Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben die Tagestiefststände inzwischen hinter sich gelassen und können durchweg zulegen.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 zieht aktuell um 0,49 Prozent an und notiert bei 2.436,21 Punkten. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 verbessert sich um 0,48 Prozent auf 2.100,62 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,87 Prozent auf 557,08 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen tendieren überwiegend fester.
Die Vorgaben aus Übersee waren recht positiv. So hat der Dow Jones am Vorabend noch den Sprung in die Pluszone geschafft und 0,6 Prozent fester geschlossen. Gewinne wurden außerdem aus Tokio und Shanghai gemeldet. Im weiteren Handelsverlauf werden in den USA der Einzelhandelsumsatz, die Ein- und Ausfuhrpreise sowie die Lagerbestände erwartet.
Der niederländische Allfinanzkonzern ING Groep gab heute bekannt, dass er im ersten Quartal den dritten Quartalsverlust in Folge erwirtschaftet hat. Das Unternehmen verwies dabei auf Abschreibungen, höhere Rückstellungen für Kreditausfälle und Restrukturierungskosten. Der Nettoverlust belief sich auf 793 Mio. Euro, gegenüber einem Gewinn von 1,54 Mrd. Euro im Vorjahr.
Analysten waren im Vorfeld von einem Verlust von 524 Mio. Euro ausgegangen. Die im AEX gelistete Aktie sackt um fast 5 Prozent ab.
Die italienische Großbank UniCredit konnte den durch die Finanzkrise verursachten Ergebnisrückgang im ersten Quartal dank einer unerwartet deutlichen Erholung in den Bereichen Commercial Banking sowie Markets and Investment Banking in Grenzen halten. Der operative Gewinn stieg auf 2,74 Mrd. Euro, nach 2,31 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das Nettoergebnis nach Anteilen Dritter belief sich auf 447 Mio. Euro, nach einem Überschuss von 1,06 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Wert verliert im MIB 30 in Mailand 1,3 Prozent.
In britischen FTSE 100 stehen Finanzwerte verstärkt unter Druck. Unter anderem verlieren RBS gut 5 Prozent, Barclays mehr als 4 Prozent und HSBC sowie Lloyds jeweils über 3 Prozent. Im Rohstoffsektor geben mitunter Kazakhmys 5,8 Prozent, Rio Tinto 5,1 Prozent, Xstrata 3,8 Prozent und Eurasian 3,7 Prozent ab.
Papiere des Energieriesen EDF, der seinen Umsatz im Auftaktquartal um 15 Prozent steigern konnte und der seine Prognosen bekräftigt hat, gewinnen im französischen CAC40 als Spitzenreiter fast 3 Prozent. Der Baukonzern Vinci hat gestern Abend seine Umsatzzahlen zum ersten Quartal veröffentlicht. Die Erlöse sanken um 2,6 Prozent auf 6,97 Mrd. Euro. Die Aktie gewinnt aktuell 0,6 Prozent.
Die im spanischen IBEX 35 gelistete Telefonica-Aktie gewinnt 1,3 Prozent. Wie die zweitgrößte Telefongesellschaft in Europa mitteilte, hat sich ihr Gewinn im ersten Quartal um fast 10 Prozent erhöht, was auf ein starkes Lateinamerika-Geschäft zurückzuführen ist. Zudem wurden die Prognosen für 2009 bestätigt. Der Nettogewinn belief sich auf 1,69 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,54 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 1,4 Prozent auf 13,70 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 1,66 Mrd. Euro ausgegangen.
Anteile des österreichischen Mitbewerbers Telekom Austria geben im ATX leicht ab. Der Konzern musste im ersten Quartal aufgrund der schwachen Entwicklung im Festnetzgeschäft einen Ergebnisrückgang ausweisen. Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 5 Prozent auf 1,20 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich auf 180,1 Mio. Euro, nach 202,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.436,21 (+0,49 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.100,62 (+0,48 Prozent) EURONEXT 100: 557,08 (+0,87 Prozent) FTSE 100 (London): 4.433,71 (+0,18 Prozent) CAC40 (Paris): 3.254,17 (+0,71 Prozent) MIB 30 (Mailand): 21.091,00 (+0,28 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.345,30 (+0,82 Prozent) SMI (Zürich): 5.395,84 (+0,93 Prozent) ATX (Wien): 2.039,35 (-0,25 Prozent) (13.05.2009/ac/n/m)