Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen weiter im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verliert aktuell 0,90 Prozent auf 2.440,30 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 büßt 0,69 Prozent auf 2.095,68 Zähler ein. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 sackt um 1,53 Prozent auf 558,27 Indexpunkte ab. An den europäischen Länderbörsen sind ebenfalls Verluste auszumachen.
Presseberichten zufolge soll es bei dem von der US-Regierung durchgeführten "Stress-Test" geheime Absprachen mit den untersuchten Finanzhäusern gegeben haben, um den Finanzierungsbedarf möglichst gering zu halten. In der Folge liegen die US-Futures deutlich hinten. So geben der Dow Jones Future 1,06 Prozent, der NASDAQ 100 Future 1,34 Prozent und der S&P 500 Future 1,24 Prozent ab.
Der französische Versorger EDF und die britische Centrica haben ein definitives Abkommen geschlossen, nach dem Centrica in das Kernkraftgeschäft von EDF in Großbritannien investiert. Für einen 20 Prozent-Anteil an British Energy zahlen die Briten 2,3 Mrd. Britische Pfund. Im Gegenzug übernimmt EDF den 51-prozentigen Anteil von Centrica an dessen belgischem Erzeugungs- und Versorgungsgeschäft SPE für 1,3 Mrd. Euro. Zudem wird Centrica im Rahmen des Asset-Tauschs rund 1,2 Mrd. Euro an EDF zahlen. Centrica gewinnen im britischen FTSE 100 mehr als 6 Prozent. Für EDF geht es dagegen im CAC40 um 4,5 Prozent in die Tiefe.
Für Papiere des Pharmakonzerns AstraZeneca geht es im britischen Leitindex um fast 6 Prozent nach oben. Der Wert profitiert von positiven Studienergebnissen für das Medikament Brilinta. Demnach habe das Medikament im Rahmen einer klinischen Phase-III-Studie seinen definierten Endpunkt erreicht. Die Aktie der BT Group verliert indes gut 1 Prozent. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien will Presseangaben zufolge die Dividendenausschüttung für das abgelaufene Fiskaljahr deutlich reduzieren. HSBC geben 2,5 Prozent ab. Die Großbank gab zuvor bekannt, dass sie robust in das neue Jahr gestartet ist. Demnach lag der vergleichbare Gewinn vor Steuern im ersten Quartal deutlich über dem des Vorjahres. Dabei profitierte man von positiven Einmaleffekten. Abschreibungen und Risikovorsorge sind den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr gestiegen, zeigten sich jedoch im Vergleich zum vierten Quartal 2008 rückläufig.
Die im österreichischen ATX gelistete Aktie von Intercell gibt gut 2 Prozent ab. Wie der Impfstoffspezialist heute mitteilte, musste er im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust ausweisen. Der Periodenverlust verschlechterte sich von 4,6 Mio. auf 8,2 Mio. Euro, während der Umsatz von 8,6 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro sank. Für das Gesamtjahr 2009 erwartet das Management ein solides Umsatzwachstum und Profitabilität. Im Schweizer Leitindex SMI kommen Roche und Novartis um 1,7 bzw. um 1,4 Prozent zurück. Dagegen können die beiden Schwergewichte Nestlé und UBS jeweils rund 0,5 Prozent zulegen.
Wie Norwegens größter Öl- und Erdgaskonzern StatoilHydro heute bekannt gab, ist sein Gewinn im Auftaktquartal deutlich eingebrochen. Das Unternehmen verwies dabei auf niedrigere Ölpreise und eine höhere Steuerlast. Der Nettogewinn sank nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 3,67 Mrd. Norwegische Kronen (NOK), gegenüber 15,98 Mrd. NOK im Vorjahr. Der Gesamtumsatz verringerte sich um 29 Prozent auf 112,76 Mrd. NOK. Die Aktie verliert in Oslo ein knappes Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.440,30 (-0,90 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.095,68 (-0,69 Prozent) EURONEXT 100: 558,27 (-1,53 Prozent) FTSE 100 (London): 4.430,19 (-0,71 Prozent) CAC40 (Paris): 3.269,19 (-1,31 Prozent) MIB 30 (Mailand): 20.901,00 (-1,27 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.336,90 (-0,76 Prozent) SMI (Zürich): 5.356,45 (-0,64 Prozent) ATX (Wien): 2.083,13 (-1,72 Prozent) (11.05.2009/ac/n/m)