Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen haben allesamt fester eröffnet. Inzwischen sind die Notierungen aber etwas zurückgekommen.
Der Dow Jones EURO STOXX 50 kann aktuell noch 0,10 Prozent auf 2.265,26 Punkte zulegen. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 rückt daneben um 0,44 Prozent vor auf 1.946,35 Zähler. Für den in Paris berechneten EURONEXT 100 geht es um 0,16 Prozent nach oben auf 509,62 Indexpunkte. Die europäischen Länderbörsen liegen ausnahmslos im Plus.
Die Vorgaben aus New York waren dabei überaus positiv. Nach einem regelrechten Schlussspurt schloss der Dow Jones am Ende 1,4 Prozent fester. Der S&P 500 konnte 1,3 Prozent zulegen. An der Technologiebörse NASDAQ waren leicht grüne Vorzeichen auszumachen. Wie die Fed in ihrem Konjunkturbericht Beige Book bekannt gab, hat sich die Wirtschaft in den USA im März und frühen April weiter verschlechtert bzw. anhaltend schwach entwickelt. Dabei gebe es allerdings auch Hinweise auf eine Bodenbildung. In Tokio zog der Nikkei-Index heute nur leicht an. Im weiteren Handelsverlauf stehen unter anderem die Ergebnisse von Nokia und JPMorgan auf dem Programm. In den USA werden am Nachmittag außerdem Immobilienmarktdaten, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und der Philadelphia-Fed-Index veröffentlicht.
Der französische Lebensmittelhersteller Danone teilte heute mit, dass sein Umsatz im ersten Quartal leicht gesunken ist, was auf eine rückläufige weltweite Nachfrage nach Milchprodukten und Flaschenwasser zurückzuführen ist. Auf vergleichbarer Basis stieg der Umsatz um 1 Prozent. Der Konzern hält dabei weiter an seinen Jahreszielen fest. Die im CAC40 gelistete Aktie gewinnt zur Stunde 0,6 Prozent. Papiere des Autobauers Renault legen ein halbes Prozent zu, während bei Peugeot ein Abschlag von über 2 Prozent zu Buche schlägt. Laut Angaben der ACEA verzeichneten die Pkw-Neuzulassungen im März in Europa ein Minus von 9 Prozent. Wegen der staatlichen Umweltprämie zog der Absatz in Deutschland um fast 40 Prozent an. Für Frankreich wurde immerhin ein Plus von 8 Prozent gemeldet.
Zurich Financial legen im Schweizer Leitindex SMI ein knappes Prozent zu. Einem Pressebericht zufolge will sich der ins Schlingern geratene Versicherungskonzern AIG von seiner Kfz-Versicherungssparte trennen. Demnach stünden die Amerikaner unmittelbar vor einem Verkauf des Geschäftsbereichs an den Schweizer Mitbewerber. Die Transaktionssumme könnte bei 1,5 bis 2,0 Mrd. Dollar liegen. Für Roche geht es um 1,6 Prozent nach oben. Wie zuvor bekannt wurde, konnte der Pharmakonzern seinen Umsatz im ersten Quartal um 8 Prozent steigern. Weitere Gewinner sind unter anderem Swiss Re mit +5,1 Prozent, UBS mit +2,9 Prozent und Credit Suisse mit +2,8 Prozent.
Auch um britischen FTSE 100 stehen Finanzwerte hoch im Kurs. Hier gewinnen mitunter Prudential gut 9 Prozent, RBS mehr als 6 Prozent, Lloyds gut 5 Prozent und Barclays annähernd 5 Prozent. SABMiller geben dagegen ein knappes Prozent ab. Der Bierabsatz des Konzerns sank im vierten Geschäftsquartal um 1 Prozent, wogegen
Analysten von einem Wachstum um 0,8 Prozent ausgegangen waren.
Die spanische Großbank Banesto gab heute bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Quartal um rund 3 Prozent zurückgegangen ist, was mit mehr Kreditausfällen zusammenhängt. Die Erwartungen der Analysten wurden damit allerdings übertroffen. Die Aktie gewinnt im IBEX 35 über 3 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.265,26 (+0,10 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 1.946,35 (+0,44 Prozent)
EURONEXT 100: 509,62 (+0,16 Prozent)
FTSE 100 (London): 3.991,34 (+0,58 Prozent)
CAC40 (Paris): 2.992,85 (+0,24 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 17.907,00 (+0,54 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 8.771,90 (+0,69 Prozent)
SMI (Zürich): 5.105,00 (+0,78 Prozent)
ATX (Wien): 1.862,47 (+0,60 Prozent) (16.04.2009/ac/n/m)