Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen orientieren sich zur Wochenmitte hin mäßig nach oben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 kann aktuell um 0,47 Prozent vorrücken auf 2.919,53 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt daneben 0,53 Prozent zu auf 2.604,09 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt um 0,42 Prozent auf 692,48 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls fester.
Die US-Notenbank hat am Vorabend das Zinsniveau bestätigt. Ferner werde der Leitzins vorerst unverändert auf dem aktuell niedrigen Niveau von 0 bis 0,25 Prozent belassen. Die Wall Street konnte ihre Gewinne daraufhin noch ausweiten. Die breiten US-Indizes schlossen am Ende mit bis zu 0,8 Prozent im Plus. In Fernost waren heute zum Teil deutliche Aufschläge auszumachen. Der Nikkei-Index stieg in Tokio um 1,2 Prozent, nachdem die Bank of Japan das Zinsniveau bestätig und eine Verdoppelung der eingerichtete Kreditfazilität auf 20 Bio. Japanische Yen beschlossen hat. Am Nachmittag dürfte insbesondere der US-Erzeugerpreisindex für Aufsehen sorgen.
Die italienische Großbank UniCredit (
ISIN IT0000064854 /
WKN 850832 ) hatte im vierten Quartal erneut mit hohen Belastungen durch faule Kredite zu kämpfen und verzeichnete einen Gewinnrückgang. Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, lag der operative Gewinn im Berichtszeitraum mit 2,64 Mrd. Euro über dem Vorjahreswert von 1,92 Mrd. Euro. Bei den Nettozinseinnahmen verzeichnete man einen Rückgang auf 4,11 Mrd. Euro, nach 5,26 Mrd. Euro im Vorjahresquartal, während die Gebühreneinnahmen leicht verbessert werden konnten. Unter dem Strich wurde nach Anteilen Dritter ein Nettogewinn von 371 Mio. Euro verbucht, nachdem man im Vorjahreszeitraum auf vergleichbarer Basis einen Gewinn von 505 Mio. Euro ausgewiesen hatte. UniCredit gewinnen im MIB in Mailand mehr als 4 Prozent.
Der größte europäische Bekleidungshändler Inditex (
ISIN ES0148396015 /
WKN 756434 ) konnte seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2009 um 5 Prozent auf 1,31 Mrd. Euro steigern, was u.a. mit starken internationalen Umsätzen bei Zara zusammenhängt.
Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn in dieser Größenordnung ausgegangen. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 7 Prozent auf 11,08 Mrd. Euro zu. Der Wert gewinnt im IBEX 35 mehr als 2 Prozent.
Stärkster Wert im französischen CAC40 ist Saint-Gobain mit einem Plus von 2,3 Prozent. Lafarge rücken daneben um 1,8 Prozent vor. Auf der Gegenseite geben Sanofi-Aventis 1,9 Prozent ab. Im FTSE 100 stechen Papiere des Silberproduzenten Fresnillo mit einem Zuwachs von 3 Prozent hervor. Daneben legen unter anderem Xstrata 2,1 Prozent und Rio Tinto 1,3 Prozent zu. Im Schweizer SMI rücken Anteile der UBS um 1,7 Prozent vor. Holcim gewinnen 1,4 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.919,53 (+0,47 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.604,09 (+0,53 Prozent) EURONEXT 100: 692,48 (+0,42 Prozent) FTSE 100 (London): 5.636,25 (+0,28 Prozent) CAC40 (Paris): 3.948,29 (+0,24 Prozent) MIB (Mailand): 22.821,80 (+0,89 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.103,10 (+0,40 Prozent) SMI (Zürich): 6.893,60 (+0,28 Prozent) ATX (Wien): 2.604,53 (+0,91 Prozent) (17.03.2010/ac/n/m)