Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben heute kräftige Abschläge hinnehmen müssen. Nach einem freundlichen Handelsverlauf wurden die Kurse am Nachmittag von negativen US-Vorgaben in den Keller gezogen.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 verlor 1,80 Prozent auf 2.737,33 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gab 1,39 Prozent auf 2.454,12 Zähler ab, während der in Paris berechnete EURONEXT 100 1,41 Prozent auf 651,41 Indexpunkte einbüßte.
Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia (
ISIN FI0009000681 /
WKN 870737 ) gab heute bekannt, dass sein Gewinn im vierten Quartal deutlich gestiegen ist, was auf eine starke Handy-Nachfrage zurückzuführen ist. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 948 Mio. Euro bzw. 0,26 Euro pro Aktie, im Vergleich zu 576 Mio. Euro bzw. 0,15 Euro pro Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte lag der jüngste Gewinn bei 0,25 Euro (Vorjahr: 0,26 Euro) pro Aktie.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 0,19 Euro pro Aktie ausgegangen. Der Umsatz ging um 5,3 Prozent auf 11,99 Mrd. Euro zurück. Wie der weltweit führende Mobiltelefonproduzent mitteilte, hat er im Berichtszeitraum 126,9 Millionen Mobilfunkgeräte ausgeliefert, was einem Anstieg von 12 Prozent zum Vorjahr bzw. 17 Prozent zum Vorquartal entspricht. Der weltweite Marktanteil lag damit bei 39 Prozent, nach 37 Prozent im Vorjahresquartal und 38 Prozent im Vorquartal. Die Aktie reagierte im OMX Nordic 40 mit einem kräftigen Plus von knapp 10 Prozent auf die Zahlen. Um 8,38 Prozent nach oben ging es für Titel der schwedischen Bekleidungskette H&M (
ISIN SE0000106270 /
WKN 872318 ). Der Konzern hat im vierten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg verzeichnet. Die Erlöse stiegen auf Konzernebene um 6 Prozent auf 28,01 Mrd. Schwedische Kronen (SEK). Beim Nachsteuergewinn wurde ein Anstieg auf 6,15 Mrd. SEK ausgewiesen, nach 5,09 Mrd. SEK im Vorjahreszeitraum.
Der britische Pharmakonzern AstraZeneca (
ISIN GB0009895292 /
WKN 886455 ) hat im vierten Quartal mehr verdient. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn kletterte von 1,25 Mrd. Dollar auf nun 1,55 Mrd. Dollar. Analysten hatten ein Ergebnis von 1,96 Mrd. Dollar erwartet. Die Umsatzerlöse erhöhten sich auf 8,95 Mrd. Dollar, nach 8,19 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. AstraZeneca sackten im FTSE 100 in London an letzter Stelle um 4,60 Prozent ab. Der Satellitenfernsehanbieter BSkyB (
ISIN GB0001411924 /
WKN 893517 ) hat im zweiten Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg erzielt, was mit einem stark gewachsenen Kundenstamm zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 128 Mio. Britische Pfund (GBP), nach einem Gewinn von 93 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz kletterte von 1,35 auf 1,49 Mrd. GBP. Der größte Pay-TV-Betreiber in Großbritannien konnte im Berichtszeitraum 172.000 Neukunden gewinnen, womit er nun insgesamt 9,71 Millionen Kunden zählt. Die Aktie verlor 2,53 Prozent. Spitzenreiter waren Carnival mit einem Minus von 1,61 Prozent. Auf der Gegenseite verloren Xstrata 4,33 Prozent, Antofagasta 3,85 Prozent und Anglo American 3,32 Prozent.
Stärkster Wert im CAC40 waren STMicroelectronics mit einem Plus von 1,53 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei gewannen Alcatel-Lucent 1,27 Prozent und Renault 0,79 Prozent. Schwächste Werte waren ArcelorMittal (-3,66 Prozent), Schneider Electric (-3,65 Prozent) und Bouygues (-3,25 Prozent).
An der Spitze des SMI rangierten Richemont mit einem Zuwachs von 1,48 Prozent. Daneben lagen Adecco und Nestlé 0,88 Prozent bzw. 0,30 Prozent vorne. Die Lonza Group (-4,97 Prozent), Synthes (-3,33 Prozent) und ABB (-2,19 Prozent) fanden sich am unteren Ende des schweizerischen Leitindex wieder.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.737,33 (-1,80 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.454,12 (-1,39 Prozent) EURONEXT 100: 651,41 (-1,41 Prozent) FTSE 100 (London): 5.145,74 (-1,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.688,79 (-1,89 Prozent) MIB (Mailand): 21.603,13 (-1,79 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.829,30 (-1,93 Prozent) SMI (Zürich): 6.442,41 (-0,47 Prozent) ATX (Wien): 2.473,26 (-1,82 Prozent) (28.01.2010/ac/n/m)