Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen orientieren sich nach oben. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (
ISIN EU0009658145 /
WKN 965814 ) klettert aktuell um 0,63 Prozent auf 2.783,53 Punkte.
Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (
ISIN EU0009658160 /
WKN 965816 ) gewinnt 0,47 Prozent auf 2.509,79 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (
ISIN FR0003502079 /
WKN A0C302 ) steigt um 0,30 Prozent auf 664,93Stellen. Die europäischen Länderbörsen liegen ebenfalls vorne.
Belastet von Konjunktursorgen ist die Wall Street am Vorabend zurückgekommen. Der US-Auftragseingang langlebiger Güter ist im Juni um 1,0 Prozent gefallen, wogegen Volkswirte eine Zunahme um 1,0 Prozent prognostiziert hatten. Wie die Fed im Rahmen des Konjunkturberichts Beige Book erklärte, nehme die Wirtschaftsaktivität insgesamt weiter zu, allerdings nicht mehr so robust wie bisher. In einigen Regionen habe sich das Wachstum in den vergangenen Wochen verlangsamt. Der Dow Jones (
ISIN US2605661048 /
WKN 969420 ) gab am Ende 0,4 Prozent ab. Daneben verloren der S&P 500 (
ISIN US78378X1072 /
WKN A0AET0 ) 0,7 Prozent und der NASDAQ Composite (
ISIN XC0009694271 /
WKN 969427 ) 1 Prozent. Gewinnmitnahmen haben dem japanischen Nikkei 225 ein Minus von 0,6 Prozent beschert. Am Nachmittag werden in den USA die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Zudem dürften insbesondere die Ergebnisse von Amgen, Colgate und Exxon für Aufsehen sorgen.
Der größte europäische Ölkonzern Royal Dutch Shell (
ISIN GB00B03MLX29 /
WKN A0D94M ) hat im zweiten Quartal einen Gewinnzuwachs von 15 Prozent erzielt, was mit höheren Ölpreisen und einem Produktionsanstieg zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich demnach auf 4,39 Mrd. Dollar. Der um Bestandswertveränderungen bereinigte Gewinn (CCS) lag bei 4,53 Mrd. Dollar (+94 Prozent). Der um Bestandswertveränderungen und Einmaleffekte bereinigte Gewinn betrug 4,21 Mrd. Dollar.
Analysten hatten zuvor einen Gewinn von 4,08 Mrd. Dollar erwartet. Der Umsatz erreichte 90,57 Mrd. Dollar und lag damit deutlich über dem Niveau des zweiten Quartals 2009 (63,88 Mrd. Dollar). Royal Dutch Shell gewinnen im FTSE 100 ein knappes Prozent. Titel der BT Group (
ISIN GB0030913577 /
WKN 794796 ) rücken um 1,5 Prozent vor. Die größte Telefongesellschaft in Großbritannien hat im ersten Quartal eine Gewinnsteigerung erzielt, was mit Kostensenkungen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 284 Mio. Britische Pfund (GBP), gegenüber 214 Mio. GBP im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 4,4 Prozent auf 5,01 Mrd. GBP. Der Pharmakonzern AstraZeneca (
ISIN GB0009895292 /
WKN 886455 ) verbuchte im zweiten Quartal infolge einer positiven Entwicklung in den Schwellenländern ein Gewinnwachstum. Wie das Unternehmen verkündete, erhöhten sich die Umsatzerlöse auf 8,18 Mrd. Dollar, nach 7,96 Mrd. Dollar im Vorjahresquartal. Gleichzeitig kletterte der Vorsteuergewinn von 2,61 Mrd. auf nun 2,92 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis kletterte auf 3,03 Mrd. Dollar, nach zuvor 2,85 Mrd. Dollar. AstraZeneca legen gut 4 Prozent zu.
Wie der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis (
ISIN FR0000120578 /
WKN 920657 ) erklärte, konnte er im zweiten Quartal dank seines Sparkurses ein Ergebnisplus erzielen. Die Umsatzerlöse stiegen dabei um 4,6 Prozent auf 7,78 Mrd. Euro. Ferner kletterte der Nettogewinn um 7,6 Prozent auf 2,48 Mrd. Euro. Sanofi-Aventis legen im CAC40 leicht zu. Europas drittgrößte Telefongesellschaft France Télécom (
ISIN FR0000133308 /
WKN 906849 ) gab bekannt, dass ihr Gewinn im ersten Halbjahr deutlich gestiegen ist, was mit Einmalerträgen aus Asset-Verkäufen zusammenhängt. Demnach belief sich der Nettogewinn auf 3,73 Mrd. Euro, im Vergleich zu 2,56 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel um 1,2 Prozent auf 22,14 Mrd. Euro. Für 2010 und 2011 hält der Konzern an seinen Zielen fest und geht demnach weiterhin von einem organischen Cash-Flow von rund 8 Mrd. Euro aus. France Télécom legen 5,5 Prozent zu. Wie der Rüstungselektronikkonzern Thales (
ISIN FR0000121329 /
WKN 850842 ) am Vorabend erklärte, hat er im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnsprung verzeichnet. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 5,96 Mrd. Euro. Der Nettogewinn belief sich auf 138 Mio. Euro, nach 12 Mio. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisse lagen über den Erwartungen der Analysten. Thales geben im breiten Markt dennoch mehr als 2 Prozent ab.
Die Banco Santander (
ISIN ES0113900J37 /
WKN 858872 ), die größte Bankgesellschaft in Spanien, meldete heute, dass ihr Gewinn im zweiten Quartal um 8 Prozent gesunken ist, was auf eine schwächere Entwicklung auf dem Heimatmarkt zurückzuführen ist. Der Nettogewinn belief sich den Angaben zufolge auf 2,23 Mrd. Euro. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,28 Mrd. Euro ausgegangen. Banco Santander verlieren im IBEX 35 ein halbes Prozent. Wie die zweitgrößte europäische Telefongesellschaft Telefonica (
ISIN ES0178430E18 /
WKN 850775 ), erklärte, hat sich ihr Gewinn im zweiten Quartal um 16 Prozent verbessert, was auf eine starke Geschäftsentwicklung in Lateinamerika zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit geschlagen. Der Nettogewinn belief sich auf 2,12 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,83 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 9 Prozent auf 15,12 Mrd. Euro. Telefonica rücken um 2,5 Prozent vor.
Dow Jones EURO STOXX 50: 2.783,53 (+0,63 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.509,79 (+0,47 Prozent) EURONEXT 100: 664,93 (+0,30 Prozent) FTSE 100 (London): 5.356,61 (+0,69 Prozent) CAC40 (Paris): 3.689,67 (+0,53 Prozent) MIB (Mailand): 21.271,93 (+0,90 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.710,60 (+0,63 Prozent) SMI (Zürich): 6.299,04 (+0,34 Prozent) ATX (Wien): 2.497,53 (+0,71 Prozent) (29.07.2010/ac/n/m)