Börsen in Europa am Morgen: Deutlich fester, UBS treibt .


27.07.10 10:58
Meldung
 
Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen orientieren sich zur Stunde klar nach oben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145 / WKN 965814 ) gewinnt aktuell 0,88 Prozent auf 2.767,39 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160 / WKN 965816 ) rückt um 0,69 Prozent vor auf 2.500,86 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079 / WKN A0C302 ) steigt um 0,61 Prozent auf 664,10 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.

Die Wall Street hat am Vorabend deutlich fester geschlossen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048 / WKN 969420 ) stieg letztendlich um 1 Prozent. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0 ) zog um 1,1 Prozent an. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427 ) gewann 1,2 Prozent. Zuvor hat der Logistikkonzern FedEx (ISIN US31428X1063 / WKN 912029 ) seine Ergebnisprognose für das erste Quartal und das Gesamtjahr nach oben korrigiert. Die wichtigsten Börsen in Asien haben heute keine klare Tendenz erkennen lassen. Am Nachmittag steht in den USA das Verbrauchervertrauen auf der Agenda. Ergebnisse kommen mitunter von Broadcom, CIT Group, Du Pont und Lexmark.

Der britische Ölkonzern BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850517 ) hat im zweiten Quartal angesichts einer hohen Sonderbelastung in Zusammenhang mit der Ölpest im Golf von Mexiko einen milliardenschweren Verlust erwirtschaftet. Der den Aktionären zurechenbare Nettoverlust belief sich auf 17,15 Mrd. Dollar, gegenüber einem Nettogewinn von 4,39 Mrd. Dollar im Vorjahr. Der Verlust vor Bestandswertveränderungen (Replacement Cost Profit) betrug 16,97 Mrd. Dollar (Vorjahr: +3,14 Mrd. Dollar). Dabei hatte das jüngste Ergebnis unter einer Sonderbelastung in Höhe von 32,2 Mrd. Dollar vor Steuern in Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko zu leiden. Der Gesamtumsatz erreichte 75,87 Mrd. Dollar, im Vergleich zu 56,56 Mrd. Dollar im Vorjahr. Darüber hinaus hat Tony Hayward seinen Rücktritt als CEO zum 1. Oktober 2010 angekündigt. Seine Nachfolge wird Executive Director Robert Dudley antreten. BP legen im FTSE 100 in London leicht zu. An der Spitze gewinnen Barclays 6,4 Prozent, gefolgt von Lloyds, Aviva und RBS. Tomkins (ISIN GB0008962655 / WKN 868110 ) steigen im breiten Markt um mehr als 5 Prozent, nachdem der Mischkonzern das Übernahmeangebot eines kanadischen Konsortiums aus Onex (ISIN CA68272K1030 / WKN 873080 ) und dem Canada Pension Plan Investment Board akzeptiert hat. Demnach sollen die Aktionäre von Tomkins jeweils 325 Pence je Aktie in bar erhalten, was einem Gesamtvolumen von 2,89 Mrd. Britischen Pfund entspricht.

Wie die schweizerische Großbank UBS (ISIN CH0024899483 / WKN UB0BL6 ) erklärte, konnte sie im zweiten Quartal ein positives Ergebnis erzielen. Der Geschäftsertrag hat sich auf 9,19 Mrd. Schweizer Franken (CHF) erhöht, nach 5,77 Mrd. CHF im Vorjahresquartal. Der den UBS-Aktionären zurechenbare Reingewinn belief sich auf 2,01 Mrd. CHF, nach einem Vorjahresverlust von 1,40 Mrd. CHF. UBS äußerte sich für die Zukunft zuversichtlich. Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der globalen wirtschaftlichen Erholung könnten aber dazu führen, dass die Märkte volatil und ohne klar erkennbare Richtung agieren. UBS schießen im SMI um über 8 Prozent in die Höhe. Credit Suisse gewinnen mehr als 5 Prozent.

Der französische Lebensmittelhersteller Danone (ISIN FR0000120644 / WKN 851194 ) gab bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr gesunken ist. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen auf 838 Mio. Euro, gegenüber 932 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Um Einmaleffekte bereinigt konnte der Nettogewinn auf vergleichbarer Basis um 10,1 Prozent auf 848 Mio. Euro zulegen. Der Umsatz erreichte 8,36 Mrd. Euro, nach 7,52 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2009. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum auf Basis konstanter Währungen von mindestens 6 Prozent (zuvor: 5 Prozent). Danone verlieren im CAC30 fast 3 Prozent. Auf der Gegenseite legen Crédit Agricole und Société Générale jeweils mehr als 8 Prozent zu. BNP Paribas und Dexia gewinnen beide über 6 Prozent.

Die niederländische Telefongesellschaft KPN (ISIN NL0000009082 / WKN 890963 ) hat im zweiten Quartal einen Ergebnisanstieg verbucht. Der Umsatz lag mit 3,35 Mrd. Euro leicht unter dem Vorjahreswert. Der Nettogewinn verbesserte sich auf 466 Mio. Euro, nach 370 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Unter anderem hatten die Niederländer erneut von der starken Entwicklung der Mobilfunkaktivitäten im Auslandsgeschäft profitieren können. Dabei wurde vor allem auf deutlich verbesserte Segmentergebnisse in Belgien und Deutschland verwiesen. Für das Gesamtjahr wurde die Jahresprognose bestätigt. KPN gewinnen im AEX 1,5 Prozent.

Wie der norwegische Öl- und Aluminiumkonzern Norsk Hydro (ISIN NO0005052605 / WKN 851908 ) mitteilte, hat er seinen Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt, was auf einen Anstieg bei den Aluminiumpreisen und eine robuste Nachfrage zurückzuführen ist. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 503 Mio. Norwegische Kronen (NOK), nach 211 Mio. NOK im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich von 17,62 Mrd. NOK auf 19,78 Mrd. NOK. Norsk Hydro rücken um 1,3 Prozent vor.

Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-AG (Verbund) (ISIN AT0000746409 / WKN 877738 ) musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Wie der führende österreichische Energieversorger verkündete, lag der Umsatz mit 1,58 Mrd. Euro um 5,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Unter dem Strich stand ein Rückgang beim Konzernergebnis auf 210,3 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 359,9 Mio. Euro) zu Buche. Verbund geben im ATX 0,7 Prozent ab.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.767,39 (+0,88 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.500,86 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 664,10 (+0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.384,98 (+0,63 Prozent) CAC40 (Paris): 3.673,47 (+1,03 Prozent) MIB (Mailand): 21.095,19 (+1,32 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.630,50 (+1,18 Prozent) SMI (Zürich): 6.261,23 (+1,00 Prozent) ATX (Wien): 2.475,75 (+0,77 Prozent) (27.07.2010/ac/n/m)


 

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