Paris (www.aktiencheck.de) - Die Stimmung an den europäischen Börsen verbesserte sich zum Handelsschluss am Montag ein wenig, nachdem es zu Beginn des Handels wesentlich düsterer ausgesehen hatte.
Die Schuldenkrise blieb dabei das bestimmende Thema am Markt. Der Dow Jones
EURO STOXX 50 (
ISIN EU0009658145 /
WKN 965814 ) gewann 0,50 Prozent auf 2.078,96 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (
ISIN EU0009658160 /
WKN 965816 ) fiel um 0,37 Prozent nach unten auf 2.213,47 Zähler. Die europäischen Länderbörsen schlossen uneinheitlich.
Der von der sentix GmbH ermittelte Konjunktur-Index für die Eurozone verzeichnete im Juni 2012 erneut einen Rückgang. Der sentix-Gesamtindex für die Euroland-Konjunktur verlor zum dritten Mal in Folge und notiert mit -28,9 Punkten auf dem tiefsten Stand seit Mai 2009, nach -24.5 Punkten im Vormonat. Lage und Erwartungswerte fielen dabei gleichermaßen zurück, die Lagewerte sanken dabei auf den niedrigsten Stand seit August 2009. Die Entwicklung in Euroland wirkt sich auch zunehmend negativ auf die bisherigen Wachstumsmotoren aus. Auch die bisherigen Wachstumsmotoren stotterten laut sentix. So verlor der Deutschland-Index fast 7 Punkte auf 9,1 Zähler, was im Wesentlichen den Erwartungen geschuldet ist.
Im britischen FTSE 100 waren die Titel von Randgold Resources mit einem Plus von 6,9 Prozent klarer Tagesgewinner. Am Indexende fanden Vedanta Resources, mit einem Minus von 4,9 Prozent.
Im französischen CAC40 wurden auch am Ende des Tages Finanztitel gesucht. Titel von Société Générale legten an der Spitze um 3,5 Prozent zu. Auf dem zweiten Platz folgten BNP Paribas mit einem Zugewinn von 3,4Prozent. Mehr als 2 Prozent mussten CAP Gemini abgeben, am Indexende fanden sich dagegen Aktien von Renault mit einem Minus von 2,9 Prozent.
Im Schweizer SMI gab es nur einen Wert, der nicht mit einem Minus geschlossen hatte. Titel von Synthesis lagen mit einem zum vorherigen Handelstag unveränderten Wert an der Spitze. Für Aktien von Novartis (
ISIN CH0012005267 /
WKN 904278 ) ging es derweil um 1,0 Prozent nach unten. Der Pharmakonzern hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem dänischen Biotech-Konzern Genmab (
ISIN DK0010272202 /
WKN 565131 ) geschlossen. In deren Rahmen wird Novartis die DuoBody-Technologieplattform von Genmab zur Schaffung und Entwicklung bispezifiischer Antikörper verwenden. Genmab erhält den Angaben zufolge eine Upfront-Zahlung in Höhe von 2 Mio. US-Dollar von Novartis. Sollten alle Meilensteine des Rahmenabkommens erfüllt werden, würde Genmab insgesamt 175 Mio. US-Dollar zuzüglich Lizenzgebühren von Novartis erhalten. Mit einem Abschlag von 2,8 Prozent bildeten Titel von Swiss Re das Schlusslicht. Im SMI.
Aktien von EVN (
ISIN AT0000741053 /
WKN 878279 ) tendierten im österreichischen ATX zum Schluss unverändert. Der Energieversorger hat das derzeit günstige Umfeld zur Refinanzierung einer Kreditlinie genutzt. So wurde eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 500 Mio. Euro unterzeichnet. Die neue Fazilität hat eine Laufzeit von fünf Jahren und ersetzt die seit September 2006 bestehende syndizierte revolvierende Kreditlinie. Aktien der Raiffeisen Bank International lagen am Ende mit einem Plus von 3,9 Prozent an der Indexspitze, während Lenzing am Indexende 5,5 Prozent an Wert verloren.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.078,96 (+0,50 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.213,47 (-0,37 Prozent) FTSE 100 (London): 5.260,19 (-1,14 Prozent) CAC40 (Paris): 2.954,49 (+0,14 Prozent) MIB (Mailand): 12.891,96 (+1,19 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 6.239,50 (+2,88 Prozent) SMI (Zürich): 5.713,34 (-1,11 Prozent) ATX (Wien): 1.857,23 (-0,27 Prozent) (04.06.2012/ac/n/m)