Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind heute mehrheitlich mit teils kräftigen Abschlägen aus dem Handel gegangen. Besonders Bankentitel hatten unter den schwachen Quartalszahlen von BBVA zu leiden.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,43 Prozent auf 2.787,40 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab 1,05 Prozent auf 2.488,82 Zähler, während der in Paris berechnete EURONEXT 100 0,90 Prozent auf 660,74 Indexpunkte einbüßte.
Tullow Oil (
ISIN GB0001500809 /
WKN 591219 ) sackten im FTSE 100 an vorletzter Stelle um fast 6 Prozent ab. Der britische Ölkonzern wird insgesamt etwa 80,4 Millionen neue Aktien ausgeben, was rund 9,99 Prozent des ausstehenden Grundkapitals entspricht. Auf Basis des letzten Schlusskurses der Aktie würde sich der Erlös aus der Kapitalerhöhung auf knapp 978 Mio. Britische Pfund belaufen. Die Einnahmen werden dabei zur Stärkung der Konzernbilanz sowie zur Erweiterung der Explorationsaktivitäten verwenden. Für das Fiskaljahr 2009 sieht man sich weiter auf Kurs und erwartet eine Ölproduktion von 58.300 Barrel Öläquivalent pro Tag, was im Rahmen der konzerneigenen Prognose liegt. Für 2010 erwartet Tullow Oil eine Produktion von 55.000 bis 57.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Daneben verloren mitunter Fresnillo 3,72 Prozent, Xstrata 3,14 Prozent und Anglo American 3,17 Prozent. Im Finanzsektor gaben Barclays 3,32 Prozent, Prudential 1,83 Prozent und HSBC 0,68 Prozent ab.
Wie der Chip-Hersteller STMicroelectronics (
ISIN NL0000226223 /
WKN 893438 ) am Vorabend meldete, hat er im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet, was mit einem klaren Umsatzwachstum zusammenhängt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 70 Mio. Dollar bzw. 8 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 366 Mio. Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 4 Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich um gut 13 Prozent auf 2,58 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,56 Mrd. Dollar ausgegangen. STMicroelectronics gaben im CAC40 in Paris 4,39 Prozent ab. Lafarge büßten als Schlusslicht 4,49 Prozent ein. Technip legten auf der Gegenseite als einer der wenigen Gewinner fast 2 Prozent zu.
Der Gewinn der spanischen Großbank BBVA (
ISIN ES0113211835 /
WKN 875773 ) ist im vierten Quartal um 94 Prozent eingebrochen, was auf massive Goodwill-Abschreibungen in Zusammenhang mit ihrem US-Geschäft und höhere Rückstellungen für faule Kredite zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 31 Mio. Euro, gegenüber 519 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,05 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich von 3,09 Mrd. Euro auf 3,59 Mrd. Euro. BBVA sackten im IBEX 35 in Madrid um über 6 Prozent ab.
Im schweizerischen SMI standen Richemont, Nestlé und ABB mit Kursgewinnen von 1,62 Prozent, 1,02 Prozent und 0,87 Prozent an vorderster Stelle. Auf der Gegenseite verloren Holcim mit einem Minus von 4,41 Prozent am meisten.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.787,40 (-1,43 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.488,82 (-1,05 Prozent) EURONEXT 100: 660,74 (-0,90 Prozent) FTSE 100 (London): 5.217,47 (-1,13 Prozent) CAC40 (Paris): 3.759,80 (-1,24 Prozent) MIB (Mailand): 21.997,59 (-1,83 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.042,20 (-1,83 Prozent) SMI (Zürich): 6.473,03 (-0,17 Prozent) ATX (Wien): 2.519,03 (-1,05 Prozent) (27.01.2010/ac/n/m)