Paris (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben ihre Gewinne noch ausbauen können. Der Dow Jones EURO STOXX 50 rückt aktuell um 2,53 Prozent vor auf 2.466,93 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 2,10 Prozent auf 2.118,87 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert unterdessen um 2,19 Prozent auf 569,02 Indexpunkte. An den europäischen Länderbörsen sind ebenfalls kräftige Zuwächse auszumachen.
Der von der US-Regierung durchgeführte "Stress-Test" ist besser ausgefallen als erwartet. Zehn der 19 untersuchten Kreditinstitute benötigen zusätzliches Eigenkapital in Höhe von insgesamt 74,6 Mrd. Dollar. Im Vorfeld hatte es Befürchtungen über einen Kapitalbedarf von mehreren hundert Milliarden Dollar gegeben. In Kürze steht in den USA der weltweit an den Finanzmärkten beachtete Arbeitsmarktbericht zur Bekanntgabe an. Zudem werden die Großhandelsdaten erwartet. Der Dow Jones Future gewinnt aktuell 0,28 Prozent. Daneben legen der S&P 500 Future 1,72 Prozent und der NASDAQ 100 Future 1,34 Prozent zu.
Die britische Großbank Royal Bank of Scotland musste im Auftaktquartal abermals rote Zahlen ausweisen. Demnach verbuchte das Finanzinstitut im Berichtszeitraum einen Nettoverlust von 857 Mio. Britischen Pfund (GBP), nach einem Nettogewinn von 245 Mio. GBP im Vorjahreszeitraum. Dabei hatte die RBS erneut unter hohen Rückstellungen für faule Kredite sowie Wertberichtigungen zu leiden. Um Einmaleffekte bereinigt wurde der operative Gewinn um 42 Prozent auf 4,08 Mrd. GBP gesteigert. Die Aktie gewinnt als Spitzenreiter im FTSE 100 mehr als 14 Prozent. Lloyds rücken daneben um gut 5 Prozent und HSBC um über 4 Prozent vor. Rohstoffwerte zählen ebenfalls zu den Favoriten. Unter anderem gewinnen Randgold gut 6 Prozent, Xstrata über 5 Prozent, Vedanta 5 Prozent und Antofagasta 4 Prozent.
An der Spitze des französischen CAC40 findet sich das Papier des weltgrößten Stahlkonzerns ArcelorMittal mit einem Plus von 5,3 Prozent. Die Aktie des Luxusgüterkonzerns PPR gewinnt gut 4 Prozent. Der mehrheitlich kontrollierte deutsche Sportartikelhersteller PUMA hat in den ersten drei Monaten einen leichten Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Belastet von Restrukturierungskosten brach der Überschuss massiv ein. Im Finanzsektor gewinnen mitunter Crédit Agricole 5,2 Prozent, BNP Paribas 3,9 Prozent und AXA 3,4 Prozent. Bei Michelin und Renault sind dagegen Abschläge auszumachen. Peugeot liegen leicht im Plus. Wie heute bekannt wurde, ist der japanische Autobauer Toyota im abgelaufenen Geschäftsjahr tiefer in die roten Zahlen gerutscht als erwartet.
Papiere der Swiss Re übernehmen im Schweizer Leitindex SMI mit +16,4 Prozent klar die Führung. Das Papier des Rückversicherers konnte bereits gestern nach Zahlenvorlage deutlich zulegen. Die Titel profitiert heute insbesondere von einigen positiven
Analystenkommentaren. Daneben greifen die Anleger verstärkt bei Swiss Life (+7,4 Prozent), Credit Suisse (+6,3 Prozent) und Nobel Biocare (+3,9 Prozent) zu.
Im ATX geht es für Titel von OMV um knapp 3 Prozent nach unten. Das Ergebnis des Mineralölkonzerns wurde im ersten Quartal durch den starken Ölpreisrückgang belastet. Die Erlöse sanken um 28 Prozent auf 4,29 Mrd. Euro. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten brach um 91 Prozent auf 40 Mio. Euro ein.
Der spanische Öl- und Erdgaskonzern Repsol gab heute für das Auftaktquartal einen Gewinneinbruch um gut 57 Prozent bekannt. Der bereinigte Nettogewinn übertraf allerdings die Erwartungen. In Reaktion auf das Zahlenwerk gewinnt die Aktie im IBEX 35 knapp 3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.466,93 (+2,53 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.118,87 (+2,10 Prozent) EURONEXT 100: 569,02 (+2,19 Prozent) FTSE 100 (London): 4.468,73 (+1,59 Prozent) CAC40 (Paris): 3.322,62 (+2,19 Prozent) MIB 30 (Mailand): 21.030,00 (+2,57 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.423,10 (+2,10 Prozent) SMI (Zürich): 5.395,64 (+1,31 Prozent) ATX (Wien): 2.089,13 (+0,99 Prozent) (08.05.2009/ac/n/m)