Börsen in Europa Schluss: Durchweg im Minus, Öl- und B.


11.05.09 19:54
Meldung
 
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen lagen am Ende des heutigen Handelstages durchgehend im Minus, wobei insbesondere Aktien von Banken und Ölunternehmen zu den Verlierern zählten.
Dies ist auf die Ankündigung einiger US-Banken, Kapitalerhöhungen durchführen zu wollen, sowie einen Rückgang der Ölpreise zurückzuführen.

Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor heute 1,17 Prozent auf 2.433,59 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßte 0,91 Prozent auf 2.091,09 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 sackte derweil um 2,01 Prozent auf 555,53 Indexpunkte ab.

Der französische Versorger EDF und die britische Centrica haben ein definitives Abkommen geschlossen, nach dem Centrica in das Kernkraftgeschäft von EDF in Großbritannien investiert. Für einen 20 Prozent-Anteil an British Energy zahlen die Briten 2,3 Mrd. Britische Pfund. Im Gegenzug übernimmt EDF den 51-prozentigen Anteil von Centrica an dessen belgischem Erzeugungs- und Versorgungsgeschäft SPE für 1,3 Mrd. Euro. Zudem wird Centrica im Rahmen des Asset-Tauschs rund 1,2 Mrd. Euro an EDF zahlen. Centrica gewannen im britischen FTSE 100 mehr als 6 Prozent. Für EDF geht es dagegen im CAC40 um 5,62 Prozent in die Tiefe. Der französische Industriekonzern Alstom und das kanadische Unternehmen Bombadier haben am Montag vom französischen Nahverkehrsbetreiber Régie Autonome des Transports Parisiens (RATP) die offizielle Bestätigung für einen Auftrag zur Lieferung von 60 Zügen für den Großraum Paris erhalten. Der bereits am 8. April 2009 verkündete Auftrag über die 60 Züge hat einen Wert von ca. 842 Mio. Euro. Als Mitglied des Konsortiums ist Bombardier für rund ein Drittel des Projektes zuständig; der Anteil beläuft sich auf ungefähr 286 Mio. Euro. Die Aktie von Alstom büßte heute im französischen CAC40 mehr als 4 Prozent ihres Wertes ein.

Für Papiere des Pharmakonzerns AstraZeneca ging es im britischen Leitindex um 5,51 Prozent nach oben. Der Wert profitierte von positiven Studienergebnissen für das Medikament Brilinta. Demnach habe das Medikament im Rahmen einer klinischen Phase-III-Studie seinen definierten Endpunkt erreicht. Die Aktie der BT Group verlor indes 0,32 Prozent. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien will Presseangaben zufolge die Dividendenausschüttung für das abgelaufene Fiskaljahr deutlich reduzieren. HSBC gewannen 0,09 Prozent. Die Großbank gab zuvor bekannt, dass sie robust in das neue Jahr gestartet ist. Demnach lag der vergleichbare Gewinn vor Steuern im ersten Quartal deutlich über dem des Vorjahres. Dabei profitierte man von positiven Einmaleffekten. Abschreibungen und Risikovorsorge sind den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr gestiegen, zeigten sich jedoch im Vergleich zum vierten Quartal 2008 rückläufig.

Die im österreichischen ATX gelistete Aktie von Intercell gab heute 1,12 Prozent ab. Wie der Impfstoffspezialist heute mitteilte, musste im ersten Quartal ein deutlich höherer Verlust ausgewiesen werden. Der Periodenverlust verschlechterte sich von 4,6 Mio. auf 8,2 Mio. Euro, während der Umsatz von 8,6 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro sank. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet das Management ein solides Umsatzwachstum und Profitabilität. Im Schweizer Leitindex SMI gaben Roche und Novartis um 1,54 bzw. um 1,59 Prozent nach. Nestlé ging unverändert aus dem Handel, während die UBS gut 2 Prozent zulegte.

Wie Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern StatoilHydro heute bekannt gab, ist sein Gewinn im Auftaktquartal deutlich eingebrochen. Das Unternehmen verwies dabei auf niedrigere Ölpreise und eine höhere Steuerlast. Der Nettogewinn sank nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 3,67 Mrd. Norwegische Kronen (NOK), gegenüber 15,98 Mrd. NOK im Vorjahr. Der Gesamtumsatz verringerte sich um 29 Prozent auf 112,76 Mrd. NOK. Die Aktie verlor in Oslo 2,13 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.433,59 (-1,17 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.091,09 (-0,91 Prozent) EURONEXT 100: 555,53 (-2,01 Prozent) FTSE 100 (London): 4.435,50 (-0,60 Prozent) CAC40 (Paris): 3.248,67 (-1,93 Prozent) MIB 30 (Mailand): 20.846,00 (-1,53 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.316,80 (-1,53 Prozent) SMI (Zürich): 5.358,94 (-0,59 Prozent) ATX (Wien): 2.067,27 (-2,47 Prozent) (11.05.2009/ac/n/m)


 

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