Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Plus, Fortis und .


10.03.10 14:27
Meldung
 
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen zeigen sich am Mittwochmittag wenig verändert und verbuchen überwiegend leichte Gewinne. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,28 Prozent auf 2.888,77 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 gibt daneben um 0,12 Prozent ab auf 2.574,12 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt indes um 0,34 Prozent auf 687,13 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen zeigen mehrheitlich moderate Aufschläge.

Die wichtigen US-Börsen haben den gestrigen Handelstag mit leichten Gewinnen beendet. Der Dow Jones zog dabei um rund 0,1 Prozent an. Aus Asien kamen dagegen keine Impulse - der Nikkei schloss heute nahezu unverändert. Indes ist die französische Industrieproduktion im Januar 2010 angezogen. Wie heute mitgeteilt wurde, lag die Industrieproduktion um 1,6 Prozent über dem Niveau des Vormonats, nach einem Minus von revidiert 0,2 (vorläufig: -0,1) Prozent im Dezember. Auch die italienische Industrieproduktion hat sich im Januar 2010 erhöht. Auf Jahressicht kletterte der Industrie-Output der viertgrößten europäischen Volkswirtschaft um 0,1 Prozent. Für Dezember war ein Minus von 5,4 Prozent ausgewiesen worden. Dagegen ist das italienische BIP im vierten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal geschrumpft. Aus den USA werden in Kürze die Lagerbestände und die Großhandelsdaten und am Abend der Staatshaushalt gemeldet.

In Brüssel legen Aktien von Fortis (ISIN BE0003801181 / WKN 982570 ) inzwischen um 2,5 Prozent zu, womit sie ihre morgendlichen Gewinne etwas ausgebaut haben. Der belgisch-niederländische Finanzdienstleister teilte heute mit, dass er im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gewinn erzielt hat. Im Vorjahr war ein drastischer Milliarden-Verlust erwirtschaftet worden, was mit der Abspaltung des Bankgeschäfts zusammenhing. Für das Geschäftsjahr 2009 will der Konzern wieder eine Dividende in Höhe von 8 Cent pro Aktie ausschütten, nachdem im Vorjahr keine Dividende ausbezahlt worden war.

In Großbritannien ziehen am Mittag Titel von Petrofac und ICAP jeweils um rund 3,5 Prozent an und bilden damit die Spitze des FTSE 100. Dahinter können RBS, Lonmin und LSE um je rund 2,5 Prozent zulegen. Anteilsscheine von Standard Life (ISIN GB00B16KPT44 / WKN A0J3TV ) verteuern sich um 1,4 Prozent. Der britische Lebensversicherer gab heute bekannt, dass sich sein Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund von Kostensenkungen mehr als verdoppelt hat. Auch das operative Ergebnis konnte zulegen und die Erwartungen schlagen. Dagegen verlieren Aktien von Barclays (ISIN GB0031348658 / WKN 850403 ) zurzeit 1,4 Prozent. Die britische Großbank will Presseangaben zufolge eine Retail-Bank in den USA kaufen, um ihre Präsenz auf diesem Markt weiter auszubauen. Jedoch befinde sich das Kreditinstitut derzeit noch nicht in Gesprächen mit in Frage kommenden Bankgesellschaften. Eine Transaktion stehe demnach nicht unmittelbar bevor. Dabei suche Barclays nach einem Franchise mit einem starken Filialnetzwerk bzw. einer starken Einlagenbasis, hieß es. Darüber hinaus ziehe Barclays zusätzliche Retail-Akquisitionen in Westeuropa in Betracht. Tullow Oil verbilligen sich um 0,8 Prozent. Die Öl- und Gasfördergesellschaft meldete heute, dass ihr Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich eingebrochen ist. Beim Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gab sich der Konzern jedoch zuversichtlich. Top-Verlierer ist weiterhin der Tabakkonzern BAT mit einem Abschlag von 3,7 Prozent, gefolgt von Schroders (-2,9 Prozent).

In Frankreich verbuchen im CAC 40 Aktien von Dexia (ISIN BE0003796134 / WKN 903855 ) einen Aufschlag von 2,4 Prozent und stehen damit weiterhin ganz oben im französischen Leitindex. Zuvor hatte der Finanzkonzern mitgeteilt, dass er 16,4 Millionen Aktien der Assured Guaranty Ltd. und damit einen Großteil seines Anteils an dem Versicherer verkauft hat. Ebenfalls gefragt sind AXA mit einem Zugewinn von 2,1 Prozent, vor Michelin, Schneider Electric und Credit Agricole mit je +1,6 Prozent. Auf der Verliererseite stechen Accor und Peugeot mit einem Minus von jeweils knapp 2 Prozent ins Auge. Indes geben Titel von JCDecaux (ISIN FR0000077919 / WKN 578972 ) in Paris 0,8 Prozent ab. Der Werbekonzern gab heute bekannt, dass sein Gewinn im Geschäftsjahr 2009 um 77 Prozent gesunken ist, was mit einem Einbruch des Werbemarktes zusammenhängt. Wie der Spezialist für Außenwerbung erklärte, wird der Vorstand auf der nächsten Jahreshauptversammlung (am 19. Mai 2010) vorschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2009 auszuzahlen. Für das erste Quartal 2010 rechnet der Konzern mit einem organischen Umsatzwachstum von ca. 5 Prozent.

In Österreich sacken Papiere von Schoeller-Bleckmann (ISIN AT0000946652 / WKN 907391 ) um 1,7 Prozent ab. Der Ölfeld-Service-Dienstleister musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der konjunkturell bedingt rückläufigen Ölnachfrage erwartungsgemäß einen Gewinnrückgang ausweisen. Vor diesem Hintergrund werde man der kommenden Hauptversammlung eine Dividende von 0,50 Euro je Aktie vorschlagen, nachdem man im Vorjahr 0,75 Euro je Aktie ausgeschüttet hatte. Für 2010 wird grundsätzlich wieder ein leichter Anstieg der Ölnachfrage gegenüber 2009 erwartet. Für die ersten Monate erwartet der Konzern eine Fortsetzung der Konsolidierung des Geschäftsniveaus, wobei die im Vorjahr umgesetzten Maßnahmen zur Kapazitätsreduktion aus heutiger Sicht als ausreichend angesehen werden, hieß es.

In der Schweiz halten sich Gewinner und Verlierer am Morgen die Waage. Während Adecco, Richemont und Swatch jeweils um rund 1 Prozent anziehen, fallen Roche um 1,1 Prozent zurück. Auch Novartis und UBS geben jeweils rund ein halbes Prozent ab. Titel von Swiss Re (ISIN CH0012332372 / WKN 852246 ) tendieren 0,2 Prozent leichter. Der Rückversicherer rechnet vorläufig mit einer eigenen Schadenbelastung durch das Erdbeben in Chile von etwa 500 Mio. Dollar. Zudem schätzt Swiss Re ihre eigene Schadenbelastung durch den Wintersturm Xynthia in Europa, abzüglich weiter rückversicherter Schadenleistungen, auf etwa 100 Mio. Dollar vor Steuern.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.888,77 (+0,28 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.574,12 (-0,12 Prozent) EURONEXT 100: 687,13 (+0,34 Prozent) FTSE 100 (London): 5.605,47 (+0,06 Prozent) CAC40 (Paris): 3.922,15 (+0,31 Prozent) MIB (Mailand): 22.413,54 (+0,26 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.028,50 (+0,23 Prozent) SMI (Zürich): 6.851,41 (-0,25 Prozent) ATX (Wien): 2.486,22 (+0,00 Prozent) (10.03.2010/ac/n/m)


 

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