Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Marktteilnehmer halten sich auch weiterhin mit Engagements zurück. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,40 Prozent auf 2.796,18 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt daneben 0,33 Prozent ein auf 2.490,88 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 liegt mit 0,50 Prozent im Minus bei 659,82 Stellen. Auch an den europäischen Länderbörsen haben die Bären das Sagen.
Trotz der überzeugenden Ergebnisse von Apple (
ISIN US0378331005 /
WKN 865985 ), Texas Instruments (
ISIN US8825081040 /
WKN 852654 ) und DuPont (
ISIN US2635341090 /
WKN 852046 ) deuten die US-Futures auf einen insgesamt etwas schwächeren Auftakt der Wall Street hin. Zur Stunde geben der Dow Jones Future 0,17 Prozent und der S&P 500 Future 0,30 Prozent ab. Der NASDAQ 100 Future liegt leicht vorne. Auf der Konjunkturseite steht im weiteren Handelsverlauf das US-Verbrauchervertrauen auf der Agenda.
Die Aktie des Pharmariesen Novartis (
ISIN CH0012005267 /
WKN 904278 ) gewinnt im SMI 1,4 Prozent. Der Konzern kann auf ein Rekordjahr blicken. Demnach stieg der Nettoumsatz 2009 um 7 Prozent auf 44,27 Mrd. Dollar. In lokalen Währungen lag das Wachstum bei 11 Prozent. Das operative Ergebnis nahm um 11 Prozent auf 9,98 Mrd. Dollar zu, während der Reingewinn um 4 Prozent auf 8,45 Mrd. Dollar zulegen konnte. Bei den Kernergebnissen, die um den Einfluss akquisitionsbedingter Faktoren und andere wesentliche Sonderpositionen bereinigt sind, stieg das operative Ergebnis um 11 Prozent auf 11,44 Mrd. Dollar, während sich der Reingewinn um 8 Prozent auf 10,27 Mrd. Dollar verbesserte. Zudem wurde Joe Jimenez, derzeit Leiter der Division Pharmaceuticals, zum neuen CEO ernannt. Der Verwaltungsrat schlägt außerdem eine Anhebung der Dividende auf 2,10 Schweizer Franken pro Aktie (+5 Prozent) für das Jahr 2009 vor. Roche geben aktuell leicht ab. Am Indexende kommen Adecco um 2,4 Prozent zurück. UBS und Credit Suisse büßen jeweils rund 2 Prozent ein.
Die niederländische Telefongesellschaft KPN (
ISIN NL0000009082 /
WKN 890963 ) hat ihren Gewinn im vierten Quartal deutlich steigern können, was mit einem Einmalertrag zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,09 Mrd. Euro, gegenüber 297 Mio. Euro im Vorjahr. Das EBIT kletterte um 22 Prozent auf 724 Mio. Euro. Der Umsatz nahm um 9,3 Prozent auf 3,37 Mrd. Euro ab. Wie KPN mitteilte, will man im laufenden Jahr einen Aktienrückkauf im Volumen von 1 Mrd. Euro durchführen. Zudem wurde der Ausblick für 2010 bestätigt. Die Aktie von KPN gewinnt in Amsterdam im AEX 0,2 Prozent.
Presseangaben zufolge will die Bundesregierung offenbar für den umstrittenen Militärtransporter A400M des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS (
ISIN NL0000235190 /
WKN 938914 ) bürgen, um die Finanzierung des Projekts doch noch möglich zu machen. Demnach werde derzeit anstelle zusätzlicher Geldzahlungen die Bereitstellung einer staatlichen Bürgschaft geprüft. Damit könnte der EADS-Konzern mit seiner Airbus-Tochter kostengünstig Kredite aufnehmen, und die Bundesregierung würde eine direkte Belastung des Bundeshaushalts verhindern. EADS geben im CAC40 in Paris leicht ab. Die zweitgrößte französische Bankgesellschaft Crédit Agricole (
ISIN FR0000045072 /
WKN 982285 ) will sich von einer Tochtergesellschaft in Uruguay trennen. Demnach befinde man sich derzeit mit der spanischen BBVA (
ISIN ES0113211835 /
WKN 875773 ) in exklusiven Verhandlungen über den Verkauf der Tochter Credit Uruguay Banco. Finanzielle Einzelheiten bezüglich des etwaigen Verkaufserlöses wurden nicht bekannt gegeben. Crédit Agricole verlieren mehr als 2 Prozent.
Der britische Software-Konzern Sage (
ISIN GB0008021650 /
WKN 883669 ) geht für das Gesamtjahr 2010 von einem Ergebnis im Rahmen der Erwartungen aus. Wie aus einem Trading-Statements hervorgeht, habe sich das operative Geschäft bislang im Rahmen der konzerneigenen Erwartungen bewegt. Dabei habe der Zuwachs bei den Lizenzumsätzen den Rückgang bei Software-Produkten kompensieren können. Sage verlieren im FTSE 100 ein knappes Prozent. Rohstoffwerte stehen verstärkt unter Druck. Unter anderem verlieren Kazakhmys 3,8 Prozent, Fresnillo 3,5 Prozent und Xstrata 3,1 Prozent.
Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk (
ISIN DK0060102614 /
WKN A0M9QL ) hat von der zuständigen US-Gesundheitsbehörde die Marktzulassung für das Medikament Victoza erhalten. Demnach hat die FDA das Medikament zur Behandlung von Diabetes-Typ-2 zugelassen. Bereits zuvor war das Medikament in dieser Indikation in Europa zugelassen worden. Novo Nordisk gewinnen im OMX Nordic 40 mehr als 5 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.796,18 (-0,40 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.490,88 (-0,33 Prozent) EURONEXT 100: 659,82 (-0,50 Prozent) FTSE 100 (London): 5.236,81 (-0,45 Prozent) CAC40 (Paris): 3.762,36 (-0,52 Prozent) MIB (Mailand): 22.179,69 (-0,86 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.257,70 (+0,07 Prozent) SMI (Zürich): 6.444,38 (-0,11 Prozent) ATX (Wien): 2.524,96 (-1,23 Prozent) (26.01.2010/ac/n/m)