Zürich (aktiencheck.de AG) - Die Stimmung an den europäischen Börsen ist durchweg positiv. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt zur Stunde 1,27 Prozent und steht bei 2.702,22 Punkten.
Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es gleichzeitig um 0,95 Prozent in die Höhe auf 2.420,55 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 legt 0,89 Prozent zu auf 642,39 Stellen. Die europäischen Länderbörsen können ebenfalls auf Zuwächse blicken.
Die Wall Street hat ihre Gewinne am Vorabend im Vergleich zum Handelsschluss in Europa noch ausbauen können. Der Dow Jones schloss letztendlich 1,5 Prozent fester. Daneben verbesserten sich der S&P 500 um 1,3 Prozent und der NASDAQ Composite um 1,2 Prozent. Hintergrund waren Hoffnungen auf Finanzhilfen für das schwer angeschlagene Griechenland. Nach Börsenschluss hat dann der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney (
ISIN US2546871060 /
WKN 855686 ) besser als erwartete Zahlen auf den Tisch gelegt. An den Börsen in Fernost hatten heute ebenfalls die Bullen die Oberhand. Am Nachmittag wird in den USA die Handelsbilanz erwartet. Zahlen kommen mitunter von CSC, Level 3 und Sprint Nextel.
BHP Billiton (
ISIN GB0000566504 /
WKN 908101 ) (
ISIN AU000000BHP4 /
WKN 850524 ) geben im FTSE 100 in London 0,6 Prozent ab. Dabei hat der Minenkonzern in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres mehr verdient. Das Nettoergebnis stieg von 2,62 Mrd. Dollar auf nun 6,14 Mrd. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte sank der Gewinn hingegen um 7,0 Prozent auf 5,70 Mrd. Dollar. Die Umsatzerlöse verringerten sich um 17,5 Prozent auf 24,58 Mrd. Dollar. Der Reinigungsmittelhersteller Reckitt Benckiser (
ISIN GB00B24CGK77 /
WKN A0M1W6 ) konnte im vierten Quartal einen Gewinnanstieg vorweisen. Der Umsatz lag bei 2,06 Mrd. Britischen Pfund (GBP), nach 1,83 Mrd. GBP im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn stieg auf 448 Mio. GBP (Vorjahr: 393 Mio. GBP). Für das laufende Fiskaljahr geht man von einer weiterhin positiven Entwicklung aus und stellt ein Umsatzplus von 5 Prozent sowie einen Anstieg beim operativen Gewinn von 10 Prozent in Aussicht. Der Wert gewinnt gut 2 Prozent.
ArcelorMittal (
ISIN LU0323134006 /
WKN A0M6U2 ) brechen im CAC40 in Paris um fast 6 Prozent ein. Wie der größte Stahlkonzern der Welt bekannt gab, hat er im vierten Quartal einen Gewinn im Vergleich zu einem Vorjahresverlust erwirtschaftet, was mit einer stärkeren Stahlnachfrage zusammenhängt. Zudem war das Vorjahresergebnis durch hohe Sonderbelastungen beeinträchtigt. Die Erwartungen wurden dabei verfehlt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,07 Mrd. Dollar, gegenüber einem Verlust von 2,63 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich von 22,09 Mrd. Dollar auf 18,64 Mrd. Dollar. Peugeot (PSA Peugeot Citroën) (
ISIN FR0000121501 /
WKN 852363 ) geben daneben fast 3 Prozent ab. Der Automobilkonzern gab bekannt, dass er im zweiten Halbjahr 2009 einen deutlich geringeren Verlust als in der ersten Jahreshälfte erwirtschaftet hat, was mit einer steigenden Fahrzeugnachfrage als Folge der staatlichen Konjunkturprogramme zusammenhängt. Der Nettoverlust nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 199 Mio. Euro (erstes Halbjahr: -962 Mio. Euro).
Analysten waren von einem Verlust von 194 Mio. Euro ausgegangen. Der Umsatz lag bei 24,92 Mrd. Euro, nach zuvor 23,5 Mrd. Euro. Für das erste Halbjahr 2010 rechnet der Konzern mit einem operativen Gewinn vor Einmaleffekten. Der Pharmakonzern Sanofi-Aventis (
ISIN FR0000120578 /
WKN 920657 ) konnte seinen Gewinn im vierten Quartal um gut 10 Prozent steigern, was vor allem mit starken Umsätzen bei seinem Schweinegrippe-Impfstoff zusammenhängt. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der bereinigte Gewinn (vor bestimmten Einmaleffekten) belief sich auf 1,8 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,75 Mrd. Euro ausgegangen. Der Umsatz nahm um 3,8 Prozent auf 7,36 Mrd. Euro zu. Der Wert gewinnt ein halbes Prozent. An der Indexspitze rücken Société Générale um 2,8 Prozent vor, gefolgt von AXA und Crédit Agricole.
Im Schweizer Leitindex SMI können Swiss Re und Credit Suisse um jeweils mehr als 2 Prozent vorrücken. Swatch und Richemont gewinnen knapp 2 bzw. 1,6 Prozent. Papiere der UBS liegen mit 1,2 Prozent im Plus. Auf der Gegenseite bröckeln Syngenta um 0,9 Prozent ab.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.702,22 (+1,27 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.420,55 (+0,95 Prozent) EURONEXT 100: 642,39 (+0,89 Prozent) FTSE 100 (London): 5.140,24 (+0,56 Prozent) CAC40 (Paris): 3.641,41 (+0,79 Prozent) MIB (Mailand): 21.215,53 (+1,91 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.428,90 (+1,49 Prozent) SMI (Zürich): 6.352,46 (+0,60 Prozent) ATX (Wien): 2.446,51 (+1,33 Prozent) (10.02.2010/ac/n/m)