Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung an den europäischen Börsen blieb im Handelsverlauf gedämpft. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kletterte zuletzt 0,16 Prozent auf 2.668,43 Punkte nach oben.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verlor derweil 0,03 Prozent auf 2.397,77 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gewann 0,30 Prozent auf 636,75 Punkte.
Presseangaben zufolge bereitet die deutsche Bundesregierung ein Hilfspaket für Griechenland vor. Wie die "Financial Times Deutschland" in ihrer Online-Ausgabe vom Dienstag berichtet, wird Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Spitze der Unionsfraktion am Mittwoch über eine entsprechende Maßnahme informieren. Wie die Zeitung unter Berufung auf Koalitionskreise weiter mitteilte, sei ein international abgestimmtes Vorgehen auf EU-Ebene im Gespräch. Ein Alleingang Deutschlands werde allerdings nicht ausgeschlossen.
Die Aktie der UBS (
ISIN CH0024899483 /
WKN UB0BL6 ) verlor im SMI in Zürich 5,4 Prozent. Wie die Großbank bekannt gab, hat sie im vierten Quartal einen Gewinn erwirtschaftet, was mit einer Erholung bei der Investmentbank und geringeren Sonderbelastungen zusammenhängt. Den Angaben zufolge belief sich der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn auf 1,21 Mrd. Schweizer Franken (CHF), gegenüber einem Verlust von 9,56 Mrd. CHF im Vorjahr.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 416 Mio. CHF ausgegangen. In den kommenden Quartalen erwartet UBS, dass sich die verbesserte operative Effizienz, die Risikominderung sowie der Neuaufbau und die Neuausrichtung ihrer Geschäfte positiv auswirken werden. Papiere des Mitbewerbers Credit Suisse gewinnen dagegen 3,1 Prozent. Julius Bär rücken um 2,4 Prozent vor.
Swatch (
ISIN CH0012255151 /
WKN 865126 ) legten fast 5 Prozent zu. Der Uhrenhersteller hat zuvor die Geschäftszahlen für das abgelaufene Fiskaljahr auf den Tisch gelegt. Der Gesamtumsatz lag bei 5,42 Mrd. CHF, was gegenüber dem Vorjahreswert auf vergleichbarer Basis bei konstanten Wechselkursen und bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis einem Minus von 6,3 Prozent entspricht. Beim Nettoergebnis wurde ein Rückgang auf 763 Mio. CHF verzeichnet, nach 838 Mio. CHF im Vorjahr. Im Januar 2010 habe man indes den zweitbesten Januar-Monat der Firmengeschichte zu verzeichnen gehabt. Vor diesem Hintergrund geht man dank der zuletzt gesehenen konjunkturellen Stabilisierung für 2010 von einer Belebung bei den Umsatzerlösen sowie einer Margenverbesserung aus. Richemont gewannen daneben knapp 2 Prozent zu.
EADS (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) verloren im CAC40 in Paris 1,5 Prozent. Die Europäische Verteidigungsagentur (EVA) hat ein von Astrium und EADS Defence & Security (DS) geführtes Konsortium für eine sechsmonatige Studie ausgewählt, in deren Rahmen nachgewiesen werden soll, dass Satellitenkommunikation die Einführung von UAVs im zivilen Luftraum ermöglicht. BNP Paribas legten um 1,8 Prozent zu, während Société Générale rund 2 Prozent hinzugewannen. Unibail-Rodamco gaben hingegen 6 Prozent ab. Dabei hat der Immobilienkonzern im vergangenen Geschäftsjahr mehr verdient.
Im britischen FTSE 100 standen Werte aus dem Rohstoffsektor hoch im Kurs. Unter anderem gewannen Xstrata 3,4 Prozent, Rio Tinto 3,8 Prozent und Antofagasta 4,1 Prozent. Titel der Großbank Lloyds rückten um 2,1 Prozent vor. Für British Land (
ISIN GB0001367019 /
WKN 852556 ) ging es um 1,9 Prozent nach oben. Der zweitgrößte Real Estate Investment Trust (REIT) in Großbritannien konnte das dritte Geschäftsquartal mit einem positiven Ergebnis abschließen, was mit Wertsteigerungen bei einigen seiner Objekte zusammenhängt. Europas größtes Touristikunternehmen TUI Travel (
ISIN GB00B1Z7RQ77 /
WKN A0MWY8 ), meldete, dass sich sein Verlust im ersten Quartal deutlich vergrößert hat, was auf rückläufige Buchungen in der Wintersaison zurückzuführen ist. Indes ist man für das Gesamtjahr zuversichtlich. Der Wert lag zuletzt mit 0,3 Prozent leicht vorne.
Wie der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold (
ISIN NL0006033250 /
WKN A0MZBE ) erklärte, hat seine Sparte Giant-Carlisle die Übernahme von 25 Geschäften der Ukrop`s Super Markets erfolgreich abgeschlossen. Der gesamte Kaufpreis für die nun abgeschlossene Transaktion, die Teil der profitablen Wachstumsstrategie von Ahold sei, liege bei rund 140 Mio. Dollar. Ahold gaben im AEX geringfügig ab.
Am morgigen Mittwoch werden unter anderem ArcelorMittal, Peugeot und Sanofi-Aventis ihre Zahlen für das Gesamtjahr vorlegen.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.668,43 (+0,16 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.397,77 (-0,03 Prozent) EURONEXT 100: 636,75 (+0,30 Prozent) FTSE 100 (London): 5.111,84 (+0,38 Prozent) CAC40 (Paris): 3.612,76 (+0,15 Prozent) MIB (Mailand): 20.818,97 (-0,57 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.275,40 (+0,68 Prozent) SMI (Zürich): 6.314,75 (-0,51 Prozent) ATX (Wien): 2.414,49 (+0,29 Prozent)
(09.02.2010/ac/n/m)