Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen präsentieren sich zur Tagesmitte hin deutlich fester. Der Dow Jones EURO STOXX 50 klettert zur Stunde um 1,09 Prozent auf 2.287,72 Punkte.
Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es um 0,97 Prozent nach oben auf 1.956,58 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 gewinnt 1,13 Prozent auf 514,52 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.
Dabei lassen die US-Futures keinen fulminanten Auftakt der Wall Street erahnen. Der Dow Jones Future verliert aktuell 0,32 Prozent und der S&P 500 Future 0,36 Prozent. Dagegen verbessert sich der NASDAQ 100 Future um 0,30 Prozent. Im weiteren Verlauf stehen in den USA zahlreiche Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an. Erwartet werden wichtige Immobilienmarktdaten, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philadelphia-Fed-Index. Die von der Großbank JPMorgan vorgelegten Zahlen konnten zumindest schon einmal überzeugen. Das Finanzinstitut musste im ersten Quartal angesichts der Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise einen leichten Gewinnrückgang ausweisen. Die Schätzungen wurden aber klar übertroffen.
Der finnische Mobiltelefonhersteller Nokia gab heute bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal in Zusammenhang mit der schwachen Handy-Nachfrage von 1,22 Mrd. Euro im Vorjahr auf 122 Mio. Euro eingebrochen ist. Der Umsatz ging um knapp 27 Prozent auf rund 9,3 Mrd. Euro zurück. Der weltweite Marktanteil blieb gegenüber dem vierten Quartal 2008 mit 37 Prozent unverändert. Außerdem wurde der Ausblick bekräftigt. So führt die Aktie dann auch den Dow Jones STOXX 50 mit einem Plus von gut 7 Prozent an.
Der Umsatz des französischen Lebensmittelherstellers Danone ist im ersten Quartal leicht gesunken ist, was auf eine rückläufige weltweite Nachfrage nach Milchprodukten und Flaschenwasser zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis konnten die Erlöse um 1 Prozent gesteigert werden. Zudem hält Danone weiter an seinen Jahreszielen fest. Die im CAC40 gelistete Aktie gewinnt mehr als 2 Prozent. Für ArcelorMittal und Vallourec geht es nach einer positiven Sektorenstudie um jeweils rund 4 Prozent nach oben. Kursgewinne von jeweils rund 1 Prozent sind bei Renault und Peugeot auszumachen. Laut Angaben der ACEA sanken die Pkw-Neuzulassungen im März in Europa um 9 Prozent. Für Frankreich wurde indes ein Plus von 8 Prozent gemeldet.
Im Schweizer Leitindex SMI geht es für Titel von Zurich Financial um 2,5 Prozent nach oben. Laut einem Zeitungsbericht will sich der ins Schlingern geratene Versicherungskonzern AIG von seiner Kfz-Versicherungssparte trennen. Demnach stünden die Amerikaner unmittelbar vor einem Verkauf des Geschäftsbereichs an die Schweizer. Die Transaktionssumme könnte bei 1,5 bis 2,0 Mrd. Dollar liegen. Verstärkt gesucht sind außerdem Swiss Re mit +6,6 Prozent, Julius Bär mit +5,2 Prozent, UBS mit +4,6 Prozent und Credit Suisse mit +4,1 Prozent.
Auch um britischen Leitindex FTSE 100 werden Finanztitel bevorzugt. So legen mitunter Prudential knapp 11 Prozent, Lloyds über 8 Prozent, RBS knapp 5 Prozent und Barclays gut 3 Prozent zu. SABMiller gewinnen nach anfänglichen Verlusten 0,6 Prozent. Dabei sank der Bierabsatz des Konzerns im vierten Geschäftsquartal um 1 Prozent, wogegen
Analysten von einem Wachstum um 0,8 Prozent ausgegangen waren.
Wie die spanische Großbank Banesto heute mitteilte, ist ihr Gewinn im ersten Quartal um rund 3 Prozent zurückgegangen, was mit mehr Kreditausfällen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden damit allerdings übertroffen. Die Aktie gewinnt in Madrid im IBEX 35 gut 4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.287,72 (+1,09 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 1.956,58 (+0,97 Prozent) EURONEXT 100: 514,52 (+1,13 Prozent) FTSE 100 (London): 4.009,33 (+1,03 Prozent) CAC40 (Paris): 3.021,39 (+1,19 Prozent) MIB 30 (Mailand): 18.102,00 (+1,63 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.822,70 (+1,27 Prozent) SMI (Zürich): 5.134,42 (+1,36 Prozent) ATX (Wien): 1.877,06 (+1,39 Prozent) (16.04.2009/ac/n/m)