Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen mit Blick auf die US-Futures auch zur Tagesmitte hin im Plus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,29 Prozent und steht bei 2.440,59 Punkten.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,41 Prozent auf 2.099,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 rückt leicht um 0,03 Prozent vor auf 555,71 Indexpunkte. An den europäischen Länderbörsen sind indes gemischte Vorzeichen auszumachen.
Der Dow Jones Future gewinnt aktuell 0,63 Prozent. Daneben verbessern sich der S&P 500 Future um 0,69 Prozent und der NASDAQ 100 Future um 0,61 Prozent. Im weiteren Handelsverlauf wird in den USA die Handelsbilanz erwartet.
Im britischen FTSE 100 gewinnen Papiere der Hotelkette InterContinental Hotels fast 3 Prozent. Der Konzern gab zuvor bekannt, dass sein Gewinn im ersten Quartal um 56 Prozent gesunken ist, was mit einer Sonderbelastung, geringeren Verbraucherausgaben und einem harten Wettbewerb zusammenhängt. Der Umsatz verringerte sich um 24 Prozent auf 342 Mio. Dollar. Titel des Tabakkonzerns Imperial Tobacco sacken dagegen um fast 4 Prozent ab. Das Unternehmen musste im ersten Halbjahr aufgrund negativer Einmaleffekte einen Verlust hinnehmen. Aufgrund der Übernahme des spanischen Konkurrenten Altadis konnten die Erlöse um 54 Prozent auf 12,42 Mrd. Britische Pfund (GBP) gesteigert werden. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 142 Mio. GBP ausgewiesen, nach einem Überschuss von 240 Mio. GBP im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn bei 727 Mio. GBP. Bankenwerte stehen ebenfalls unter Druck. So büßen Lloyds am Indexende fast 7 Prozent, Barclays über 4 Prozent und RBS 3 Prozent ein. Im Rohstoffsektor verlieren mitunter Rio Tinto 3,9 Prozent, Anglo American 3,3 Prozent und BHP Billiton 2,4 Prozent.
EADS fallen im CAC40 um 4 Prozent zurück. Der Luft- und Raumfahrtkonzern gab für die ersten drei Monate 2009 einen Umsatz- und Ergebnisrückgang bekannt. Das Unternehmen verwies auf ein unterproportionales Auslieferungsniveau und andere weniger vorteilhafte Phaseneffekte sowie Wechselkurseffekte und Aufwendungen im A400M-Programm. Die Erlöse sanken um 14 Prozent auf 8,47 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis brach um 40 Prozent auf 170 Mio. Euro ein. Der Auftragseingang erreichte 9,33 Mrd. Euro, nach 39,27 Mrd. Euro im Vorjahr. Weitere Verlierer sind unter anderem die beiden Stahlkocher ArcelorMittal (-1,9 Prozent) und Vallourec (-2,4 Prozent). Außerdem trennen sich die Anleger verstärkt von Titeln der Crédit Agricole (-3,3 Prozent). An der Indexspitze gewinnen Lagardere gut 3 Prozent, gefolgt von France Télécom mit +3 Prozent und Alcatel-Lucent mit +2,7 Prozent.
Der schweizerische Vermögensverwalter Julius Bär musste in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Wie der Konzern erklärte, sank der Betriebsertrag der Gruppe bis Ende April um etwas mehr als ein Fünftel. Wie Julius Bär weiter ausführte, hat sich das verwaltete Vermögen in den ersten Monaten des laufenden Fiskaljahres im Vergleich mit Ende 2008 erholt. Die im SMI gelistete Aktie verliert knapp 2 Prozent. Anteile des Versicherers Bâloise geben 2,5 Prozent ab. Der Konzern verzeichnete beim Geschäftsvolumen im Auftaktquartal ein Plus von 4,7 Prozent auf knapp 3,50 Mrd. Schweizer Franken. Swiss Life gewinnen als Spitzenreiter gut 6 Prozent. Auf den Plätzen folgen Swisscom (+3,5 Prozent) und Synthes (+2,5 Prozent).
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.440,59 (+0,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.099,68 (+0,41 Prozent) EURONEXT 100: 555,71 (+0,03 Prozent) FTSE 100 (London): 4.423,02 (-0,28 Prozent) CAC40 (Paris): 3.245,05 (-0,11 Prozent) MIB 30 (Mailand): 21.028,00 (+0,87 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.341,50 (+0,27 Prozent) SMI (Zürich): 5.379,75 (+0,39 Prozent) ATX (Wien): 2.064,17 (-0,15 Prozent) (12.05.2009/ac/n/m)