Buche. Kazakhmys geben sogar mehr als 4 Prozent ab. Nach schwachen Sektorenvorgaben aus den USA fallen außerdem Barclays um 1,8 Prozent, RBS um 2,4 Prozent und Lloyds um 2,8 Prozent zurück.
In Paris liegen AXA mit 1,4 Prozent, Société Générale mit 1,2 Prozent und Crédit Agricole mit 0,9 Prozent im Minus. BNP Paribas halten sich mit -0,2 Prozent recht stabil.
In Zürich verlieren OC Oerlikon 1,8 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, musste der Mischkonzern im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen.
Indexstände (14:11 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.267,65 (-0,39 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 2.836,70 (-0,58 Prozent)
EURONEXT 100: 756,90 (-0,52 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.420,90 (-1,54 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.320,95 (-0,80 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 27.626,00 (-0,98 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 11.294,80 (-0,29 Prozent)
SMI (Zürich): 7.031,01 (-0,45 Prozent)
ATX (Wien): 3.521,94 (-0,46 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britisch/australische Bergbaukonzern Rio Tinto plc/ Ltd. (
ISIN GB0007188757 /
WKN 852147 ) (
ISIN AU000000RIO1 /
WKN 855018 ) verbuchte in der ersten Jahreshälfte dank der weiterhin hohen Rohstoffpreise bei Industrie- und Edelmetallen einen deutlichen Ergebnisanstieg. Wie der Minenbetreiber heute erklärte, konnte das Nettoergebnis mehr als verdoppelt werden, während der um Einmaleffekte bereinigte Nettogewinn um 55 Prozent anstieg. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern eine weiterhin positive Ergebnisentwicklung, wobei man sich auf die nach wie vor starke Nachfrage aus so genannten Emerging Markets wie China stützt. In Zusammenhang mit der 2007 abgeschlossenen Alcoa-Übernahme wurde das Ziel, ab 2009 Synergien in Höhe von jährlich 1,1 Mrd. Dollar erreichen zu können, bestätigt.
Der britische Ölkonzern Imperial Energy plc (
ISIN GB00B00HD783 /
WKN A0B5FW ) hat heute bestätigt, dass man möglicherweise kurz vor einem positiven Ausgang der Verhandlungen bezüglich einer Übernahme des Konzerns stehe. Demnach seien die Verhandlungen mit der ONGC Videsh Ltd. bezüglich der Vorlage einer Übernahmeofferte für den britischen Ölkonzern in einem fortgeschrittenen Stadium angelangt. Den Angaben zufolge wolle ONGC Videsh insgesamt 1.250 Pence je Aktie von Imperial Energy bieten. Dies würde den Konzern mit 1,4 Mrd. Britischen Pfund (GBP) bewerten.
Der irische Baumaterialhersteller CRH plc (
ISIN IE0001827041 /
WKN 864684 ) hatte im ersten Halbjahr unter der schwachen Baukonjunktur zu leiden. Wie der Konzern am Dienstag erklärte, lagen die Umsatzerlöse leicht über dem Vorjahreswert. Beim Vorsteuergewinn wurde ein Rückgang um knapp 10 Prozent verzeichnet. Besonders zu leiden hatte der Konzern erwartungsgemäß auf den US-Absatzmärkten, bei denen ein operativer Gewinnrückgang von 29 Prozent zu Buche stand. Für das laufende Fiskaljahr geht man nach wie vor von einem Ergebnis unter dem Vorjahresniveau aus, wobei der prozentuale Rückgang beim Vorsteuergewinn in etwa dem im ersten Halbjahr erzielten Ergebnisentsprechen dürfte.
Die schweizerische OC Oerlikon Corporation AG (
ISIN CH0000816824 /
WKN 863037 ) musste im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie der Mischkonzern heute bekannt gab, sank der Gesamtumsatz im Berichtszeitraum um 6,5 Prozent. Das konsolidierte Nettoergebnis war deutlich negativ, nach einem Gewinn im Vorjahr. Gegenüber 2007 wird eine Verringerung der Fixkosten um 20 Prozent angestrebt. Für 2008 rechnet der Oerlikon Konzern mit einem um rund einem Drittel niedrigeren EBIT als 2007 (vor Wertminderungsaufwand), während die Umsätze etwas geringer ausfallen werden als im Vorjahr.
Die Credit Suisse Group (
ISIN CH0012138530 /
WKN 876800 ) hat ihre Geschäftsaktivitäten im Bereich Vermögensverwaltung durch einen Zukauf verstärkt. Wie die schweizerische Bankgesellschaft heute erklärte, hat man von der kanadischen National Bank Financial (NBF) eine Mehrheitsbeteiligung an der Asset Management Finance Corporation (AMF) erworben. Damit erweitert der Finanzkonzern seine Aktivitäten im Geschäftsbereich Alternative Investments. Im Rahmen der Transaktion erwirbt die Credit Suisse die AMF zu mehr als 80 Prozent und bezahlt dafür rund 384 Mio. US-Dollar mit neu ausgegebenen Aktien der Credit Suisse Group. (26.08.2008/ac/n/m)