Zürich (aktiencheck.de AG) - Gestützt auf positive Vorgaben aus Übersee zeigen die europäischen Börsen am Freitagmorgen leichte Gewinne. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt aktuell 0,29 Prozent auf 2.904,05 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legt daneben um 0,25 Prozent zu auf 2.584,53 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 steigt indes um 0,46 Prozent auf 690,86 Stellen. Auch die europäischen Länderbörsen zeigen moderate Aufschläge.
Die wichtigen US-Börsen konnten den gestrigen Handelstag allesamt mit leichten Gewinnen abschließen. Auch aus Tokio kamen positive Impulse - der Nikkei beendete den Handel heute mit einem Aufschlag von 0,8 Prozent. Wie heute mitgeteilt wurde, hat sich der Anstieg der spanischen Verbraucherpreise im Februar 2010 verlangsamt. So verringerte sich die jährliche Inflationsrate auf 0,8 Prozent, nachdem sie im Januar bei 1,0 Prozent gelegen hatte. Auf Monatssicht gingen die Lebenshaltungskosten um 0,2 Prozent zurück, nach einem Minus von 1,0 Prozent im Januar. Wie die Banque de France heute mitteilte, ist das saisonbereinigte Leistungsbilanzdefizit Frankreichs im Januar 2010 größer geworden. So erhöhte sich das Leistungsbilanzdefizit auf 3,4 Mrd. Euro, nachdem im Dezember nur ein Passivsaldo von 3,3 Mrd. Euro verbucht worden war. In Kürze steht die EU-Industrieproduktion zur Veröffentlichung an. Aus den USA werden heute der Einzelhandelsumsatz, die Verbraucherstimmung und die Lagerbestände gemeldet.
In der Schweiz müssen am Morgen im SMI allen voran Titel von Roche (
ISIN CH0012032113 /
WKN 851311 ) Federn lassen. Der Pharmakonzern hat mit einer klinischen Phase-III-Studie für Avastin (Bevacizumab) in Kombination mit einer Docetaxel-Chemotherapie und dem Mittel Prednison den primären Endpunkt bei Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium verfehlt. Wie aus einer heute veröffentlichten Pressemitteilung des Pharmaherstellers hervorgeht, hat sich in der Studie keine Verlängerung der Gesamtüberlebenszeit von Männern im Vergleich zur alleinigen Behandlung mit Chemotherapie und Prednison gezeigt. Zudem seien bei Avastin die bekannten Nebenwirkungen beobachtet worden. Laut Roche hat die Studie keinen Einfluss auf die Zulassung von Avastin in anderen Indikationen. Aktuell gibt die Roche-Aktie 1,5 Prozent ab. Ebenfalls wenig gefragt sind Anteilsscheine von Swatch (
ISIN CH0012255151 /
WKN 865126 ), die sich um 0,9 Prozent verbilligen. Gestern war die Aktie Top-Gewinner im SMI, nachdem der Uhrenhersteller mitgeteilt hatte, dass er nach Einbußen im vergangenen Jahr neue Rekordergebnisse für 2010 anstrebt. Am stärksten anziehen können derzeit UBS (+1,7 Prozent) und Julius Bär (+1,2 Prozent). Ansonsten liegen Aktien von GAM Holding (
ISIN CH0102659627 /
WKN A0YBKX ) mit 2 Prozent im Plus. Der Vermögensverwalter meldete heute, dass Diego du Monceau der Generalversammlung am 13. April 2010 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wird. Titel von Bâloise (
ISIN CH0012410517 /
WKN 853020 ) tendieren 0,3 Prozent fester. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass Dr. Michael Becker auf der Generalversammlung vom 23. April 2010 zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen wird.
Anteilsscheine von Yara International (
ISIN NO0010208051 /
WKN A0BL7F ) ziehen in Oslo zurzeit um 5,5 Prozent an. Der norwegische Düngemittelhersteller gab heute bekannt, dass er seine Offerte für den US-Konkurrenten Terra Industries (
ISIN US8809151033 /
WKN 868066 ) nicht erhöhen wird. Der Konzern bietet insgesamt 4,1 Mrd. Dollar für Terra Industries. Dabei würden Terra Industries-Aktionäre 41,10 Dollar für jeden ihrer Anteilsscheine erhalten. Am Mittwoch teilte der Terra-Konzern mit, dass er von CF Industries (
ISIN US1252691001 /
WKN A0ES9N ) ein Angebot in Höhe von 4,7 Mrd. Dollar erhalten hat und nun beabsichtigt, dieses anzunehmen, falls Yara nicht innerhalb von fünf Werktagen eine verbesserte Offerte vorlegt. Den jüngsten Angaben zufolge wird Yara sein Übernahmeangebot jedoch nicht dahingehend modifizieren, so dass es auf oder über dem Niveau der Offerte von CF Industries liegen wird.
In Großbritannien verteuern sich im FTSE 100 momentan Aktien von RBS um 4 Prozent und stehen damit an der Spitze des britischen Leitindex. Dahinter verbuchen Papiere von BSkyB, Lloyds, British Airways, Man Group und Barclays Aufschläge zwischen 2 und 3,4 Prozent. Top-Verlierer sind Antofagasta (-1,2 Prozent) und HSBC (
ISIN GB0005405286 /
WKN 923893 ) mit -0,8 Prozent. Die zur britischen Großbank gehörende Sparte HSBC Private Bank (Suisse) S.A. gab bereits gestern bekannt, dass von dem Datendiebstahl 15.000 aktuelle Kunden betroffen sind. Den Angaben zufolge hatte ein IT-Mitarbeiter vor drei Jahren Daten von insgesamt 24.000 Konten der Schweizer Großbank gestohlen. 9.000 Betroffene seien jedoch nicht mehr Kunden des Instituts. Der Diebstahl betreffe ausschließlich Schweizer Konten.
In Frankreich stehen am Morgen Titel von Societe Generale (+1,6 Prozent) ganz oben im CAC 40, gefolgt von Renault und Dexia mit jeweils +1,5 Prozent. Am wenigsten gefragt im französischen Leitindex sind Carrefour - hier steht ein Abschlag von 1,7 Prozent zu Buche. Aktien von Lagardère (
ISIN FR0000130213 /
WKN 866786 ) tendieren 0,7 Prozent fester. Der Medienkonzern meldete bereits am Mittwochabend, dass sein bereinigter Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr um rund 10 Prozent gesunken ist. Damit wurden die Erwartungen der
Analysten verfehlt. Zudem wurde ein enttäuschender Ausblick gegeben. Mit -8 Prozent war die Aktie gestern mit Abstand Top-Verlierer im CAC 40.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.904,05 (+0,29 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.584,53 (+0,25 Prozent) EURONEXT 100: 690,86 (+0,46 Prozent) FTSE 100 (London): 5.627,29 (+0,18 Prozent) CAC40 (Paris): 3.939,53 (+0,27 Prozent) MIB (Mailand): 22.681,62 (+0,63 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 11.131,50 (+0,78 Prozent) SMI (Zürich): 6.860,71 (+0,13 Prozent) ATX (Wien): 2.538,94 (+0,82 Prozent) (12.03.2010/ac/n/m)