Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben die Tagestiefststände inzwischen hinter sich lassen können. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell noch 0,64 Prozent und steht bei 2.809,78 Punkten.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,34 Prozent ein auf 2.506,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 liegt mit 0,27 Prozent hinten bei 664,94 Stellen. Auch an den europäischen Länderbörsen sind Erholungstendenzen auszumachen.
Die US-Futures deuten auf eine insgesamt kaum veränderte Eröffnung der Wall Street hin. Im Moment geben der Dow Jones Future und der NASDAQ 100 Future leicht ab. Der S&P 500 Future legt 0,08 Prozent zu. Maßgeblichen Einfluss dürften heute insbesondere die Zahlen von Boeing, Caterpillar, United Technologies und Yahoo haben. Konjunkturseitig werden in den USA die Verkäufe neuer Häuser und am Abend das Fed-Sitzungsergebnis erwartet.
Tullow Oil (
ISIN GB0001500809 /
WKN 591219 ) sacken am Ende des FTSE 100 um über 4 Prozent ab. Der britische Ölkonzern wird insgesamt etwa 80,4 Millionen neue Aktien ausgeben, was rund 9,99 Prozent des ausstehenden Grundkapitals entspricht. Auf Basis des letzten Schlusskurses der Aktie würde sich der Erlös aus der Kapitalerhöhung auf knapp 978 Mio. Britische Pfund belaufen. Die Einnahmen werden dabei zur Stärkung der Konzernbilanz sowie zur Erweiterung der Explorationsaktivitäten verwenden. Für das Fiskaljahr 2009 sieht man sich weiter auf Kurs und erwartet eine Ölproduktion von 58.300 Barrel Öläquivalent pro Tag, was im Rahmen der konzerneigenen Prognose liegt. Für 2010 erwartet Tullow Oil eine Produktion von 55.000 bis 57.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Daneben verlieren mitunter Fresnillo 3,1 Prozent, Xstrata 2,1 Prozent und Anglo American 1,7 Prozent. Im Finanzsektor geben Barclays 2,4 Prozent, Prudential 1,7 Prozent und HSBC 1,6 Prozent ab.
Wie der Chip-Hersteller STMicroelectronics (
ISIN NL0000226223 /
WKN 893438 ) am Vorabend meldete, hat er im vierten Quartal einen geringeren Verlust erwirtschaftet, was mit einem klaren Umsatzwachstum zusammenhängt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 70 Mio. Dollar bzw. 8 Cents pro Aktie, nach einem Verlust von 366 Mio. Dollar bzw. 42 Cents pro Aktie im Vorjahr. Vor Einmaleffekten wurde im Berichtszeitraum ein Gewinn von 4 Cents pro Aktie erzielt. Der Umsatz erhöhte sich um gut 13 Prozent auf 2,58 Mrd. Dollar.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 2,56 Mrd. Dollar ausgegangen. STMicroelectronics geben im CAC40 in Paris ein knappes Prozent ab. Lafarge büßen als Schlusslicht 2,4 Prozent ein. Technip legen auf der Gegenseite gut 1 Prozent zu.
Der Gewinn der spanischen Großbank BBVA (
ISIN ES0113211835 /
WKN 875773 ) ist im vierten Quartal um 94 Prozent eingebrochen, was auf massive Goodwill-Abschreibungen in Zusammenhang mit ihrem US-Geschäft und höhere Rückstellungen für faule Kredite zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 31 Mio. Euro, gegenüber 519 Mio. Euro im Vorjahr. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,05 Mrd. Euro ausgegangen. Die Nettozinseinnahmen erhöhten sich von 3,09 Mrd. Euro auf 3,59 Mrd. Euro. BBVA sacken im IBEX 35 in Madrid um über 5 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.809,78 (-0,64 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.506,68 (-0,34 Prozent) EURONEXT 100: 664,94 (-0,27 Prozent) FTSE 100 (London): 5.243,07 (-0,64 Prozent) CAC40 (Paris): 3.787,57 (-0,51 Prozent) MIB (Mailand): 22.234,38 (-0,77 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.169,10 (-1,57 Prozent) SMI (Zürich): 6.490,97 (+0,10 Prozent) ATX (Wien): 2.546,32 (+0,03 Prozent) (27.01.2010/ac/n/m)