Zürich (aktiencheck.de AG) - Nach anfänglichen Verlusten können die europäischen Börsen inzwischen mäßige Gewinne vorweisen. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legt aktuell 0,35 Prozent zu und notiert bei 2.442,19 Punkten.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt um 0,45 Prozent vor auf 2.100,54 Zähler. Beim in Paris berechneten EURONEXT 100 ist ein Plus von 0,09 Prozent auf 556,06 Indexpunkte auszumachen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls fester.
Nach der Ankündigung mehrerer Finanzinstitute, Kapitalmaßnahmen in Milliardenhöhe durchzuführen, ist die Wall Street gestern recht deutlich zurückgekommen. Außerdem wurden aus Tokio spürbare Abschläge gemeldet. In den USA wird am Nachmittag die Handelsbilanz erwartet. Weitere marktbewegenden Termine stehen nicht auf dem Programm.
Der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco musste im ersten Halbjahr aufgrund negativer Einmaleffekte einen Verlust hinnehmen. Aufgrund der Übernahme des spanischen Konkurrenten Altadis konnten die Erlöse um 54 Prozent auf 12,42 Mrd. Britischen Pfund (GBP) gesteigert werden. Der operative Gewinn verbesserte sich um 62 Prozent auf 1,14 Mrd. GBP, während der bereinigte operative Gewinn um 49 Prozent auf 1,37 Mrd. GBP anstieg. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 142 Mio. GBP ausgewiesen, nach einem Überschuss von 240 Mio. GBP im Vorjahr. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Nettogewinn bei 727 Mio. GBP. Die im FTSE 100 gelistete Aktie verliert mehr als 4 Prozent. Daneben machen die Anleger einen weiten Bogen um Bankenwerte. So geben Lloyds und Barclays jeweils mehr als 3 Prozent ab. RBS fallen um gut 2 Prozent zurück.
Wie der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS bekannt gab, sind sein Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal zurückgegangen. Das Unternehmen verwies auf ein unterproportionales Auslieferungsniveau und andere weniger vorteilhafte Phaseneffekte sowie Wechselkurseffekte und Aufwendungen im A400M-Programm. Die Erlöse verringerten sich um 14 Prozent auf 8,47 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis sank um 40 Prozent auf 170 Mio. Euro. Der Auftragseingang erreichte einen Wert von 9,33 Mrd. Euro, nach 39,27 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Wert verliert im CAC40 an letzter Stelle fast 6 Prozent. Auf der anderen Seite gewinnen Renault knapp 6 Prozent. Aufschläge von jeweils mehr als 3 Prozent fahren Peugeot, Michelin, Air France-KLM und Alcatel-Lucent ein.
Im Schweizer Leitindex SMI stechen Julius Bär mit -2,3 Prozent ins Auge. Angesichts des anspruchsvollen Markumfelds entwickelte sich die Julius Bär Gruppe in den ersten Monaten des Jahres 2009 eigenen Angaben zufolge gut, wozu alle Geschäftsaktivitäten beitrugen. Die von der Gruppe verwalteten Vermögen erholten sich im Vergleich mit Ende 2008. Während die Bank Julius Bär erneut einen positiven Netto-Neugeldzufluss verzeichnete, blieb er im Asset Management rückläufig, jedoch deutlich weniger stark als noch im vierten Quartal 2008. Papiere des Versicherers Bâloise geben in ähnlichem Maße ab. Der Konzern verzeichnete beim Geschäftsvolumen im Auftaktquartal ein Plus von 4,7 Prozent auf knapp 3,50 Mrd. Schweizer Franken. An der Spitze gewinnen Swiss Life gut 5 Prozent, gefolgt von Swisscom und der Credit Suisse.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.442,19 (+0,35 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.100,54 (+0,45 Prozent) EURONEXT 100: 556,06 (+0,09 Prozent) FTSE 100 (London): 4.449,33 (+0,31 Prozent) CAC40 (Paris): 3.267,10 (+0,57 Prozent) MIB 30 (Mailand): 21.010,00 (+0,79 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 9.318,70 (+0,02 Prozent) SMI (Zürich): 5.366,68 (+0,14 Prozent) ATX (Wien): 2.073,49 (+0,30 Prozent) (12.05.2009/ac/n/m)