Paris (aktiencheck.de AG) - Bei den wichtigsten europäischen Indizes sind im Freitaghandel auch zur Mittagszeit rote Vorzeichen auszumachen. Nach der klar positiven Entwicklung vom Vortag nehmen die Investoren heute wieder Gewinne mit.
Grundsätzlich bleibt die Stimmung am Markt aber weiterhin positiv. So hoffen die Anleger auf eine baldige Lösung der Schuldenprobleme Griechenlands. Der Dow Jones
EURO STOXX 50 (
ISIN EU0009658145 /
WKN 965814 ) verliert derzeit 0,34 Prozent auf 2.451,94 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (
ISIN EU0009658160 /
WKN 965816 ) verschlechtert sich um 0,35 Prozent auf 2.445,05 Zähler. Die europäischen Länderbörsen zeigen mehrheitlich eine negative Tendenz.
Die Frühindikatoren der Eurozone haben sich im Dezember 2011 erhöht. Dies gab das Conference Board heute bekannt. Demnach kletterten die Frühindikatoren gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Für November war hingegen ein Minus von 0,1 Prozent ermittelt worden. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) in Brüssel ermittelte derweil für Dezember 2011 eine Zunahme bei den Nutzfahrzeug-Neuzulassungen. So lagen die Neuzulassungen in der EU mit 166.739 Einheiten um 7,5 Prozent über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Einzelnen kletterte die Zahl bei schweren Lastwagen über 16 Tonnen um 20,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 19.482 Einheiten. Zudem wuchs die Zahl der Neuzulassungen bei mittelschweren Nutzfahrzeugen über 3,5 Tonnen um 20,5 Prozent auf 26.846 Einheiten, während bei leichten Nutzfahrzeugen (Nfz) bis 3,5 Tonnen ein Anstieg von 5,4 Prozent auf 136.404 Einheiten verzeichnet wurde. Im Gesamtjahr 2011 zogen die Nfz-Neuzulassungen in der EU um insgesamt 9,9 Prozent auf 1.936.162 Einheiten an.
Die US-Börsen dürften heute mit grünen Vorzeichen in den Handel starten. So steigt der Dow Jones Future derzeit um 0,14 Prozent. Der NASDAQ-Future verbessert sich um 0,16 Prozent, während der S&P-Future um 0,08 Prozent zulegt. Aus den USA werden heute noch das BIP und die Verbraucherstimmung gemeldet.
Die spanische Arbeitsmarktlage hat sich im vierten Quartal 2011 nach Angaben der nationalen Statistikbehörde INE verschlechtert. So kletterte die Arbeitslosenquote auf 22,9 Prozent, nach 21,5 Prozent im Vorquartal. Hierbei handelt es sich um den höchsten Wert in der Eurozone. Volkswirte hatten im Vorfeld einen Anstieg auf 22,2 Prozent prognostiziert. Ferner erhöhte sich die Zahl der Arbeitslosen um 295.300 auf 5,27 Millionen. Daneben hat sich der Umsatz des spanischen Einzelhandels im Dezember erneut reduziert. So schrumpften die Umsatzerlöse der Einzelhändler im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,2 Prozent, während Volkswirte mit einem Minus von 5,5 Prozent gerechnet hatten. Davor war im November 2011 ein Umsatzrückgang von 7,3 Prozent vermeldet worden.
Aus Frankreich wurde bereits gestern nach Börsenschluss ein Zukauf gemeldet. Publicis Groupe (
ISIN FR0000130577 /
WKN 859386 ) hat ein Übernahmeangebot für Pixelpark (
ISIN DE000A1KRMK3 /
WKN A1KRMK ) vorgelegt. So bietet der Werbekonzern 1,70 Euro je Aktie von Pixelpark in bar. Eigenen Angaben zufolge hat sich Publicis bereits 56,51 Prozent der Anteile des deutschen Interaktiv-Dienstleisters gesichert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat von Pixelpark haben der Übernahmeofferte bereits zugestimmt und bezeichneten die Übernahmeofferte als "fair". Die Publicis-Aktie verschlechtert sich um 0,4 Prozent. An der Indexspitze des französischen Leitindex CAC 40 legen Vallourec um 1,7 Prozent zu. Die ersten beiden Plätze der Verliererliste werden unterdessen mit der BNP Paribas und der Crédit Agricole weiter von zwei Bankwerten mit Abschlägen von 3 bzw. 2 Prozent belegt. Société Générale büßen daneben 1,5 Prozent an Wert ein.
Der geplante Zusammenschluss der Edelstahlsparte des Stahlkonzerns ThyssenKrupp (
ISIN DE0007500001 /
WKN 750000 ) mit dem finnischen Wettbewerber Outokumpu Oy (
ISIN FI0009002422 /
WKN 885421 ) steht derweil einem Medienbericht zufolge offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie es heißt, solle der Aufsichtsrat bereits in der kommenden Woche in einer außerordentlichen Sitzung dem Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu zustimmen. Die Verträge seien laut dem Bericht weitgehend unter Dach und Fach. Die Papiere von Outokumpu Oy verbilligen sich daraufhin um 2,1 Prozent.
ASSA ABLOY (
ISIN SE0000255648 /
WKN 893165 ) geben um 0,2 Prozent nach. Der weltgrößte Anbieter von Schließ- und Schlosstechnik hat die britische Securistyle Group Holdings Ltd. übernommen. Bei Securistyle handelt es sich um einen Spezialisten für Fensterelemente. Das 1978 gegründete Unternehmen mit Sitz in Cheltenham beschäftigt 205 Mitarbeiter und verkauft 75 Prozent seiner Produkte in Großbritannien. Für 2012 rechnet man mit einem Umsatz von 21 Mio. Britischen Pfund.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.451,94 (-0,34 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.445,05 (-0,35 Prozent) FTSE 100 (London): 5.773,76 (-0,37 Prozent) CAC40 (Paris): 3.346,16 (-0,51 Prozent) MIB (Mailand): 16.062,28 (-0,30 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 8.689,40 (-0,28 Prozent) SMI (Zürich): 6.083,04 (-0,29 Prozent) ATX (Wien): 2.146,30 (+0,35 Prozent) (27.01.2012/ac/n/m)