Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen sind heute nach späten Verlusten mehrheitlich mit Abschlägen aus dem Handel gegangen. Der Euro wertete vor dem Hintergrund der Finanzkrise in Griechenland weiter ab.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 lag mit 0,54 Prozent bei 2.897,95 Punkten im Minus. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verlor 0,60 Prozent auf 2.598,57 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gab ebenfalls 0,31 Prozent ab auf 690,08 Punkte.
Lloyds Banking (
ISIN GB0008706128 /
WKN 871784 ) schossen im FTSE 100 in London um über 8 Prozent in die Höhe. Die Bankgesellschaft scheint das Gröbste überstanden zu haben und geht für 2010 von einer Rückkehr in die Gewinnzone aus. Wie aus Unterlagen zu einer
Analystenkonferenz hervorgeht, habe man in den ersten zehn Wochen des laufenden Kalenderjahres in allen Geschäftsbereichen besser als zunächst erwartet abgeschnitten. Mitunter habe sich die Nettozinsmarge weiter verbessert, während die Gesamteinnahmen bei deutlich verbesserter Kostenbasis weiter kontinuierlich nach oben gezeigt hätten. Auch bei den Wertberichtigungen zeichne sich sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich eine deutliche Verbesserung gegenüber der Vorjahresperiode ab. Insgesamt erwarten die Briten dabei für das Gesamtjahr trotz der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Rückkehr in die Gewinnzone. Daneben gewannen RBS 4,76 Prozent und BAE Systems 2,44 Prozent. Im Rohstoffsegment lagen Eurasian mit 0,26 Prozent und Fresnillo mit 1,14 Prozent hinten.
Der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro (
ISIN NO0005052605 /
WKN 851908 ) hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 299 Mio. Norwegische Kronen (NOK), nach einem Verlust von 3,93 Mrd. NOK im Vorjahr. Dabei beinhaltet das Vorjahresergebnis eine Abschreibung in Höhe von 1,55 Mrd. NOK. Der Umsatz fiel von 88,46 Mrd. NOK auf 67,41 Mrd. NOK. Wie der Konzern mitteilte, hat er die Talsohle wahrscheinlich durchschritten. Jedoch wird auch für 2010 mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gerechnet. Norsk Hydro verloren an der Nordic Stock Exchange 1,60 Prozent.
Wolford (
ISIN AT0000834007 /
WKN 893975 ) gewannen in Wien 2,39 Prozent. Der Bekleidungshersteller konnte sein Ergebnis in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres deutlich steigern. Die Erlöse sanken um 4,9 Prozent auf 112,6 Mio. Euro, wobei im dritten Quartal ein Umsatzanstieg um 5,7 Prozent verzeichnet wurde. Das Periodenergebnis belief sich auf 3,8 Mio. Euro (Vorjahr: 1,2 Mio. Euro). Der Vorstand geht weiterhin von einem herausfordernden Marktumfeld aus und erwartet aus heutiger Sicht für das Gesamtjahr 2009/10 ein positives Ergebnis.
Der Automobilkonzern Daimler (
ISIN DE0007100000 /
WKN 710000 ) wird seine Beteiligung beim Luft- und Raumfahrtkonzern European EADS (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) unverändert lassen. Demnach haben Daimler und das Konsortium privater und öffentlicher Investoren die seit 2007 bestehende Vereinbarung bezüglich der Beteiligung und der Stimmrechte bei EADS am 16. März dieses Jahres verlängert. Demnach hält Daimler weiterhin 22,5 Prozent der Stimmrechte an EADS, während der wirtschaftliche Anteil bei 15 Prozent bleibt. EADS gewannen im CAC40 ein knappes Prozent. An der Spitze rückten Crédit Agricole um 2,00 Prozent vor.
UBS legten als stärkster Wert im SMI 1,70 Prozent zu. Dahinter rückten Swatch um 1,56 Prozent, Synthes um 1,51 Prozent und SGS um 1,33 Prozent vor.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.897,95 (-0,54 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.598,57 (-0,60 Prozent) EURONEXT 100: 690,08 (-0,31 Prozent) FTSE 100 (London): 5.650,13 (+0,13 Prozent) CAC40 (Paris): 3.925,44 (-0,32 Prozent) MIB (Mailand): 22.687,30 (-0,43 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.990,80 (-0,75 Prozent) SMI (Zürich): 6.880,76 (-0,25 Prozent) ATX (Wien): 2.578,00 (-0,22 Prozent) (19.03.2010/ac/n/m)