Börsen in Europa am Mittag: Deutliche Gewinne, ArcelorMi.


10.02.10 14:22
Meldung
 
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können auf deutliche Gewinne blicken. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legt aktuell 1,79 Prozent zu und steht bei 2.716,13 Punkten.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt daneben um 1,36 Prozent vor auf 2.430,31 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es um 1,31 Prozent nach oben auf 645,07 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Zuwächse.

Der ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im ersten Quartal 2010 kräftig angezogen. Demnach erhöhte sich der Geschäftsklimaindex auf 101,3 Punkte. Im Vorquartal hatte der Index nur bei 91,0 Zählern und im Vorjahresquartal bei 55,8 Punkten gelegen.

Die US-Futures lassen noch keine klare Tendenz erkennen. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,13 Prozent und der S&P 500 Future 0,07 Prozent. Der NASDAQ 100 Future gewinnt indes 0,14 Prozent. In Kürze wird in den USA die Handelsbilanz erwartet.

BHP Billiton (ISIN GB0000566504 / WKN 908101 ) (ISIN AU000000BHP4 / WKN 850524 ) können im FTSE 100 in London inzwischen um gut 1 Prozent vorrücken. Der Minenkonzern hat in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mehr verdient. Das Nettoergebnis stieg von 2,62 Mrd. Dollar auf nun 6,14 Mrd. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte sank der Gewinn hingegen um 7,0 Prozent auf 5,70 Mrd. Dollar. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 17,5 Prozent auf 24,58 Mrd. Dollar. Der Reinigungsmittelhersteller Reckitt Benckiser (ISIN GB00B24CGK77 / WKN A0M1W6 ) hat im vierten Quartal einen Gewinnanstieg vorweisen können. Der Umsatz lag bei 2,06 Mrd. Britischen Pfund (GBP), nach 1,83 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg auf 448 Mio. GBP (Vorjahr: 393 Mio. GBP). Für das laufende Fiskaljahr geht man von einer weiterhin positiven Entwicklung aus und stellt ein Umsatzplus von 5 Prozent sowie einen Anstieg beim operativen Gewinn von 10 Prozent in Aussicht. Der Wert legt 2,4 Prozent zu.

ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2 ) sacken im CAC40 in Paris um über 4 Prozent ab. Der größte Stahlkonzern der Welt hat im Schlussquartal einen Gewinn im Vergleich zu einem Vorjahresverlust erwirtschaftet, was mit einer stärkeren Stahlnachfrage zusammenhängt. Zudem war das Vorjahresergebnis durch hohe Sonderbelastungen beeinträchtigt. Die Erwartungen wurden allerdings verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,07 Mrd. Dollar, gegenüber einem Verlust von 2,63 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich von 22,09 Mrd. Dollar auf 18,64 Mrd. Dollar. Peugeot (PSA Peugeot Citroën) (ISIN FR0000121501 / WKN 852363 ) verlieren daneben knapp 3 Prozent. Wie der Autobauer erklärte, hat er im zweiten Halbjahr 2009 einen deutlich geringeren Verlust als in der ersten Jahreshälfte erwirtschaftet, was mit einer steigenden Fahrzeugnachfrage als Folge der staatlichen Konjunkturprogramme zusammenhängt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 199 Mio. Euro (erstes Halbjahr: -962 Mio. Euro). Analysten waren von einem Verlust von 194 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz lag bei 24,92 Mrd. Euro, nach 23,5 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2009. Für das erste Halbjahr 2010 rechnet der Konzern mit einem operativen Gewinn vor Einmaleffekten. Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis (ISIN FR0000120578 / WKN 920657 ) konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um gut 10 Prozent steigern, was vor allem mit starken Umsätzen bei seinem Schweinegrippe-Impfstoff zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit übertroffen. Der bereinigte Gewinn (vor bestimmten Einmaleffekten) belief sich auf 1,8 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,75 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 7,36 Mrd. Euro zu. Sanofi-Aventis gewinnen 0,7 Prozent. An der Indexspitze legen Société Générale 4,6 Prozent zu, gefolgt Crédit Agricole und AXA.

Im Schweizer Leitindex SMI stechen Swiss Re und Credit Suisse mit Aufschlägen von jeweils mehr als 3 Prozent ins Auge. UBS und Swiss Life gewinnen 2,4 bzw. 2,2 Prozent. Auf der Gegenseite verlieren Syngenta 0,9 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.716,13 (+1,79 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.430,31 (+1,36 Prozent) EURONEXT 100: 645,07 (+1,31 Prozent) FTSE 100 (London): 5.176,72 (+1,27 Prozent) CAC40 (Paris): 3.670,82 (+1,61 Prozent) MIB (Mailand): 21.276,48 (+2,20 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.498,40 (+2,17 Prozent) SMI (Zürich): 6.350,66 (+0,57 Prozent) ATX (Wien): 2.475,06 (+2,51 Prozent) (10.02.2010/ac/n/m)


 

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