Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen können am Dienstag auf recht ordentliche Gewinne blicken. Der Dow Jones EURO STOXX 50 legt aktuell 0,69 Prozent zu auf 2.890,45 Punkte.
Für den auch britische und schweizerische Titel umfassenden Dow Jones STOXX 50 geht es ebenfalls um 0,69 Prozent nach oben auf 2.582,99 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 klettert um 0,80 Prozent auf 686,87 Stellen. Die europäischen Länderbörsen melden ebenfalls Gewinne.
Die Vorgaben aus den USA sind leicht positiv. Der Standardwerteindex Dow Jones, der im Tief mit einem halben Prozent im Minus lag, schloss am Ende mit 0,2 Prozent im Plus. Dagegen wurden aus Tokio heute leichte Verluste gemeldet. Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, die Ein- und Ausfuhrpreise und am Abend die Zinsentscheidung der Fed auf der Agenda.
Der Ölkonzern Royal Dutch Shell (
ISIN GB00B03MLX29 /
WKN A0D94M ) gab heute bekannt, dass er beabsichtigt, seine Performance zu verbessern und die Kosten zu reduzieren. Den Angaben zufolge plant der Konzern demnach Kosteneinsparungen in Höhe von 1 Mrd. Dollar in 2010. Dabei sollen bis Ende 2011 rund 2.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Zudem will der Konzern jährlich Asset-Verkäufe im Volumen von 1 bis 3 Mrd. Dollar tätigen und sich in diesem Zusammenhang von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen trennen. Darüber hinaus will man weltweit seine Raffineriekapazitäten um 15 Prozent senken und 35 Prozent seiner Tankstellen schließen. Wie der Konzern weiter mitteilte, soll die Ölförderung bis 2012 auf 3,5 Millionen BOE (Barrels of Oil Equivalent) pro Tag gesteigert werden, was gegenüber 2009 einer Zunahme um 11 Prozent entspräche. Die Aktie legt im FTSE 100 in London 1,6 Prozent zu. Um 2,4 Prozent nach oben geht es für Titel der Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) (
ISIN GB0007547838 /
WKN 865142 ). Einem Pressebericht zufolge will der Finanzkonzern seine Konzernbilanz aufpolieren. Demnach plane das Geldhaus den Rückkauf von Unternehmensanleihen im Gesamtwert von bis zu 15 Mrd. Britischen Pfund. Dadurch solle die Eigenkapitalquote des durch die Finanzkrise schwer in Mitleidenschaft gezogenen Finanzkonzerns gestärkt und die Position der Royal Bank of Scotland gegenüber den Anleihegläubigern verbessert werden.
Die französischen Verbraucherpreise haben sich im Februar überraschend erhöht. Dies gab die Statistikbehörde INSEE in Paris bekannt. So wuchs die Jahresteuerungsrate der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone auf 1,3 Prozent, nachdem die Inflation im Januar bei 1,1 Prozent gestanden hatte. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Stand von 1,1 Prozent gerechnet. Die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (ACEA) hat für Februar einen Zuwachs bei den Auto-Neuzulassungen in Europa (EU und EFTA) ermittelt. So erhöhte sich die Zahl der Pkw-Neuzulassungen binnen Jahresfrist um 3,0 Prozent auf 974.346 Einheiten. Hierbei handelt es sich um den neunten Zuwachs in Folge. Der Autobauer Renault (
ISIN FR0000131906 /
WKN 893113 ) und sein deutscher Konkurrent Daimler (
ISIN DE0007100000 /
WKN 710000 ) planen einem Medienbericht zufolge eine Überkreuzbeteiligung via Aktientausch. Dabei sei eine Überkreuzbeteiligung von weniger als 10 Prozent eher unwahrscheinlich. Bislang war bekannt, dass beide Autobauer über eine Kooperation bei Kleinwagen sprechen. Renault gewinnen im CAC40 1,5 Prozent. Peugeot legen 0,7 Prozent zu.
Die Österreichische Post (
ISIN AT0000APOST4 /
WKN A0JML5 ) musste im abgelaufenen Fiskaljahr aufgrund der schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen einen Umsatz- und Ergebnisrückgang ausweisen. Die Erlöse lagen mit 2,36 Mrd. Euro um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Beim Periodenergebnis wurde ein Rückgang auf 79,7 Mio. Euro verzeichnet, nach 118,9 Mio. Euro im Vorjahr. Für das Jahr 2010 erwartet Generaldirektor Dr. Georg Pölzl weiterhin ein schwieriges Marktumfeld. Der Wert verliert im ATX 1,6 Prozent.
Scania (
ISIN SE0000308280 /
WKN 899846 ) gewinnen an der Nordic Stock Exchange 1,6 Prozent. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller will seine Produktion erhöhen. Damit reagiere man auf die derzeit sehr hohe Nachfrage aus Brasilien. Auch in einigen europäischen Märkten zeichne sich derzeit eine leichte Erholung der Nachfragesituation ab. Vor diesem Hintergrund werde man in Schweden im April anstelle der bisherigen Vier-Tage-Woche eine Fünf-Tage-Woche einführen. Dennoch bleibe die Nachfrage trotz der zuletzt gesehenen positiven Impulse weiterhin deutlich unter dem Niveau der Rekordjahre 2007 und 2008.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.890,45 (+0,69 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.582,99 (+0,69 Prozent) EURONEXT 100: 686,87 (+0,80 Prozent) FTSE 100 (London): 5.629,94 (+0,65 Prozent) CAC40 (Paris): 3.920,60 (+0,76 Prozent) MIB (Mailand): 22.517,54 (+0,65 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.016,30 (+0,53 Prozent) SMI (Zürich): 6.868,58 (+0,64 Prozent) ATX (Wien): 2.561,37 (+0,57 Prozent) (16.03.2010/ac/n/m)